Theorie <-----> Praxis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Aquaristik" wurde erstellt von Tatjana, 25. September 2004.

  1. Tatjana
    Tatjana Bekanntes Mitglied
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    Hi Forianer,

    habe mir so einige Gedanken gemacht. Da ist bei mir die Frage aufgekommen, was ist wichtiger in der Aquaristik; viel Theoriewissen mit wenig Praxis? Viel Praxis mit wenig Theoriewissen? Das die Kombination beider am Besten ist, ist klar. Was ist besser, sich das Wissen aus dem Netz zu holen oder Bücher zu lesen?
    Warum diese Frage? Weil ich relativ wenig Praxiswissen habe, betreibe die Aquaristik seit 13 Monaten, aber ich habe versucht mir möglichst viel Wissen anzueignen, einfach desshalb weil es mich brennend interessiert.
    Habe aber die Erfahrung gemacht, dass man gewissen Sachen zwar lesen kann, aber es besser ist, wenn man es erlebt.
    Was denkt Ihr da? Was macht einen guten Aquarianer aus?
    Ich hoffe ich habe mich verständlich genug ausgedrückt.
    lg
    Tatjana
     
    #1 25. September 2004
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  3. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    Re: Tatjana

    Hallo Tatjana!

    Ein schönes Thema!
    Dazu muß ich sagen: Das ganze Gelese bringt nix, wenn man es selber nie ausprobiert hat - Schönes Beispiel: Artemia ausschlüpfen lassen und verfüttern: Lies ide Anleitung und mach. Vieles steht in der Anleitung nicht drin, kommt man erst drauf, wenn man macht.
    Nächstes Beispiel: Mach den Führerschein. Gut - am Ende bestehst Du eine Prüfung - kannst dann "richtig" Autofahren? Nein. Erst wenn Du gewisse Situationen selber erlebt&richtig/falsch reagiert hast, kannst mitreden.
    Das Wichtigste in meinen Augen: Nicht stehen bleiben und vorausschauen - und zu den Büchern: Leider gibt's immer wieder Fische, die haben die Bücher nicht gelesen - da kommst auch noch drauf.
    Und weil's sicher kommen wird: Ich halte von einer Information aus einem Buch mehr, als von einer aus'm Netz.

    Servus!

    Leo
     
    #2 25. September 2004
  4. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hallo Tatjana,

    die Frage Theorie versus Praxis läßt sich nicht so einfach beantworten!
    Das hängt sehr vom betreffenden Thema ab.
    Ich nehme mal Guppies und die Frage - wann gebären sie?

    Da habe ich so oft gelesen "eigenartiges Verhalten" "Trächtigkeitsfleck"...; aber erst als ich es ein paarmal gesehen habe war mir klar, wie es wirklich ist!

    Umgekehrt ist es z.B. bei der Wasserchemie: du kannst mir gernen zusehne, wie ich Osmose und LW mische - lernen wirst du daraus nichts!!
    Ausser vielleicht ein paar praktische Tips, aber das ist hie eher nebensächlich.
    Wenn du hingegen verstanden hast (gelesen, gehört), wie das mit KH / GH / PH / Öha :) abläuft ist das sicher ein wichtiger Schritt zum "guten Aquarianer".

    Was ist ein "guter Aquarianer" - IMHO jemand, dessen Becken gut läuft (laufen). Den Fischen geht es gut, die Pflanzen gedeihen,.....
    Aber nicht nur so "irgendwie", sonder wirklich gut.
    Motto: zeige mir dein Becken und ich sag dir wir "gut" du bist.

    Klar, der eine hat es einfacher, da kommt das Dikusswasser aus der Leitung, der anderer hat es schwieriger.
    Aber einer, der im reinen LW ein Rudel Mollies ordentlich hält ist siche ein besserer Aquarianer, als einer, der mühsam Diskusswasser bastelt und bei dem die Tierchen dann "vegitieren" müssen.

    Auch hier stellt sich, trotz der einfachen Antwort die Frage - wie definieren wir GUT?
    Ein guter ist z.B. einer, der in einem Forum wie hier den Leuten vernünftig hilft.
    Aber einer, der es nicht so mit dem "Reden" hat, kann genausogut ein "guter" sein.
    Es wird zudem immer den "Praktiker" mit Gespür geben; der nimmt das Wasser wie es kommt, macht Wasserwechsel wie es ihm vorkommt....aber den Fischen geht es super!!
    Der andere hingegen, dessen Fischen es auch super geht, hat 2 Messkoffer, 3 Irgendwasmessgeräte, eine Vollentsalzungsanlage, CO2 Zugabe, "Sondermaterialfilter" die er mit Torf und was weiss ich befüllt; mit anderen Worten - er läßt es nicht "einfach so laufen" sondern macht eine Wissenschaft draus.

