Minibecken sind Problembären

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Aquaristik" wurde erstellt von masterperegrin, 14. Juni 2004.

  1. masterperegrin
    masterperegrin Bekanntes Mitglied
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    Hallo ihr alle!

    Soeben hab ich mit einem SERA-Tropfentest (die sind leider nicht sehr fein gestuft und auch nicht immer so ganz eindeutig in der Aussage) 0,3 mg NO2-N Verbindungen bzw. 0,9 NO2 gemessen, das ganze in einem 18l-Zwerggarnelenbecken. Drin sind Red Crystal-Garnelen und ich versuche das Becken ohne Filter zu betreiben. Doris Widtmann schreibt, daß das geht. Sie hat allerdings um einiges mehr Erfahrung als ich... und schön langsam merk ich, daß das wohl nicht jeder auf Anhieb kann, so ein Ding stabil zu halten. Ich weiß, jeder Aquarianer sagt, 12l sind ein Blödsinn, nur für vorübergehend... mein Problem ist allerdings, daß ich für größere/mehr Becken nicht wirklich Platz in der Wohnung hab. Genug gejammert. Ist der Nitrit-Wert für die Red Crystals bereits bedenklich? Ich hab jetzt einmal frische Hornkraut-Triebe in das Becken dazugegeben und alte, vergammelte wieder einmal entfernt, sonst hängen auch schon Efeutute, Mooskugeln und auch Wasserlinsen und ein Bißchen Javamoos (sollten Nitrat senken) drin. Gedüngt hab ich jetzt auch wieder einmal, auch wenn ich das nicht so gern tue. Abgesehen davon seh ich von meinen nominell 7 Garnelen immer nur so 4-5. Schön langsam hab ich Bedenken, daß da irgendwo die restlichen zwei dahingammeln und den höheren Nitrit verursachen. Die suchen bedeutete das ganze Aqu. umkrempeln, was allerlei Dreck aufwirbelt (kein Filter!). Hätte es Sinn, mit einer Miniatur-Luftpumpe einen Luftheber mit Matte in eine Ecke zu basteln (HMF, noch nie gemacht)? Ich fürchte, das ginge aber nur, wenn ich das Becken leerräume (oh nein, nicht schon wieder!) Oder bringt es auch schon was einen Luftheber einzusetzen, der rundherum von einem Mattenmaterialklotz umgeben ist? Ich hätte das Becken halt insgesamt etwas stabiler, damit ich mich nicht dauernd mit Wasserwerten stressen muß, sobald ich einmal etwas zuviel Futter reingeb. Apropos Futter: Ich habs bis jetzt nicht geschafft, die Red Crystals mit irgendeinem Futter zu ködern. Die ernähren sich ausschließlich vom Mulm, der auf dem Boden u.s.w. liegt. Ist das bedenklich? Hmm, das waren jetzt viele Fragen auf einmal, aber irgendwie hängen sie auch alle zusammen, daher dieser dicke Absatz. Bin schon etwas entnervt mit dem Becken... auch wenn die paar Garnelen, die ich seh, einen recht glücklichen Eindruck machen (hab sie mir zwar etwas agiler vorgestellt, aber vielleicht sind sie das erst zu mehrt). Ach ja: Seit heute sind auch so um die 10-15 Turmdeckelschnecken drin.
     
    #1 14. Juni 2004
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  3. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    Hallo Peregrin!

    Ein Luftheber mit einer Schaumstoffpatrone drauf oder ein aus einem Trinkbecher selbergebastelter "Topfffilter" würde sicher etwas ausmachen....HMF braucht schon sehr viel Platz...
    Ob die Werte noch gehen, das weiß unser Garnelen-Profi - da halt' ich mich 'raus...;-)
    Futter: Algenblätter, Welstabletten-Teile, Feinfrosterbsen überbrüht -
    Auf die drei Dinge "stehen" meine Amanos, und sind sehr dahinter her...
    Aja - mach Dir keine Sorgen, daß die den Mulm fressen, Garnelen sind echte kleine "Müllschlucker", soll ja nahrhaft sein...

    Servus!

    Leo
     
    #2 14. Juni 2004
  4. masterperegrin
    masterperegrin Bekanntes Mitglied
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    Wie bastelt man sowas und wie funktioniert der? Noch nie gehört. HMF ist mir eh zu aufwendig. Hab übrigens nach 50%-Wechsel am nächsten Tag Nitrit nochmals gemessen und da war eh keins mehr wirklich zu erkennen! Vielleicht haben die Schnecken im ersten Moment dem Becken zugesetzt.
     
    #3 14. Juni 2004
  5. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    Eigenbau-Topffilter

    Hallo Peregrin!

