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Neues vom Zebrawels

Von Ingo Seidel -
mit Beobachtungen von Karin und Gerd Arndt



Als im Jahre 1989 das erste Bild eines kleinen, schwarz-weiß gestreiften Harnischwelses mit bläulichem Schimmer in einer Aquarienzeitschrift veröffentlicht wurde, schlugen die Herzen vieler Welsfreunde höher. Absolut unerschwinglich waren dann jedoch die ersten Importe des Zebrawelses, wie man ihn nun bezeichnete, die für bis zu DM 1000,- pro Tier im Handel angeboten wurden. Es dauerte aber nicht allzulange, bis man sich diesen Wels auch als Normalsterblicher leisten konnte, und so fand er recht bald Verbreitung in unseren Aquarien. Im Jahre 1991 wurde die Art dann von den niederländischen Ichthyologen Isbrücker & Nijssen als Hypancistrus zebra beschrieben. Immer wieder gab es Gerüchte, nach denen der eine oder der andere Züchter diesen Wels bereits vermehrt haben sollte, bis schließlich in DATZ 10/1993 gleich zwei Berichte über die Zucht des Zebrawelses erschienen.
L-46 Hypancistrus zebra
Ein adultes Weibchen von Hypancistrus zebra

Mittlerweile ist die regelmäßige Vermehrung dieser Art schon mehreren Aquarianern gelungen, unter anderen auch Karin und Gerd Arndt, Bornhöved. Da die beiden Zuchtberichte von Pahnke (1993) und Walter (1993) noch einige Fragen, vor allem bezüglich der Fortpflanzungsbiologie dieser Fische, offengelassen haben, haben wir einen weiteren Bericht über Hypancistrus zebra verfaßt. So ließen mir K. und G. Arndt sehr detaillierte Informationen über ihre Zuchterfahrungen zukommen. Auf dem Aquarianertreffen in Norderstedt machte ich außerdem die Bekanntschaft von Herrn Rickhoff, Buxtehude, der die Art im dicht bepflanzten Gesellschaftsaquarium vermehren konnte. Während der Vorbereitung dieses Berichtes bescherten mir dann auch meine eigenen Zebrawelse ganz überraschend Nachwuchs.

Systematik
Da sich die Art aufgrund von körperbaulichen Merkmalen stark von allen anderen bisher bekannten Harnischwelsarten unterscheidet, stellten Isbrücker & Nijssen eine neue, monotypische Gattung für sie auf. Hypancistrus zebra besitzt einen abgeflachten Körper. Der Kopf ist nicht sonderlich breit, der Schnauzenrand völlig mit Hautverknöcherungen bedeckt, Die Rückenflosse ist nicht mit der Fettflosse verbunden und besitzt sechs gegabelte Strahlen. Die Kieferbezahnung ist reduziert. Die Zwischenkiefer-(Prämaxillar-)Zähne sind beträchtlich kleiner als die Unterkiefer-(Mandibular-)Zähne. Es sind keine nadelförmigen Zähne vorhanden. Die Hautzähnchen auf dem abspreizbaren Zwischenkiemendeckel, die Interopercular-Odontoden, sind nicht so lang wie bei anderen Arten.
Als Stawikowski (1992) den Harnischwels L 98 in der DATZ vorstellte, der anstelle der schwarzen Streifung eine längliche, unregelmäßige Fleckenzeichnung besitzt, konnte man leicht den Eindruck erlangen, es mit einer neuen Zebrawels-Art zu tun zu haben. Allem Anschein nach handelt es sich bei L 98 jedoch nur um farblich abweichende Exemplare von H. zebra. Die Firma Transfish soll diese Variante nun schon mehrmals angeboten haben. Es wäre interessant zu erfahren, ob die Färbung in gleicher Form vererbt wird.

Ein weiterer, abweichend gezeichneter Zebrawels ist L 173 (Stawikowski 1994). Das einzige bisher bekannte Exemplar besaß eine vom "Normal-Zebra" abweichende Zeichnung und einen etwas gestauchten Körperbau. Vor allem die für H. zebra eigenartige Kopfform läßt vermuten, daß es sich um ein mißgebildetes Einzeltier handelt.

Die Unterscheidung der Geschlechter
Bei H. zebra gibt es keinen sehr stark ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen sind etwa gleich gefärbt. Der erste Brustflossenstrahl ist bei den Männchen etwas dicker als bei den Weibchen. Bei geschlechtsreifen Männchen sind die Odontoden (Hautzähnchen) auf diesem Strahl etwas stärker ausgebildet. Außerdem sind die Interopercular-Odontoden bei den Männchen etwas länger. Von oben betrachtet sind die Männchen im Kopf- und Brustbereich deutlich breiter als die Weibchen. Die Leibesfülle kann dagegen nicht als sicheres Unterscheidungskriterium herangezogen werden, denn auch Männchen können in der Bauchgegend recht kräftig sein. Ich nehme an, daß sie sich ein gewisses Polster anfressen, von dem sie während der Zeit, in der sie ihre Gelege betreuen und nichts fressen können, zehren.