    Beide können gut und schlecht sein!!

    Ein letztes Wort zur Praxis - ich halte es für legitim auch in dem Fall von Praxis zu sprechen, wenn man die Erfahrungen des Bruders, Nachbarn, usw. teilt.
    Auch ernsthafte Gespräche (wenn es sich um die Wahrheit handelt) können einem Praxiswissen vermitteln.
    Am besten ist es - wie Leo schon sagt - selber machen!

    Nun zur finalen Frage - Buch oder Netz?
    Ich bin so frei diese Frage um einen Punkt zu erweitern: Gespräch

    Bücher - es gibt gute und schlechte. Wenn ich 10 zum gleichen Thema kaufe werde ich mir aus allen "was rauslesen" können, bzw. "mein" Buch finden.
    --Die "Vielfalt" kostet hier richtig Geld.
    ++Man kann ein Buch auch im Bett, am Strand bzw. am Klo lesen
    .....Laptop im Bett ist mir zu stressing, am Klo habe ich leider noch keinen Internetanschluss (nur in Schlafz., Wohnz., Kinderz., Wintergarten, Abstellraum und Küche) werde evtl. mal über WLAN nachdenken
    ++Ersthafte Ergänzug: ein Buch ist handlicher als ein Computer


    Netz - das Netz ist riesig, was dazu führt dass sehr viel "Blödsinn" zu finden ist. Aber auch sehr viel gutes!
    Hier ist man selbst gefordert - man muss sich alles mögliche anschauen, muss es beurteilen, und hat so richtig Arbeit, bis man seine Infos beisammen hat.
    --Unhandlich (nix Bett)
    --Recherchearbeit
    ++Breites Informationsspektrum
    ++Aktuelle Informationen
    ++Hohe Informationsdichte
    .....Wenn ich z.B. 30 Zuchtberichte lese kann ich daraus (auch wenn manche davon "schwach" sind) extrem viel lernen

    Gespräch - das ist eine der wichtigsten Wege um Informatione auszutauschen. Vor Gutenberg bzw. der Erfindung des Internets war es praktisch der einzige Weg.
    Mit einem zu sprechen, der z.B. Fisch XXXX hält bringt sehr viel Praxiswissen.
    --Man muss die Leute finden
    ++Man kann sofort nachfragen
    ++Man kann Unklarheiten ausräumen
    ++Man kann evtl. auch was ansehen / anfassen

    Ach ja, was bleibt sind Foren!
    Ich habe die beim Netz bewußt ausgelassen!
    Ich würde die ähnlich dem Gespräch sehen.
    Also Buch kontra Internet (ohne Foren, NGs usw.)
    und Gespräch kontra Forum
    Das Forum ist
    --unhandlich (Strand....)
    --"aufwendiger" schreiben statt sprechen
    ++Wie ein Gespräch mit vielen Partner
    ++Automatisch protokolliert - man kann nach Monaten noch nachschauen, was man damals gesprochen hat
    .....bzw. "Nachlauschen" was andere gesprochen haben



    Für mich persönlich reihe ich das ganze nach Wichtigkeit so
    Bei Anschaffung von "Grundwissen"
    Internet
    Buch
    Gespräch
    Forum

    Bei akuten Fragen
    Gespräch (wenn kompetenter Partner vorhanden ist)
    Forum
    Internet
    Buch
    Gespräch (wenn nur ein "halbwegs passender" Partner vorhanden ist)

    lg

    Manfred
     
    #3 25. September 2004
  5. Tatjana
    Tatjana Bekanntes Mitglied
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    HI ,

    @ Leo ....ich würde sagen jein. So wie ich das von Dir verstanden habe, meinst Du hauptsächlich die Praxis machts?! Da möchte ich Euch eine kleine Geschichte nicht vorenthalten:
    Ich habe einem Aquarianer ein 112l Becken abgekauft, wobei ich erst im Nachhinein erfuhr dass er es nur mit kompletten Fischbesatz abgibt, das erklärte mir der Mann erst am Telefon. Ich fragte nach dem aktuellen Besatz. Seine Antwort lies mich ein wenig stutzig werden: Ich weiss es nicht genau, da ich mich nicht so genau auskenne. Ich glaube 5 Neon, ein paar Putzer und so Salmler. Der wirkliche Besatz sah folgendermassen aus:
    6 Ancistren
    3 Corydoras Aenus
    2 Dornaugen
    4 Schmucksalmler
    1 Zitronensalmler
    5 Neon
    1 Zwergkrallenfrosch
    Also ich weiss wieviele Fische ich habe, schau jeden Tag obs jedem gut geht , was sie treiben und ob alle fressen. Zumindest bei den Adulten ist das so! Bei den Babys verliert man leicht den Überblick, wer wer ist.

