Verdunstungswasser nachfüllen? Kupferleitungen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Aquaristik" wurde erstellt von Anonymous, 2. August 2004.

  1. Anonymous
    Anonymous Gast
    hi,
    ich möchte mir ein becken ohne abdeckung (ca. 200l) einrichten. ist ein ganz normales gesellschaftsbecken mit hamburg. mattenfilter und efeutute für nitrat.
    wenn ich jetzt das verdunstete wasser einfach mit leitungswasser nachfülle, wird das mit der zeit nicht immer härter...ich meine natürlich das im becken verbliebene wasser? :)

    gibt es andere möglichkeiten als mit osmoseanlagen, dest. wasser, usw.?...oder genügt LW?

    die ungefähren eckdaten meines leitungswassers sind:
    pH: 7,2 gH: 4,5 KH: 3,9 Leitwert: ca. 150

    wie ist dieses ausgangswasser aus aquaristischer sicht? ich will nicht züchten, nur soll's den fischen gut gehen.

    habe Kupferleitungen im haus, was muss ich hier beachten?

    ein super forum habt ihr!!! :wink:
    gruss
    Axel Rodi
     
    #1 2. August 2004
  2. Anzeige
     
  3. Starbuck
    Starbuck Mitglied
    Registriert seit:
    20. Juli 2004
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hannover
    Hallo!

    Zuerst einmal - ich habe auch ein offenes Becken, 45 L (50x26x30qcm), und entsprechende Verdunstung im Laufe einer Woche (ca. 1-2 cm). Das kann man gut erkennen!
    Ich wechsele daher wöchentlich ca. 25-30% des Wassers, ein Verschnitt aus 1:1 Aq. dest. und Leitungswasser (pH 7.5, GH 15, KH 6) angereichert mit Torfextrakt, so daß ich eine GH von 9-10, KH ~2, pH 6.5 annähernd konstant halten kann.
    Bei alleinigem Auffüllen des verdunsteten Wassers würde sich das Wasser im Aquarium aufhärten, da die Salze im Wasser ja nicht mit verdunsten können und die Assimilation durch die Pflanzen in dieser Größenordnung nicht gegeben ist. Ferner würde sich auch Nitrat als Endprodukt anreichern - auch aus denselben Gründen. Zwar ist Nitrat erst in größeren Konzentrationen toxisch, jedoch reagieren einige Fischarten schon auf leichte Anreicherungen im Wasser empfindlich (Diskus u.a.).
    Aber allein schon, was die Größe der Verdunstung angeht, die ja mit der Oberfläche zunimmt, würde ich dir bei 200 L davon abraten, es sei denn, du bist bereit, den Aufwand zu treiben - sprich wöchentlich/alle 14 tage ~80 L Wasser wechseln (und auffüllen). Das Wasser an sich ist prima. Die meisten Apistogramma-Arten (Ausnahmen nicht ausgeschlossen!) u.a. sollten problemlos darin zu pflegen (und auch zu züchten) sein. Schönes weiches Wasser
    Grüße

    Sascha


    D 304120


    p.s. Was das Kupfer angeht - Leitungen können natürlich korrodieren, in disem Fall Kupferionen freisetzen. Du solltest vielleicht mit einem einfachen Test das Wasser darauf untersuchen. Kupfer ist ab bestimmten Konzentrationen schädlich/toxisch. Notfalls solltest du versuchen, eine Abzweigung VOR den Kupferleitungen zu finden...
     
    #2 2. August 2004
  4. Anonymous
    Anonymous Gast
    hallo starbuck, danke erst mal für die antwort.
    ich bin mir nicht sicher wie das gemeint hast, aber dass ich wasser wechseln muss war mir schon klar ;-) es ging mir nur um's nachfüllen des verdunstungswasser.

    das heisst jetzt wohl dass ich auf jeden fall dest. oder osmosewasser nehmen muss, oder? werde mir dann eher eine osmoseanlage kaufen, auf dauer dest. wasser zu kaufen geht ja auch in's geld.
    was könntet ihr da empfehlen?

    gruss
    Axel Rodi
     
    #3 2. August 2004
  5. Starbuck
    Starbuck Mitglied
    Registriert seit:
    20. Juli 2004
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hannover
    Hallo!

    Ach so ja...wollte dir natürlich keine Doofheit unterstellen!!! ;-)
    Aber hätte ja sein können, daß du an ein "ich-fülle-nur-Verdunstungswasser-nach" Becken gedacht hast. Findet man durchaus in Foren als Anfrage.
    Leider weiß ich über die im Handel erhältlichen UOAs nichts.
    Aber du solltest schon mit entmineralisiertem Wasser auffüllen, da du mit normalem Wasser (auch mit weichem) stets einen Mineraleintrag hast, der beim Verdunsten des Wassers im Becken verbleibt. D.h. im Laufe der Zeit (schneller oder langsamer), je nach Härte des Leitungswassers reicherst du das Aquarienwasser mit verschiedenen Ionen an. U.a. steigt also auch die Härte.
    Grüße
     
    #4 2. August 2004
  6. Anonymous
    Anonymous Gast
    danke nochmal!

    vielleicht hat sonst jemand erfahrung mit osmoseanlagen??

    gruss
    Axel Rodi
     
    #5 2. August 2004
  7. Anzeige