    Mal sehn, ob ich das mit dem Filter erklären kann:

    Du nimmst einen Trinkbecher, füllst unten etwas Kies rein (damit er untergehen kann, ein kleiner Stein tuts auch)
    Du schneidest Dir aus Schaumstoff/Filterwatte/Filter-Schaumstoff...
    ein Teil, das genau in den Becher paßt.
    In die Mitte vom Schaumstoffteil ein Loch gebohrt/geschnitten, da kommt ein fingerdicker Schlauch durch - bis fast zum Becherboden und knapp unter die Wasseroberfläche vom Becken soll er reichen.
    In den Fingerdicken Schlauch hängst den Luftschlauch (am Ende schräg anschneiden) von der Luftpumpe--- da ist's aber praktisch, wenn Du entweder die Pumpe drosseln kannst/oder einen Lufthahn dazwischenschaltest....fertich.
    Die aufsteigenden Luftblasen pumpen Wasser mit - ganz wie bei den Luft-Blubberfiltern der Aquarianergeneration VOR unserer Zeit...HiHi (Da gab's die tollen Wasserpumpen noch nicht in so klein oder waren die damals einfach nur "schweinisch teuer"?)

    Ich hab normalen Schaumstoff genommen und hatte darunter im Becher noch Platz für Filterforf.
    Foto hab' ich gemacht, hatte aber echt noch nicht die Zeit, mich im Ziffo auch noch mit der Galerie zu Plagen (kommt schon...ich üb' grad drüben im cuko-forum...)
    Für Dein Minibecken kannst ja anstatt Trinkbecher alle anderen möglichen und unmöglichen Behältnisse ausprobieren ....
    Kann man auch "in Groß" bauen, mit größeren Behältern....

    Warnung: Mich (und meine Frau) hat das Blubbern ziemlich genervt!)
    :twisted:

    Großer Vorteil: Jungfische können da nicht mitreingesaugt werden, ganz toll! :mrgreen:

    Na denn: Viel Spaß beim Ausprobieren und tüfteln....

    Servus!

    Leo
     
    #4 17. Juni 2004
  6. masterperegrin
    masterperegrin Bekanntes Mitglied
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    Danke für die Ausführungen! Hier hab ich schon einmal was ähnliches gesehen, etwas primitiver als die von dir beschriebene Variante. Ich halt aber den Becher für technisch besser, weil das Wasser eher "in die richtigen Wege geleitet" wird als bei einer Filtermatrix, die allseitig offen ist, wie hier http://www.gantschnigg.net/minibecken/ im dritten weißen Rahmen von oben beschrieben wurde. Bei richtiger Aussteuerung der Strömungsgeschwindigkeit sollte sie beim Topffilter im ganzen Filtermaterial ungefähr gleichmäßig sein, muß sie nur noch die richtige Größe haben, was man aber (empirisch nach einigen Versuchen) am einfachsten mit dem Durchmesserverhältnis der beiden Schläuche und natürlich dem Becherdurchmesser und evtl. noch der Länge des luftdurchströmten Schlauchzwischenraumes aussteuern kann. Gegen den Topffilter spricht aber wiederum die größere Oberfläche (relativ zur Baugröße) des "offenen Filters", die mit reaktiven Organismen bewohnt wird. Gescheit find ich hier, daß der Herr Gantschnigg mehrere Löcher in den Schlauch gebohrt hat, somit wird es auch bei diskontinuierlicher Verteilung irgendwo auf der Mattenmaterials-Oberfläche partiell die optimale Strömungsgeschwindigkeit für denitrifizierende Bakterien geben denk ich... wenn dann auch noch Sachen wie Javamoos viel Platz rundherum haben sozusagen das bakterienbewohnte Filtervolumen nochmals auf ein Vielfaches zu steigern, dann gefällt mir die Variante fast besser. Werds mir noch überlegen, was ich tu, auf jeden Fall brauch ich jetzt einmal eine Luftpumpe, sunst geht gor nix. Danke jedenfalls für den Tip (Tip mag ich nicht mit zwei p schreiben)!
     
    #5 17. Juni 2004
  7. Roman König
    Roman König Bekanntes Mitglied
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    hallo du!

    vergiss einfach wieder ganz schnell die filter, du kannst so ein becken absolut technikfrei betreiben, da bei der größe die bepflanzung eine natürlich wichtige rolle spielt, würde ich empfehlen hornkraut ins becken zu geben, schon hast kein nitrat mehr, achja, hornkrat kannst von mir kübelweise aus dem teich haben, und ich mein damit so 10l eimer

    lg

    roman
     
    #6 10. Juli 2004
  8. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo Peregrin,

    >> 0,3 mg NO2-N Verbindungen bzw. 0,9 NO2

    0,9 mg/l NO2 ist für Fische schon ziemlich nah an der Lethalgrenze. Bei Garnelen ist meines Wissens die Ammoniak-Form des Stickstoffs um einiges schädlicher als die Nitrit-Stufe.

    Den Unterschied von Nitrat-Stickstoff NO2-N und NO2 hat Werner in der de.rec.tiere.aquaristik erklärt.

    Lg
    Jürgen
     
    #7 10. Juli 2004
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