    Ich fuhr nach München und was ich da erblickte, lies mir aber wirklich alle Haare zu berge stehen. Als ich das Becken sah musste ich erst mal schlucken und lächelte nur Anstandshalber.
    Dieser "Gute" Mann hatte dieses Becken seit 7 Jahren! Das mal vorweg. Also somit 7 Jahre Praxis. Das Becken selbst sah aus wie seit ein paar Wochen vergessen. Es war enorm dunkel, zwei Pflanzen waren drin, zwei Wurzeln und unmengen Plastikpflanzen. Er hatte einen Innenfilter mit 450l/h und einen Aussenfilter Eheim 2213 laufen. Der Boden war ein Kiesel-Sandgemisch und übersät mit braunen fast schwarzen Algen.
    Sein Kommentar beim Ausräumen des Beckens war noch: Ach, der Frosch lebt ja auch noch. Und auf meine Frage, wieviele Welse es wohl sind; keine Ahnung. Der Mann gab mir dann noch alles an Utensilien mit was er hatte. Dabei auch eine Dose abgelaufenes Flockenfutter.
    Die Glasplatte die er oben noch drin hatte, lies ich dann gleich bei ihm. Erstens ist sowas absolut nicht notwendig. (Weiss bis heute nicht warum er das hatte), zweitens hatte er die Glasplatte plus darüber die Abdeckung, was das ganze Becken zusätzlich zu den alten Röhren verdunkelte. Das ganze AQ war extrem verdreckt. Die Wasserwerte von ihm habe ich zuhause gemessen, (damit ich weiss, wie langsam ich seine Fische bei mir einsetzen muss), die waren eher im roten Bereich. Ich habe fast den ganzen Besatz an gute Plätze vergeben. Einzig die 5 Neonsalmler und den Zwergkrallenfrosch behalten. Übrigens ist der Frosch ( nach ein bisschen Eingewöhnung) bei mir relativ viel am Weg. Mischt sich beim füttern auch voll ins Geschehen. Ich sehe ihn täglich mehrmals und habe die grösste Gaudi mit ihm.
    Fazit: Dieser Mann hatte 7 Jahre Praxis und sooooo ein Aquarium. Da hat Manfred schon recht; zeig mir Dein Aquarium und ich sage Dir wie gut Du bist.
    Ich habe um einiges weniger Praxis und glaube zu behaupten dass ich sicher mehr weiss als dieser Mann. Ich lese viel, (Foren und Net, Bücher werden auch immer mehr) und ich verbringe viel Zeit meine Becken und ihre "Insassen" zu beobachten.
    Ich glaube ein guter Aquarianer macht folgendes aus: <b>Wie gross ist sein Interesse an der Materie.</b>
    lg Tatjana
     
    #4 25. September 2004
  6. helmut
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    Hallo Tatjana

    Dieser Vergleich hinkt.

    Er hat keinerlei Erfahrung gesammelt, sondern ist auf der Stelle herumgetrampelt.

    Erfahrung, es wurde schon an anderer Stelle geschrieben, läßt sich durch nichts ersetzen.

    Gruß aus Karlsruhe
    helmut
     
    #5 25. September 2004
  7. Pre
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    @tatjana, schließe mich helmut an, der vergleich ist keiner!!!

    wer sein hobby ernsthaft betreibt, wird aus erfahrung, probieren und literatur klug.

    vieles was in der literatur steht läßt sich pauschal nicht anwenden, da immer andere aspekte mit einfließen müssen (die eigenen).

    bücher, internet foren und sonstiges dienen mir dazu einen anderen blick zu erhalten und neue ideen und lösungen zu erdenken.
    nur so macht ein ernsthaft betriebenes hobby spass und letztenendes sind wir alle die es ernsthaft (zumindest versuchen) forscher!!!
     
    #6 25. September 2004
  8. ManniAT
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    Hallo Tatjana,

    lange ein Becken haben - heißt nicht Praxis zu haben.
    Ich differenziere zwar und sage, dass es Gebiete gibt, wo Theorie wichtiger als Praxis ist, aber unter Praxis verstehe ich wirklich was anderes, als das Wasser n Jahre im Becken zu behalten!

    In dem was Pre sagt sehe ich eine Bestätigung meiner "Netz wichtiger als Buch" Annahme, weil ich im Netz ein wesentlich weiteres Spektrum an "Meinungen" habe als in ein paar Büchern.

    lg

    Manfred
     
    #7 25. September 2004
  9. xam
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    Das sollte meiner Meinung nach der Anfangszustand sein. Sprich: bevor man sich sein erstes Becken einrichtet, sollte man die wesentlichen Kapitel der Aquaristik in der Theorie beherrschen.

    Das klingt für mich nach Try&Error. In der Tierhaltung ist so etwas IMHO nicht angebracht.

