Im Jahr 2017: Jetzt befinden sich schon 49 Tier-und Pflanzenarten auf der EU-Liste

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Aquaristik" wurde erstellt von Tümpelhofrat, 10. November 2017.

  1. Tümpelhofrat
    Tümpelhofrat Bekanntes Mitglied
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    Guten Abend!

    Die sogenannte Unionsliste gebietsfremder invasiver Arten ist auch dieses Jahr erweitert worden, und zwar um 12 Arten, also von 37 Arten auf insgesamt 49 Arten. Somit ist deren Haltung nicht nur verboten, sondern die EU-Mitgliedsstaaten müssen auch Konzepte zur Umsetzung ihrer Eindämmung vorlegen. Dabei ist erfreulicherweise die Bevölkerung zu beteiligen. Dies soll in Deutschland gerade der Fall sein, in Österreich natürlich noch nicht!

    Zwei der zwölf Neu-EU-Invasoren sind aquatische Lebewesen aus dem Reich der Pflanzen:

    Elodea nuttallii, die Schmalblättrige Wasserpest und Myriophyllum heterophyllum, das Verschiedenblättrige Tausendblatt.

    Aktuelle kritische Literatur zu diesem Thema:


    Im Heft 10/2017 der DATZ setzt sich Christel Kasselmann mit den nunmehr verpönten wasserpflanzen auseinander.

    " Neophyten und invasive Wasserpflanzen, EU-Verordnungen und Unionsliste" heißt der eine Artikel, Seite 16 bis 31, "Verboten "Steckbriefe der betroffenen aquatischen Arten "

    der andere, Seite 32 bis 48.

    Zum Thema" Einheimische Arten schützen, gebietsfremde Arten bekämpfen (?)" und die damit zusammenhängenden vertrackten Auffassungen von "Natur" gibt es auch ein brandneu erschienenes Buch des englischen Wissenschaftsjounalisten Fred Pearse, welcher übrigens in Graz bei der Diskussionsveranstaltung "Natur in Menschenhand" anwesend war.

    Der Titel lautet: " Die neuen Wilden. Wie es mit fremden Tieren und Pflanzen gelingt, die Natur zu retten."

    Selbstverständlich habe ich beide Druckwerke käuflich erworben UND bereits gelesen. Mit einem Mal durchackern ist es aber leider nicht getan.

    Ich werde da hoffentlich in diesem Forum nicht der Einzige bleiben!

    Es wäre für Aquarianer wie für Gartenteichfreunde-manchmal wie bei mir ist das eine einzige Person!- also nicht verkehrt, sich im Jahr 2018
    mit dem Thema in allen Aspekten zu beschäftigen, zumal einige Leute der Wissenschaft noch viiiel weitergehende Fantasien entwickeln könnten.



    Mit freundlichen Grüßen aus dem Herzen der EU!

    ERWIN
     
    #1 10. November 2017
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