Hypancistrus zebra

Kopfstudie eines H.-zebra Männchens; beachte die im Vergleich zum Weibchen vergrößerten Interopercular-Odontoden und den breiten Kopf

Der natürliche Lebensraum
Die Heimat von Hypancistrus zebra ist der Rio Xingu, einer der großen südlichen Klarwasserzuflüsse des Amazonas, dessen Quellen im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso liegen. Laut Erstbeschreibung erreicht man die Typuslokalität dieses Welses im Bundesstaat Pará, indem man von Altamira aus mit dem Schnellboot etwa eine Stunde lang flußaufwärts fährt. Es ist anzunehmen, daß die Typuslokalität auch das Hauptfanggebiet der Art darstellt, denn die hohe Anzahl von immerhin 120 Paratypen aus dieser Gegend läßt vermuten, daß es sich um Tiere handelt, die nach dem Fang beim Exporteur oder später beim Großhändler gestorben sind.
Über den Rio Xingu ist in der jüngsten Vergangenheit im Zusammenhang mit vielen von dort stammenden Harnischwelsneuheiten häufig und ausführlich berichtet worden. In Höhe der Stadt Altamira ist der Fluß etwa einen Kilometer breit. Der Untergrund besteht aus einem dunklen Gestein vulkanischen Ursprungs, das in weiten Bereichen eine wabenförmige Struktur besitzt. Bei Altamira wurden im und am Rio Xingu von Schliewen und Stawikowski am 25. September 1988 um 14 Uhr die folgenden Werte gemessen. Die Lufttemperatur betrug 34,5 °C. Das Wasser hatte eine Temperatur von 32,2 °C, in Ufernähe sogar 35 °C. Der pH-Wert lag mit 6,5 im leicht sauren Bereich. Der Leitwert betrug 120 µS/cm, die Karbonathärte rund 1 °dH. Der Eisengehalt lag bei weniger als 0,05 mg/1.

Der Erwerb von Zebrawelsen
Als vor ein paar Jahren die ersten Zebrawelse eingeführt wurden, waren diese Fische teilweise in einem recht schlechten gesundheitlichen Zustand. Man hatte seine Mühe mit ihnen und mußte hohe Verluste beklagen. Viele Tiere hatten stark eingefallene Bäuche oder sehr tief eingefallene Augen - meist sichere Anzeichen für Todeskandidaten. Zum Glück hat sich das in den letzten Jahren geändert, und die meisten "Zebras", die man heute im Handel bekommen kann, sind in einem sehr guten Zustand. Während der Hauptfangzeit vom Sommer bis zum Frühwinter wird die Art in großen Mengen importiert. Außerhalb der Saison gibt es Importe mit geringeren Stückzahlen. Zu dieser Zeit sollen die Fänger die Tiere jedoch wegen des hohen Wasserstandes zumeist nur tauchend erbeuten können, wodurch die Preise ein wenig ansteigen. Mittlerweile sollte man mit etwas Glück auch schon Nachzuchten erwerben können, bei denen die Risiken allemal kleiner sind. Vor allem sind die Fische besser an unsere Wasserverhältnisse angepaßt.

Haltungsbedingungen
Aufgrund seiner geringen Größe ist der Zebrawels ideal für die Aquarienhaltung geeignet. Wie viele andere südamerikanische Welse ist die Art äußerst anpassungsfähig, so daß wir die Bedingungen des Heimatgewässers nicht in allen Einzelheiten nachahmen müssen. Auch in unserem teilweise recht alkalischen und harten Wasser fühlen sich die Tiere wohl. Zur Haltung reichen Temperaturen von 26 bis 28 °C völlig aus. Da Zebrawelse längst nicht so territorial sind wie viele andere Harnischwelse, lassen sich problemlos mehrere Tiere in einem Becken pflegen. Zwischen den Männchen kommt es manchmal zu kleineren Rangeleien, die jedoch immer ohne Verletzungen ausgehen. Vorsichtig muß man jedoch mit aggressiveren Beifischen sein, von denen die Zebras recht schnell unterdrückt werden können.