    Ich bin jemand, der gerne Bücher im Regal stehen hat. Klassiker reizen mich am meisten. Ich bin aber auch jemand, der sich das nicht leisten kann ;-)

    Momentan lebe ich von der Informationssuche im Netz. Die hat klarerweise Vor- und Nachteile. Der größte Nachteil ist wohl, dass jeder Vollkoffer seine Meinung als Tatsache verkaufen kann. Und jeder Koffer kann von jedem Vollkoffer abschreiben, so dass sich diese Tatsachen dann auch noch recht schnell verbreiten und festsetzen. Hier muss der Leser selbst einschätzen, wem und was er glaubt.
    Die Vorteile sind natürlich die große Fülle und Aktualität der Informationen. Man kann sich zu einem Thema viele Meinungen einholen und miteinander vergleichen. Da kommt wohl kein Buch mit.

    Neugierde. Neugierde an der wunderbaren komplexen Welt hinter der Glasscheibe. Interesse an dem, was in seinem Aquarium geschieht. Er muss beobachten können.... und wollen. Gute Aquarianer verbringen viel mehr Zeit vor ihren Becken als für ihre Pflege notwendig wäre. Er muss Veränderungen erkennen und er muss erkennen können, wenn es nötig ist, einzugreifen. Ein guter Aquarianer ist nicht deshalb gut, weil bei ihm nie etwas schiefläuft, er ist deshalb gut, weil er es frühzeitig erkennt und das nötige Wissen/die nötige Erfahrung hat um zu wissen, wie er zu reagieren hat.

    Aquaristik ist für mich viel mehr als nur Tierhaltung. Aquaristik ist Zoologie, Botanik, Chemie, Physik, Regel-und Messtechnik, (Unterwasser)Gartengestaltung, Ökologie, Ökonomie u.v.a.

    Gruß,
    Markus
     
    #8 25. September 2004
  10. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hallo Markus,

    bis jetzt habe ich noch immer was an deinen Beiträgen zu "kriteln" gehabt
    und du an meinen :lol:

    Hier kann ich dir nur zu 100% zustimmen!!

    Besonder diese im Fließtext verborgene Aussage trifft den Kern:
    Ein guter Aquarianer ist nicht deshalb gut, weil bei ihm nie etwas schiefläuft, er ist deshalb gut, weil er es frühzeitig erkennt und das nötige Wissen/die nötige Erfahrung hat um zu wissen, wie er zu reagieren hat.


    lg

    Manfred
     
    #9 25. September 2004
  11. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    Re: Theoretisch&Praktisch

    Hallo Tatjana!

    Irgendwie hast das falsch verstanden: Ich bin klar dafür, sich bevor man was tut darüber zu informieren - habe aber auch lernen müssen, daß man über manches zwar nachlesen kann, es aber erst "richtig" kapiert, wenn man's selber gesehen hat/gemacht hat.
    Dein Münchner mit seiner ungepflegten Fischsuppe hat sich weder theoretisches noch praktisches Wissen angeeignet - der hat nur gemacht und wahrscheinlich nicht 'mal oft nachgeschaut - mit dem setz mich bitte nicht in ein Boot.
    Apropos München: Da kannst theoretisches Wissen vorab per Internet einholen, wie Du willst - nur über die S-Bahnverbindung vom Hotel zur Wiesn und welche Karte man aus'm Automaten ziehen muß und wie der Weg von der S-Bahn-Station zum Oktoberfest geht/aussieht, an welcher Ecke man in welcher Straße weitergehen muß...
    Wennst das selber 'mal mitgemacht hast, sagst nachher: steig' dort aus, wo alle aussteigen und geh' dem Strom von Menschen nach (bzw. laß dich hinschieben) - das kannst vorher nicht nachlesen, das nenne ich "Praxiserfahrung".
    Und zurück zur Aquaristik: Theoretisches Wissen sammeln und bunkern ist eine Seite, etwas auf Basis dieses Wissens zu machen eine andere - es soll sich gegenseitig ergänzen und ineinandergreifen.
    Einen guten Aquarianer zeichnet in meinen Augen vor allem ein langer Geduldsfaden aus, desweiteren in "Gefühl" dafür zu haben, was in dem Lebensraum vorgeht - ob Pflanzen und Fische grad lachen oder weinen - dann wird das meiste klappen. Einen Blick dafür zu haben, was vorgeht, das kann man nirgends nachlesen, dazu mußt ein paar Stunden (??) den Fischen zugesehen haben, deshalb bin ich da mehr Fan der Praxis, wenn Du willst.
    Und was Informationen betrifft: offen für Neues sein und auch einmal Neues selber ausprobieren - theoretisches Wissen kann dazu nur die Basis oder "der Funke sein" - "weiterbrennen" muß ein guter Aquarianer selber.

    Servus!

    Leo
     
    #10 25. September 2004
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