Ast im Aquarium

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Aquaristik" wurde erstellt von Simon, 15. Mai 2004.

  1. Simon
    Simon Bekanntes Mitglied
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    Hi Leute,

    Hab wiedermal ne Frage betreffend, die Aquarieneinrichtung.
    Undzwar suche ich einen Ast für mein neues Becken, in Philips 140l Becken steht so ein Ast empor das gefallt mir super, da man aber net oft solche weitausläufigen wurzeln bekommt habe ich ehrlichgesagt keine Idee wie ich das sonst machn soll ?
    Es gibt in Zoogeschäften solche sandgestrahlten weinreben, von denen ich aber ikmmer hör, nimm sie leiber nicht für`s aq enthalten gerbstoffe sind eigentlich für terraristik.
    Kann ich vielleicht einfach einen ausgekochten Eichenast nehmen oder was schlagt ihr mir vor ??
    Jetzt hab ich eine Idee :please: Vielleicht bambus und worauf muss ich da achten wenn ich`s im Baumarkt kauf? (färbung lack usw)
    Ast wär mir halt doch lieber.

    Mfg Polypterus
     
    #1 15. Mai 2004
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  3. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
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    Hi Poly!

    Danke, daß dir mein Ast im Becken gefällt - der Rest vom Aquarium doch auch, oder? :roll:
    Das ist ein Teil einer alten Weinrebe. Die hab ich aus dem Garten meiner Eltern. War schon sicher mehr als ein Jahr tot. Alles was ich gemacht habe ist:
    Als erstes habe ich die Rinde entfernt
    Dann habe ich den Ast auf die gewünschten Maße zugeschnitten und im Backrohr staubtrocken gemacht. (ca 100 °C)
    Naja, und dann hab ich das Teil gewässert. und nach ein paar Tagen ins Aquarium getan. Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine Fisch drin - nur meine Zebraschnecken.
    Der Ast hat sich dann nach einem Tag mit einem weißlich, milchigen Schleim überzogen.... das wird wohl das restliche Harz des Astes gewesen sein. Die Schnecken haben diesen Schleim begeistert abgegrast. Nach einer Woche oder so war alles vorbei und seither ist der Ast unverändert im Aquarium. Die Fische sind dann erst ein paar Wochen später ins Becken gekommen.

    Ich glaube nicht, daß der Ast zu irgendwelchen Ausfällen geführt hat. Die Anfänglichen Probleme (Guppysterben) führe ich eher auf meine noch fehlende Erfahrung zurück.

    Gerade was Gerbstoffe und Baumharze angeht, glaube ich, daß in der Aquaristik einiges an unbegründeter Angst umgeht. Es gibt aber sicher Ausnahmen (gifitge Hölzer - z.B. Efeu) die nichts in einem Aquarium zu suchen haben! Also nichts ins Aquarium geben, was giftig ist oder giftig sein könnte. Ich täte auch kein Holz rein, das "zu Lebzeiten" viel mit Pestiziden usw. in kontakt war.

    lg
    Philipp
     
    #2 15. Mai 2004
  4. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,
    Wenn ich mich richtig erinnere ist das eine alte Weinrebe, die Philipp von seinem Weinberg *grins* mitgenommen hat.
    Es geht schon, man kann alte und tote Rebstöcke gut verwenden. Die in der Terraristik gebräuchlichen sind teilweise brauchbar. Oft sind noch 'grüne' Teile dabei, die im Aquarium hoffnungslos schimmeln und gefährlich sind.
    Wegen der Gerbstoffe würde ich mir da keine so grossen Sorgen machen, eher schon wegen der Spritzmittel, die im Holz gespeichert sein können.

    Beim Bambus würde ich unlackierte Teile nehmen, ansonsten den Lack abschleifen. Er darf auf keinen Fall mehr grün sein und sollte innen wenn möglich keine 'Weichteile' mehr enthalten.
    Eiche kannst Du nehmen, aber grün darf das Holz nicht mehr sein. Eiche gibt übrigens sehr viele Gerbstoffe ab, den Fischbesatz dann darauf abstimmen.
    Es gibt sehr schöne Moorkienhölzer, die sich gut verzweigen. Man müsste dann 2-3 Stücke zusammenstellen oder das Glück haben, ein schönes exclusives Einzelstück zu erwerben. Mookienholz ist in letzter Zeit empfindlich teuer geworden.

    Lg
    Jürgen
     
    #3 15. Mai 2004