Ein Aquarium für Zebrawelse muß nicht unbedingt ein riesiges Volumen haben. Es ist jedoch von Vorteil, wenn die Grundfläche möglichst groß ist. Zwar spielt der Wasserchemismus bei der Haltung keine große Rolle, doch ist die Wasserqualität sehr wohl von entscheidender Bedeutung. Häufiger Wasserwechsel und großzügige Filterung sind deswegen empfehlenswert. Da die Art recht sauerstoffbedürftig ist, ist auch der Einsatz von Diffuseren oder Belüftern zweckmäßig.
In ihrem natürlichen Vorkornmensgebiet bewohnen die Zebrawelse stark zerklüftete, steinige Flußabschnitte, in denen sie genügend Spalten und Höhlen zum Verstecken finden. Deshalb kommt es den Bedürfnissen dieser Welse sicher sehr entgegen, wenn man ihnen mit Schieferplatten oder anderen Steinen einige Höhlen baut. Auf Moorkienholz kann man verzichten, da die Art kein Holz abraspelt.

Zebrawelse sind im Gegensatz zu vielen anderen Harnischwelsarten auch tagsüber aktiv. Da sie jedoch recht scheu sind, nehmen sie schon die kleinste Bewegung vor dem Aquarium zum Anlaß, sich in ihre Verstecke zurückzuziehen. Setzt man sich ganz still vor das Aquarium, kann man beobachten, wie sie immer wieder auf der Suche nach Freßbarem umherstreifen.
Ganz hektisch werden die Tiere, wenn man Artemia-Nauplien in das Becken gibt. Kleineres Lebend- oder Frostfutter, wie Cyclops, Moina (kleine rote Wasserflöhe) und Bosminiden, wird ebenfalls gefressen. Selbst größere Brocken, wie rote Mückenlarven, bereiten den Tieren keine Schwierigkeiten. Es hat den Anschein, als ob die Tiere für alles, was rot ist, eine Vorliebe haben. Schwarze Mückenlarven, ausgewachsene Arternien und Krill nehmen sie nach unseren Beobachtungen nur sehr zögerlich oder überhaupt nicht an. Da gefrostete weiße Mückenlarven zumeist die Eigenschaft haben, auch nach dem Auftauen an der Wasseroberfläche zu treiben, sind sie für die Verfütterung an unsere Zebras nicht so gut geeignet.
Auch Trockenfutterpräparate, beispielsweise Tabletten auf Grünfutterbasis, werden angenommen. Recht preiswert ist Aufzuchtfutter für Forellen, das in der kleinsten Körnung (Brut) auch für junge Welse geeignet ist. Es scheint Lockstoffe zu enthalten, denn es wird von Fischen, die noch nie zuvor damit in Berührung gekommen sind, sofort gierig gefressen. Man sollte jedoch vorsichtig damit umgehen, da es ja für den Zweck entwickelt worden ist, Forellen-Jungfische in möglichst kurzer Zeit zu maximaler Größe und maximalem Gewicht heranzuziehen.
Es ist ein Trugschluß, daß jeder Wels, der ein Saugmaul besitzt, ein guter Algenvertilger sei. Hypancistrus zebra wird hier völlig versagen. Allerdings braucht man auch keine Angst um seinen Pflanzenwuchs zu haben, und es ist nicht nötig, den Fischen irgendwelches Grünfutter (zum Beispiel Gurke oder Paprika) anzubieten.

Man sollte so abwechslungsreich wie möglich füttern und sich nicht scheuen, einmal etwas Neues auszuprobieren. Wenn die Tiere bei anderen Zebrawels-Pflegern irgendein Futtermittel nicht so gern annehmen, heißt das nicht, daß es bei den eigenen Tieren genauso sein muß. . .

Vorbereitungen für die Zucht
Es hat sich gezeigt, daß vor allem drei Faktoren für eine erfolgreiche Zucht wichtig sind: eine hohe Haltungstemperatur, eine gute Sauerstoffanreicherung des Wassers und geeignete Bruthöhlen.
Da im Rio Xingu mit über 30 °C recht hohe Temperaturen herrschen, sollte man die Tiere auch im Aquarium bei entsprechenden Werten halten. Zwar lassen sich Zebrawelse über einen gewissen Zeitraum auch bei 24 °C halten, doch hat es sich gezeigt, daß eine Temperatur von 27 °C die unterste Grenze für die Zucht ist. Laut Rickhoff (mündliche Mitteilung) laichten seine H. zebra zum erstenmal in einem Diskus-Becken bei einer Temperatur von 30 °C. Als er dann die Diskusfische abgab und die Temperatur senkte, stellten die Welse ihre Zuchtaktivitäten ein. Erst als Rickhoff die Temperatur wieder erhöhte, laichten die Fische wieder. Bei Arndt pflanzten sich die Tiere zunächst bei 29 °C fort. Später störte sie auch eine Temperatursenkung auf 27 °C nicht.

