|
|
| Themenstarter |
Nachricht |
fender65 Mitglied


Alter: 48 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 695 Wohnort: duisburg Fische: 2249
Status: Offline
|
Beitrag #1 vom 31.05.2005 - 11:39 Titel: Bartelverletzung bei Cory |
|
|
Hallo zusammen,
ich habe letzte Woche 3 Metallpanzerwelse, relativ jung ca 2cm, gekauft, die sich auch prächtig im Becken einfügten. Nun bemerkte ich gestern mit Schrecken, das einem die Barteln abhanden gekommen sind?
Bodengrund ist feiner Kies 1-3mm, gerundet (lt Verpackung) im Zoofachgeschäft gekauft. OK, ist vielleicht nicht das Optimalste, aber ich hatte diesbezüglich keine Bedenken, weil die schon vorhandenen Tiere (adult) nie irgendwelchen sichtbaren Verletzungen zeigten.
Wachsen die Barteln wieder nach?
Sollte ich mit etwas medikamentieren, um event. Pilz-oder Bakterienbefall vorzubeugen?
Der Cory gründelt trotz der Verletzung normal...?
Jedenfalls überlege ich wegen der Corys im Aq. eine Sandecke einzurichten. Ich hoffe sie wird angenommen.
Gruß
Frank |
|
|
|
 |
|
helmut Mitglied


Alter: 63 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 7419 Wohnort: nähe Karlsruhe Fische: 28735
Status: Offline
|
Beitrag #2 vom 31.05.2005 - 18:08 Titel: |
|
|
Hallo Frank
Unabhängig von der Verletzungen der Corydoras - da kann ich dir nicht helfen - , sollten deine 1 - 3mm Quarzsand / Kies sein, dann schau dir das einzelne Korn mal mit einer Lupe an und berichte.
Gruß aus Karlsruhe
helmut |
|
|
|
 |
fender65 Mitglied


Alter: 48 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 695 Wohnort: duisburg Fische: 2249
Status: Offline
|
Beitrag #3 vom 31.05.2005 - 21:01 Titel: |
|
|
Hallo Helmut,
also, eine Lupe habe ich leider nicht zur Hand, habe mir aber mal einige Steinchen durch die Lesebrille meiner Frau angeschaut
Rundlich ist irgendwie anders, allerdings auch nicht wirklich scharfkantig. Es handelt sich tatsächlich um Kies, wobei die 3mm Körner wohl 85% ausmachen, die kleineren sind wohl im Laufe der Zeit nach unten gerutscht...
Zwischendurch habe ich hier in der Suche mal ein wenig gelesen - in einem Thread wurde mit ähnlichen Symptomen von der "Weißmaulkrankheit" gesprochen
Hoffentlich habe ich mir kein Souvenir mitgebracht...
Letzte Beobachtungen zeigen zum Glück kein abnormales Verhalten.
Ich werde weiter beobachten und berichten.
Vielleicht kann mir ja noch jemand berichten, ob die Barteln wieder nachwachsen können?
Gruß
Frank |
|
|
|
 |
Leo Team Zierfischforum


Alter: 41 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 07.10.2003 Beiträge: 4033 Wohnort: Hall i. T. Fische: 15103
Status: Offline
|
Beitrag #4 vom 01.06.2005 - 20:06 Titel: Re: Barteln |
|
|
Hallo Frank!
Ich hatte ein paar wenige Jung-Corys (auch Matalller) gemeinsam mit einer ziemlichen Menge Jungplatys im Becken - die Barteln wurden ziemlich schnell "kürzer". Ich hab' die Corys raus, ins große Becken - die Barteln sind recht rasch wieder nachgewachsen.
Im Becken hatte ich feinsten Quarzsand - im Großen habe ich Kies und eiene "Wühlecke" - inzwischen führe ich den Bartelschwund bei meinen Tieren auf die schlechte Waserqualität zurück (überbesatz, und diese Platys sind "Dreckschleudern") - deshlb mein Tip: Größere Wasserwechsel einlegen, evtl. ein Paar Erlenzäpfchen ins Waser um die Keimrate zu senken. Falls es "schlimm" wird - sprich, es sichtlich eine Infektion wird, würd' ich sie auf alle Fälle seperat setzen und da kann man sicher mit normalem Salz oder Zimtstangen einiges wieder richten.
Servus!
Leo |
|
|
|
 |
helmut Mitglied


Alter: 63 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 7419 Wohnort: nähe Karlsruhe Fische: 28735
Status: Offline
|
Beitrag #5 vom 01.06.2005 - 21:37 Titel: |
|
|
Hallo Frank
Es handelt sich tatsächlich um Kies
Meine Frage war nicht besonders eindeutig gestellt.
Ich meinte: Quarzsand oder Quarzkies. Dabei wollte ich von dir nur hören, ob es Quarz ist. Egal ob Sand oder Kies (Quarz vorangesetzt). Der ist nicht abgerundet, sondern im allerbesten Fall sind die Kanten gebrochen.
Bei den Corydoras mußt du feinen und abgerundeten Quarzsand nehmen
Na ja, woher nehmen und nicht stehlen.
Sand: über 0,06mm bis 2,0mm
Kies: über 2,0mm bis 63mm
Gruß aus Karlsruhe
helmut |
|
|
|
 |
Leo Team Zierfischforum