L-46 Hypancistrus zebra Maennchen

L-46 Hypancistrus zebra Weibchen

Die Zeichnungen verdeutlichen die sekundären Geschlechtsmerkmale:
3 Männchen mit verlängerten Odontoden am Zwischenkiemendeckel und auf dem ersten Brustflossenstrahl; der Kopf wirkt breiter.
4 Den Weibchen fehlen die vergrößerten Hautzähnchen; ihr Kopf wirkt zierlicher (Zeichnungen, nach Vorlagen des Verfassers: O. Gehring).

Für die Zucht scheinen die sonstigen Wasserwerte von untergeordneter Bedeutung zu sein. Selbst in hartem, alkalischem Wasser lassen sich die Zebrawelse nicht vom Ablaichen abbringen. Ein derartig großer Aufwand, wie ihn Pahnke, der täglich zehn Prozent des Aquarieninhaltes durch frisches Osmosewasser ersetzte, mit dem Zuchtwasser betrieb, ist also nicht unbedingt notwendig. Ich schließe jedoch nicht aus, daß sich diese Maßnahme positiv auf die Laichbereitschaft, die Eientwicklung oder das Wachstum der Jungfische auswirkt.

Auffällig bei nahezu allen bisherigen Zuchterfolgen ist, daß die Zuchtbecken mit einer sehr starken Filterung ausgerüstet waren. Ob dabei der verstärkte Abbau von organischen Substanzen oder die Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff am wichtigsten ist, kann ich nicht beurteilen. Beides hängt sicher eng zusammen. Empfehlen kann ich den Einsatz von Diffusoren, die feinperlige Luftbläschen erzeugen und dadurch den Sauerstoffgehalt des Wassers stark erhöhen. Es ist nicht ganz einfach anzugeben, welche Pumpenleistung man für ein Aquarium einer bestimmten Größe benötigt. Der Tabelle kann man jedoch entnehmen, daß eine Pumpenleistung von 600 Litern pro Stunde (je 100 Liter Aquarienwasser) sicher ausreicht. Je größer man den Filter wählt, desto besser.
Ob man den Zebras natürliche, gekaufte oder selbstgemachte Höhlen anbietet, scheint egal zu sein. Während Rickhoff und Pahnke mit länglichen Höhlen aus Ton oder Keramik Erfolg hatten und sich die Tiere bei Walter eine Höhle im Lochgestein suchten, schwören Gerd und Karin Arndt auf Schieferhöhlen, die sie selbst herstellen. Diese Höhlen werden auch von meinen Tieren sehr gut angenommen. Mit einer Trennscheibe werden eine Rückwand, zwei Seitenwände und je eine Boden- und Dachplatte aus einer Schieferplatte herausgeschnitten. Geeigneten Schiefer erhält man als Dachschindel beim Baustoffhändler. Die besten Erfahrungen wurden mit Höhlen gemacht, deren Innendurchmesser sich wie folgt berechnet:

Länge = Länge des Tieres, Breite  = Körperbreite + zwei Drittel der Länge der Brustflosse, Höhe = Körperhöhe + zwei Drittel der Höhe der Rückenflosse.

Bei ausgewachsenen Tieren kann man etwa von den Maßen 85 x 25 x 14 Millimeter (Länge x Breite x Höhe) ausgehen. Für jüngere Tiere sollte man die Höhlen entsprechend kleiner wählen. Auch die meisten anderen Harnischwelse nehmen solche Höhlen sehr gut an.
Eventuell ist auch der Standort der Höhle von Bedeutung. Rickhoff machte die Beobachtung, daß seine Zebras vor allem solche Höhlen bevorzugten, die von der Filterströmung erreicht wurden. Vielleicht werden die Höhlen so ausgesucht, daß die Eier und Jungfische optimal mit Frischwasser und Sauerstoff versorgt werden. Das ist zwar nur eine Vermutung; sie deckt sich aber durchaus mit meinen Beobachtungen.

Das Ablaichen
In der Regel werden die Höhlen schon bald von den Tieren angenommen. Während sich das Ablaichen bei Acistrus-Männchen durch verstärktes Wedeln mit den paarigen Flossen vor der Höhle ankündigt, zeigen die Hypancistrus-Männchen vorher nur wenig Aktivität. Irgendwann gesellt sich das Weibchen zum Männchen, und es kommt zur Verpaarung.
Nach Karin und Gerd Arndt erinnert das Verhalten bei der Eiablage sehr stark an das der Ancistrus-Arten. Die Partner liegen oft versetzt übereinander in der Höhle. Das Männchen liegt zeitweise mit der Schwanzflosse und dem halben Körper auf dem Kopf des Weibchens, das seinen Eivorrat in mehreren Portionen abgibt. Währenddessen verschließt das Männchen mit dem Körper die Höhle. Nach jedem Laichvorgang zeigt das Weibchen dem Männchen durch unruhige Vor- und Rückwärtsbewegungen an, daß es nun die Eier besamen kann. Da das Weibchen die Höhle oft nicht verlassen will, muß es vom Männchen zuweilen mit sanfter Gewalt herausgedrängt werden, was durchaus schon einmal etwas ruppig aussehen kann.

Gelege von H. zebra kurz nach der Eiablage

Nach einem Tag kann man schon den Körper als länglichen, hellen Strich erkennen

Vierter Tag: Das Gelege erscheint gelblich; die Augen sind schon als dunkle Punkte sichtbar

Nach sechs Tagen steht der Schlupf unmittelbar bevor
10 Fünfter Tag: Allmählich nimmt der Jungfisch Gestalt an.

Schlüpfender Jungfisch; der Dottersack befindet sich noch im Inneren der Eihülle
11 Nach sechs Tagen steht der Schlupf unmittelbar bevor.

5 Gelege von H. zebra kurz nach der Eiablage
6 Nach einem Tag kann man schon den Körper als länglichen, hellen Strich erkennen.
7 Einen Tag später; die Entwicklung ist nur unwesentlich fortgeschritten.
8 Am dritten Tag lassen sich bereits einzelne Blutgefäße erkennen.
9 Vierter Tag: Das Gelege erscheint gelblich; die Augen sind schon als dunkle Punkte sichtbar.

12 Schlüpfender Jungfisch; der Dottersack befindet sich noch im Inneren der Eihülle.

>> weitere Bilder zur Entwicklung von H. zebra

Die Eier werden meist in der äußersten Höhlenecke auf dem Boden abgelegt. Ob das Männchen wie Andstrus mit der Mundscheibe auf den Eiern liegt, konnte bisher noch nicht beobachtet werden. Fächelbewegungen mit den Bauchflossen werden nur sehr sporadisch ausgeführt. Bei einer Gefahr (zum Beispiel beim Anleuchten mit der Taschenlampe) deckt das Männchen das Gelege fast vollständig ab, so daß höchstens noch ein bis zwei Eier zu erkennen sind. Bei Arndt laichten die Zebrawelse am 10. 6. 1994 zum erstenmal ab. Leider hatten sie wenig Glück, denn schon arn 13. 6. lagen die leeren Eihüllen vor der Höhle. Wahrscheinlich war das Gelege nicht befruchtet. Auch bei anderen Harnischwelsen kommt es vor, daß das erste Gelege nicht befruchtet ist. Tatsächlich lief alles beim zweiten Gelege, das noch am Abend des 13. 6. abgesetzt wurde, wesentlich besser. Trotz häufiger Kontrolle konnte während der nächsten Tage die Eizahl nicht ermittelt werden. Arn 18. 6. wurden dann sechs Larven mit riesigen Dottersäcken außerhalb der Höhle gesichtet und abgesaugt. Sie wurden in einen Ablaichkasten, der mit feiner Gaze bespannt und in die Filterströmung des Aquariums eingehängt worden war, überführt. Leider starben drei der Jungfische nach kurzer Zeit, Arn 23. 6. saß das Männchen dann erneut auf einem Gelege, und am 24. 6. tat es ihm ein zweites Männchen in einer anderen Höhle gleich. Seit einigen Monaten haben die Arndts nun mehr oder weniger regelmäßig Nachwuchs bei ihren Zebras.
Wie ich bereits erwähnte, kam für mich die Eiablage meiner H. zebra sehr überraschend. Seit über zwei Jahren pflegte ich drei Tiere, die mittlerweile eine Größe von rund neun Zentimetern erreicht und sich alle als Männchen herausgestellt hatten. Deshalb erweiterte ich meinen H. zebra-Bestand im Spätsommer des letzten Jahres um fünf weitere Tiere, die noch wesentlich kleiner waren. Nach der Quarantäne setzte ich sie nicht gleich zu den ausgewachsenen Tieren, da sie mir noch viel zu klein erschienen, um mit ihnen Zuchtversuche anzustellen. Also wurden sie in ein 300-Liter-Becken überführt, in dem sich außerdem noch fünf große Pseudohemiodon laticeps und einige größere Ancistrus sp. befanden. Neben einigen bepflanzten Tontöpfen und drei größeren Schieferplatten hatte ich nur noch zwei Laichhöhlen aus Schiefer eingebracht. Bald nahmen die Ancistrus diese Höhlen in Anspruch. Die Zebrawelse versteckten sich meist unter den Schieferplatten oder hinter dem Filter.