Alter: 41 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 07.10.2003 Beiträge: 4033 Wohnort: Hall i. T. Fische: 15103
Status: Offline
|
Beitrag #6 vom 01.06.2005 - 21:58 Titel: Re: Sand |
|
|
Hallo Helmut!
Rein Interessehalber: Ich hatte Quarzsand aus dem Baumarkt in Verwendung "Mehlsand" wie ihn der Fliesenleger(?) oder sonstige Heimwerkerkönige zum Anmischen von Feinputz/Feinmörtel verwenden.
Der war so fein, daß ihn mein altesschwacher Innenfilter "in die Ecke" geblasen hat. Und hat sich "weich" angefühlt, wenn man im Becken hantiert hat.
Glaubst, daß soo feiner Sand scharfe Kanten haben kann, der die Barteln abwetzt? Klarerweise sind die "Kanten" unter der Lupe nicht abgerundet - ist ja logisch, den haben's mit der "Steinmühle" zerbrochen....
Servus!
Leo |
|
|
|
 |
fender65 Mitglied


Alter: 48 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 695 Wohnort: duisburg Fische: 2249
Status: Offline
|
Beitrag #7 vom 02.06.2005 - 10:37 Titel: |
|
|
Guten Morgen in die Runde,
@Helmut
Quarzsand oder Quarzkies. Dabei wollte ich von dir nur hören, ob es Quarz ist. Egal ob Sand oder Kies (Quarz vorangesetzt).
Also, auf dem Sack stand "Aquariumkies, fein" - Falls ich mich nicht irre, besteht doch Kies immer zum größten Teil aus Quarz/(SiO2)?
@Leo
von Dreien ist nur 1 betroffen, ich wechsele ca 20l wöchentlich im 60er Becken. Sonstiger Besatz: 3 adulte Guppy w, 6 Teenager Guppy w und eine Menge Baby-Guppies (ich frage mich schon lange, obwohl ich die Biester schon vor Wochen getrennt habe, warum die immer noch werfen???), Schnecken, dicht bepflanzt. WW sind pH 7,4, No2=0,025, NO3=10-20, GH=10, KH=4.
Ich werde auf jeden Fall eine Wühlecke einrichten...
Gruß
Frank |
|
|
|
 |
Grisu Mitglied


Alter: 48 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 18.04.2005 Beiträge: 161 Wohnort: A-4112 Fische: 706
Status: Offline
|
Beitrag #8 vom 02.06.2005 - 11:39 Titel: |
|
|
Hallo,
ich hab auch einen Cory, der "halbseitig rasiert" ist. Hab alle zugleich vor ca. 5 Jahren gekauft und einer davon schaut eben so aus. Scheint ihn aber nicht zu stören, - nachgewachsen ist aber auch nie was. Weiß aber nicht mehr, ob er das nicht schon von Anfang an hatte (Geburtsfehler? )
lg |
|
|
|
 |
helmut Mitglied