Nach einigen Monaten begann dann jedoch das größte Tier - ein Männchen, das mittlerweile eine Länge von 6,5 Zentimetern erreicht hatte -, sich ebenfalls für eine Grotte zu interessieren. Es suchte sich die größere der beiden Höhlen aus, die eigentlich für die Ancistrus vorgesehen war. Kurzerhand verjagte er das große, dicke Ancistrus-Weibchen, das bis zu diesem Zeitpunkt die Höhle bewohnte. Nach zwei Tagen, nämlich am 3. 12. 1994, gesellte sich dann ein weiteres, etwas kleineres Tier hinzu. Zeitweise war dieses Weibchen überhaupt nicht zu erkennen, da es vom Männchen vollständig verdeckt wurde. Im nächsten Augenblick war auch dieser Wels vollständig im Dunkel der Höhle verschwunden. Da ich nicht so recht glauben konnte, daß die Tiere schon in dieser Größe ablaichen, drehte ich die Höhle am nächsten Tag herum, um hineinleuchten zu können. Erschrocken vollführte das Männchen einige ruckartige Bewegungen, und zu meiner Überraschung wurde ein zwölf Eier umfassendes Gelege herausgewedelt.

 

Arndt

Rickhoff

Seidel

Pahnke

Walter

Beckeninhalt (Liter)

196

276

300

375

ca. 600

Beifische

keine

Diskus

Ancistrus, Pseudohemiodon

keine

Malawiseecichliden, Synodontis

Wasserwerte (Temperatur, pH-Wert, Leitwert bzw. Härte)

27 °C pH 7,2
1020 µS/cm
 

30 °C pH 7,5 12 °GH
6 °KH
 

27 °C pH 8,3
750 µS/cm
 

28 °C pH 6,5
50 µS/cm
 

27°C pH 8,0 8 °GH
4 °KH
 

Filterung (ungefähre Gesamtleistung,
Liter pro Stunde)

1500

 

1600

 

1800

 

2700

 

keine Angaben

 

Laichhöhle

Schieferhöhle

Keramikhöhle

Schieferhöhle

Tonhöhle

Lochgestein

Da ich schon gute Erfahrungen mit der künstlichen Aufzucht anderer Harnischwelse hatte, machte ich mir um die Eier keine großen Sorgen. Ich überführte das Gelege vorsichtig in ein kleines Plexiglasbecken, das mit temperiertem Frischwasser gefüllt war. Um die Temperatur zu halten, hängte ich es einfach in das Zuchtbecken ein. Ein Belüfterstein sorgte für die notwendige Sauerstoffzufuhr. Zur Verhinderung einer Laichverpilzung setzte ich Acriflavin ein, das zum Beispiel in "Cilex" enthalten ist. Wie sich beim zweiten Gelege herausstellte, eignen sich Erlenzäpfchen genausogut. Die Blüten der Erle kann man zu bestimmten Jahreszeiten, wenn sie eine dunkelbraune Färbung angenommen und sich geöffnet haben, in größeren Mengen sammeln. Ein Erlenzäpfchen färbt einen Liter Wasser in kürzester Zeit braun. Es gibt Huminsäuren ab, die Mikroorganismen im Wachstum hemmen, ohne daß der pH-Wert zu stark sinkt.

Beim ersten Gelege waren nach einem Tag zwei Eier abgestorben. Absterbende Eier erkennt man daran, daß sie sich zunächst teilweise, später vollständig weiß färben. Sobald ich diese Anzeichen erkannte, stach ich das betroffene Ei an und saugte den Inhalt mit einer Pipette vollständig aus, so daß nur noch die Hülle übrigblieb. Diese Maßnahme ist notwendig, da die Eier so stark zusammenkleben, daß man sie nicht ohne Verletzung voneinander trennen kann. Danach ist ein vollständiger Wasserwechsel erforderlich.
Nach vier Tagen bemerkte ich, daß ein weiteres Ei zwar nicht verpilzt war, aber auch keine Entwicklung zeigte. Auch dieses Ei wurde entfernt. Bei 30 °C schlüpften dann am Abend des 10.12. neun Larven aus dem restlichen Gelege. Beim zweiten Gelege, etwa vier Wochen später, war die künstliche Aufzucht sogar noch erfolgreicher: Aus zwölf Eiern schlüpften immerhin elf Jungfische!

Ei- und Jungfischentwicklung
Bei nahezu allen bisher nachgezüchteten ancistrinen Harnischwelsarten sind die Eier gelb bis orangefarben. Sieht man den Laich des Zebrawelses zum erstenmal, so kann man aufgrund seiner milchig-weißen Färbung den Eindruck bekommen, er sei bereits abgestorben. Eine Kuriosität ist auch die Größe der Eier: Ein Durchmesser, der je nach Alter und Ernährungszustand des Weibchens zwischen vier und fünf Millimetern schwanken kann, ist selbst für Harnischwelse rekordverdächtig. Interessanterweise haben größere Harnisch weise, wie die Ancistrus-Arten oder Lasiancistrus scolymus (Eisholz & Eisholz 1992), wesentlich kleinere Eier. Dementsprechend ist jedoch die Anzahl der Eier bei H. zebra gering. Bei den bisherigen Bruten schwankte sie zwischen sieben und zwölf Stück. Ich vermute aber, daß ausgewachsene Weibchen in gutem Ernährungszustand in der Lage sind, bis zu 20 Eier pro Gelege abzusetzen. Die Eier sind wabenförmig angeordnet und fest miteinander verbunden.

L-46 Hypancistrus zebra - Zuchtmaennchen und Jungfisch

Zuchtmännchen mit einem seiner Söhne

Nach der Eiablage sind im Inneren des Eies so gut wie keine Strukturen erkennbar. Ein etwas hellerer Pol setzt sich deutlich vom Rest des Eies ab. Nach einem Tag ist dann der Körper der Larve als heller Strich zu erkennen. Am dritten Tag kann man schon das kleine Herz pulsieren sehen. Obwohl die Umrisse der Larve von Tag zu Tag deutlicher werden, ist selbst kurz vor dem Schlupf kaum Pigmentierung festzustellen. Nur die Augen sind als dunkle Punkte zu erkennen, und einzelne rötliche Blutgefäße heben sich aufgrund ihrer Färbung ab. Wie schnell sich die Eier entwickeln, hängt anscheinend von der Temperatur ab. Bei hohen Temperaturen dauert es rund sechs Tage bis zum Schlupf. Aber schon bei 27 °C kann es einen Tag länger dauern.
Nach dem Schlupf muß man schon etwas genauer hinsehen, um zu erkennen, daß es sich nicht mehr um ein Ei, sondern um eine Larve handelt. Der Dottersack, der etwa die gleiche Größe wie das ursprüngliche Ei hat, wirkt im Vergleich zum schmalen, ungefähr acht Millimeter langen und noch völlig unpigmentierten Fischleib reichlich überdimensioniert. Wenn man den Jungfisch kurz nach dem Schlupf dabei beobachtet, wie er trotz seines kugelrunden Bauches immer wieder versucht, sich an der Unterlage festzusaugen, kann man fast Mitleid mit ihm haben. Schon bald hat er sich jedoch mit dem kleinen Saugmaul angeheftet und wedelt fortan ständig mit dem Schwanz.

Die Jungfische der Ancistrus-Arten haben in der Regel spätestens nach vier Tagen ihren Dottersack aufgezehrt und beginnen dann zu fressen. Bei H. zebra dauert es erheblich länger. Je nach Temperatur benötigt ein Jungfisch 11 bis 13 Tage, bis sich der riesige Dottersack vollständig zurückgebildet hat. Die Form des Dottersackes geht dabei durch das Längenwachstum zunächst von der Kreis- in eine ovale Form über und wird dann immer flacher. Nach zwei Tagen erkennt man die erste Pigmentierung. Am achten Tag zeigt der Jungfisch bereits die Andeutung einer Zebrazeichnung. Erst nach zwei bis drei Wochen stellt sich eine intensive schwarz-weiße Färbung ein.
Daß auch im Aquarium durchaus abweichend gezeichnete Zebrawelse geboren werden können, haben Arndts erfahren. Eines ihrer Paare brachte nämlich plötzlich vier fehlgefärbte Jungfische hervor. Schon der vermutliche Vater hatte eine etwas abweichende Schwanzflossenzeichnung. Statt Binden besitzt dieses Tier längliche Flecke. Drei der Jungfische erinnerten in ihrer Färbung zunächst stark an L 98. Später färbten sie sich jedoch urn, und sie haben nun eine helle Färbung mit wenigen, unregelmäßigen, dunklen Binden und einigen länglichen Flecken. Das vierte Tier ist extrem hell. Anstelle der schwarzen hat es eine hellgraue Zeichnung. Deshalb haben wir ihm den Namen "Geister-Zebra" gegeben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Jungfische weiter entwickeln.

L-46 Hypancistrus zebra Jungfisch

Ergebnis einer Mutation: "Geister-Zebra".

Aufgrund der sehr ähnlichen Entwicklung ist anzunehmen, daß es sich bei den Jungfischen von Hypancistrus zebra wie bei den Arten der Gattung Ancistrus um "Nesthocker" handelt. Das bedeutet, daß sie bis zum Aufzehren des Dottersackes in der Bruthöhle beim Männchen bleiben. Ich weiß aber nicht genau, ob das wirklich so ist. Bisher hat nämlich keiner der von mir befragten Züchter diese Beobachtung machen können. Die Jungfische wurden vielmehr immer schon vorher außerhalb der Bruthöhle angetroffen. Ich glaube jedoch nicht, daß das normal ist, da Jungfische mit einem so großen Dottersack im Heimatbiotop ohne diesen Schutz wohl kaum Überlebenschancen haben dürften. Anders verhält es sich bei den "Nestflüchtern", wie etwa den Arten der Gattung Chaetostoma, deren Jungfische beim Schlupf schon recht weit entwickelt sind und sofort die Höhle verlassen. Da man diese Welse vor allern in teilweise sehr schnell fließenden Anden-Gewässern antrifft, ist zu vermuten, daß es sich bei diesem Verhalten um eine Anpassung an die rauhen Umweltbedingungen handelt.