Alter: 63 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 7419 Wohnort: nähe Karlsruhe Fische: 28735
Status: Offline
|
Beitrag #9 vom 02.06.2005 - 19:12 Titel: |
|
|
besteht doch Kies immer zum größten Teil aus Quarz/(SiO2)?
I wo,
Frank,
tut er nicht.
Je nach dem, wie er entstanden ist, beträgt der Anteil mehr oder weniger. Bei manchen Gesteinsarten (Sandstein z.B.) kann das Bindemittel Quarz sein, die Regel ist es aber nur beim Sandstein, ansonsten kaum.
Normaler Kies ist immer gerundet (selbst die härtesten Anteile), da sie zum großen Teil zunächst mit den Endmoränen und später im Wasser zu ihren entgültigen Lager transportiert wurden. Dies bewirkt ein "Rollen" des Gesteins, daher kommt auch der Ausdruck: Rolliges Material in Verbindung mit Kies.
Nimm eine Handvoll Kies und betrachte ihn genauer. Die milchig trüben, bis glasig erscheinende Steine sind Quarz. Ansonsten kann alles mögliche darunter sein. Von Basalt, über Sandstein, bis Gabor und selbst Granit (z.T. mit sehr viel Quarz) ist möglich.
@Leo
daß soo feiner Sand scharfe Kanten haben kann, der die Barteln abwetzt
genau das glaube ich nicht!
Wir Forengeschädigte kennen das doch:
Wenn deine Corydoras die Barteln verlieren, dann ist immer der Kies schuld.
nimm abgerundeten Quarzsand und deine Corydoras fühlen sich im Fischhimmel
Die Crux dabei ist, du bekommst keinen abgerundeten Quarzsand. Ich glaube eher, es liegt am Gewicht des einzelnen Kies - oder Sandkornes. Wenn ein Corydoras im "leichten" Sand (je feiner, je besser und ganz egal ob Quarz oder nicht) mümmelt, dann passiert nichts.
Dagegen steht; man hört immer wieder von geschädigten Corydoras, die im Kies gehalten werden. Genau deshalb meine ich, dass das Gewicht des einzelnen Kornes der ausschlaggebende Faktor ist.
Solch ein Irrglaube - sofern es einer ist und da bin ich mir bei Weitem nicht sicher - kann nur in der Forengemeinschaft aufkommen. Ein Häuptling tut seine Meinung kund, und die Indianer verbreiten es weiter.
Ein gutes Beispiel sind meine macrostoma:
Ich gab ihnen "Schwarzes Wasser" und hatte Erfolg. Somit suchte ich den auslösenden Umstand bei meinem Colawasser selbst und da hätte ich lange suchen können. Ein (wirklich) guter Aquarianer brachte mich auf den Trichter.
Wohl war es das Schwarzwasser, aaber:
Zehn cm Sichtweite in meinem Becken schränkte das Revier der Mannes soweit ein, dass er das Weib nicht mehr in seinem Revier sah und er sie somit unbehelligt ließ.
Wir müssen versuche flexibel zu denken und auch die Hintergründe und mögliche Nach - und Auswirkungen in unsere Überlegungen mit einbeziehen.
Ich sagte es schon mal, wer nicht versucht hinter den Berg zu schauen, wird nie erfahren, wie es dort aussieht.
An dieser Stelle möcht ich nochmals betonen, ich muß nicht Recht haben, aber eine Überlegung ist es allemal wert.
So weit von mir.
Gruß helmut |
|
|
|
 |
Jürgen Team Zierfischforum


Alter: 44 Tierkreiszeichen:  Anmeldungsdatum: 31.01.2003 Beiträge: 4878 Wohnort: Innsbruck Fische: 8305
Status: Offline
|
Beitrag #10 vom 02.06.2005 - 21:22 Titel: |
|
|
Hallo,
interessantes Thema, geb ich zu.
Auf die Schnelle hab ich mal eine kleine Übersicht der 'Kiese' oder 'Sande' gebastelt, die ich bei mir gefunden hab (124 KB, helmut - verzeih mir).
Ich habe - vermutlich bei einigen fälschlicherweise - mal alle als Quarzkiese beschrieben. Ein Bild zeigt - als Grössenvergleich - Salzkristalle aus einer Red Sea Meersalzpackung. An den typischen Baumarktsand, wie er zum Verputzen verwendet wird, bin ich jetzt (um die Zeit) nicht gekommen, das liefere ich vollständigkeitshalber nach.
Beim Bild vom Chinchillasand war auch der Grössenvergleich interessant, es war die feinste Pampe, die ich auftreiben konnte. Interessant: die gleichmässige Kornverteilung, für Pflanzen wär das vermutlich ein 'Albtraum'.
Die ersten drei Bilder (v.li.n.re) zeigen Standard-Sande, wie ich sie in meinem Laden habe. Ersterer ist schneeweiss, zweiterer ein beiger, recht hübscher Sand, der dritte lief früher mal unter Aquarianern als 'Mainsand' und wurde häufig für Discus-Aquarien verwendet - nicht zu fein, einigermassen schön gerundet, auch Pflanzen wachsen darin sehr gut (ich verwende den auch zuhause in meinem Becken). Corydoras 'lieben' diesen Sand und rattern wie Schneepflüge durch das Substrat.
Das vierte Bild zeigt ebenfalls einen aquaristisch verwendeten Sand. Im Gegensatz zu den anderen ist er plattig bis nadelig, und man kann sich gut vorstellen, dass die Corydoras über längere Zeit auf diesem Substrat feinste Verletzungen der Barteln erleiden, die sich durch Bakterien infizieren und zum Bartelverlust führen.
Das vorletzte Bild zeigt einen weisslichen Sand von 0,1 - 0,9 mm, so stehts auf der Packung von 'Rosies Aquariumkies'. Tatsächlich sind geschätzte 10 % grösser als 1 mm, bis 3 mm, während sich die 0,1 mm Bestandteile kaum ausmachen lassen. Man kann auch schon auf dem Bild erkennen, dass die Körnchen ideal abgerundet sind, es wäre also der 'perfekte' Cory-Sand.
Oder was meint ihr dazu?
helmut:
>> Solch ein Irrglaube - sofern es einer ist und da bin ich mir bei Weitem nicht sicher - kann nur in der Forengemeinschaft aufkommen. Ein Häuptling tut seine Meinung kund, und die Indianer verbreiten es weiter.
Ich hab das nicht so recht verstanden - worin besteht nun der Irrglaube genau?
Lg
Jürgen |
|
|
|
 |
|