Leider passiert es öfter, daß das gesamte Gelege oder einzelne Eier aus der Höhle herausgewirbelt werden. Ob die Haftkraft der Eier mit dem Wasserchemismus zusammenhängt, wie man das von den Eiern anderer Fischarten kennt, die in zu hartem Wasser ihre Klebefähigkeit verlieren, ist noch nicht geklärt. Man kann die Eier von Hypancistrus zebra aber recht gut künstlich aufziehen. Das setzt jedoch voraus, daß man das Gelege frühzeitig findet, bevor sich Schnecken oder andere Beckeninsassen darüber hermachen können.
Auch wenn das Männchen das Gelege zuverlässig betreut, lauern immer noch einige Gefahren auf die Eier. So können sich Schnecken zuweilen so stark vermehren, daß das Männchen kaum dagegen ankommt. Noch schlimmer ist es jedoch, wenn man Scheibenwürmer (Planarien) eingeschleppt hat. Wenn überhaupt, bemerkt man sie meist erst spät, da sie sich tagsüber versteckt halten. Im Schutz der Dunkelheit können sie jedoch das gesamte Gelege zerstören. Einige Planarien-Arten lassen sich mit "Flubenol (5%)" bekämpfen, andere dagegen sind ausgesprochen hartnäckig. Dann bleibt nur die Möglichkeit, alle Fische zu entfernen und das Aquarium gründlich zu desinfizieren.

Die Aufzucht der jungen Zebras
Die Aufzucht der Jungfische stellt den engagierten Züchter vor keine größeren Probleme. Sie machen aufgrund ihrer schon recht beachtlichen Anfangsgröße sogar einen viel stabileren Eindruck als die Jungfische der Ancistrus-Arten. Sofort nehmen sie Trockenfutter und feines Frost- oder Lebendfutter an. Ich verfüttere hauptsächlich Artemia-Nauplien und eine Mischung aus verschiedenen zerkleinerten Trockenfuttersorten, die zum Teil Spirulina-Algen enthalten.
Wie bei allen Harnischwelsen sollte auch bei den jungen Zebras auf Sauberkeit im Aufzuchtbehälter geachtet werden. Nicht gefressenes Futter muß möglichst schnell abgesaugt werden, und auch der Boden sollte regelmäßig von der sich bildenden Schleimschicht befreit werden. Die Jungfische wachsen recht langsam, dafür aber kontinuierlich. Nach zweieinhalb Monaten haben sie eine Größe von rund 25 Millimetern erreicht.

Literatur
Elsholz, K.-D.. & W. Elsholz (1992): Erfolgreiche Zucht von Lasiancistrus scolymus. D. Aqu. u. Terr. Z.   (DATZ), Sonderheft "Harnischwelse": 65.
Isbrücker, I. J. H., & H. Nijssen (1991): Hypancistrus zebra, a new genus and species of uniquely pigmented ancistrinc loricariid fish from the Rio Xingu, Brazil (Pisces: Siluriformes: Loricariidae). Ichthyol. Explor. Freshwaters l (4): 345-350.
Pahnke, H. (1993): Seit zwei Jahren regelmäßig gezüchtet: Hypancistrus zebra. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 46 (10): 630-632.
Schliewen, U., & R. Stawikowski (1989): Teleocichla. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 42 (4): 227-231.
Stawikowski. R. (1989); Zebras aus Brasilien, D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 42 (9): 521.
- (1992): "Kaktüsse", "Rüsselzahn" und ein merkwürdiges "Zebra". D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 45 (6): 348-349.
- (1994): Harnischwelse aus dem Rio Xingu. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 47 (8); 533-536. Steindachner, F. (1882): Beiträge zur Kenntniss der Flussfische Südamerika's. II. Denkschr. Akad. Wiss. Wien, math.-naturw. Cl. 43: 103-146, 7 pls.
Walter, O. (1993): Nachzucht gelungen: Hypancistrus zebra. D. Aqu. u. Terr. Z. (DATZ) 46 (10): 633.


© Text, Bilder: Beitrag aus der DATZ 6/1995, S. S. 358-365, mit freundlicher Genehmigung des Autors, der Datz und des Ulmer-Verlages

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