Rezept zur Herstellung von "Algensteinen"

Dieses Thema im Forum "Bastel-Ecke" wurde erstellt von Jürgen Ha, 13. April 2003.

  1. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo! :respekt:

    Immer wieder scheitert die Nachzucht von algen- oder aufwuchsfressenden Saugwelsen, z.B. Sturisoma aureum, Farlowella acus oder Welse aus der Gattung Hypancistrus, am fehlenden oder falschen "Erstfutter" für die Jungfische oder Alttiere.

    Erfahrene Welszüchter halten deshalb stark beleuchtete Aquarien, die sie veralgen lassen, für Nachzuchten bereit. Auch das Sammeln von veralgten Steinen aus sauberen Gewässern kann eine gute Lösung sein, den jungen Welsen das wichtige Algenfutter zur Verfügung zu stellen. An diesen Steinen haften neben Grün- und Kieselalgen auch noch jede Menge tierischer Einzeller, die dann von den Jungwelsen mit "abgeweidet" werden können. Wer sich diese mühsame Arbeit des Steinesammelns ersparen möchte und gleichzeitig sicher gehen will, dass man sich keine Fischparasiten einschleppt, der soll einmal das von mir früher selber
    verwendete

    Rezept zur Herstellung von "Algensteinen"

    ausprobieren.

    Eine Möglichkeit, Algenkost herzustellen, die für die Ernährung von
    algenfressenden Harnischwelsen und für die Jungfisch-Aufzucht vieler
    Arten von Saugwelsen überhaupt erst möglich machen. Sie benötigen
    dazu 1 altes Aquarium ca. 60 Liter oder einen alten Bottich (möglichst
    nicht schwarz), 15 kg weisse, möglichst flache Steine,
    Grünpflanzendünger, Wasserpflanzendünger.

    Stapeln Sie die Steine so ins Aquarium, dass möglichst viel Oberfläche
    direkt vom Sonnenlicht beschienen werden kann. Sie können auch alte
    Speiseteller oder Altglasscheiben nehmen. Stellen Sie das Aquarium im
    Freien auf der Terrasse oder Balkon so auf, dass es vormittags und
    nachmittags direktes Sonnenlicht erhält und vermeiden Sie eine direkte
    Sonnenbestrahlung um Mittag, um das Wasser nicht zu sehr zu
    erwärmen. Das Aquarium zu 1/3 mit Wasser aus einem (wenn möglich)
    fischlosen Tümpel füllen und mit Leitungswasser auffüllen. Substral
    oder ähnlichen stickstoffreichen Flüssigdünger in der Empfehlung für
    Blumentopf-Giesswasser zugeben, Flüssigdünger für Aquarienpflanzen in
    der doppelten empfohlenen Dosierung zugeben. Fertig!
    Nach spätestens einer Woche haben Sie wunderschön veralgte Steine
    oder Teller, die Sie zum Abraspeln ins Welsbecken geben können.

    Fadenalgen, die Ihr Algenbecken zuwuchern können, muss man
    regelmässig entfernen. Holen Sie sich nicht den Teufel ins Haus, indem
    Sie eine Veralgung Ihres Pflanzenaquariums riskieren - also die Steine
    lieber nicht ins Gesellschaftsaquarium geben!
    Auch Labeotropheus oder andere aufwuchsfressende Cichliden werden
    sich mit einem wahren Heisshunger über den Leckerbissen hermachen.
    Den abgeweideten Stein oder Teller einfach wieder ins Algenzucht-
    aquarium geben. Sie können als "Algentellerhalter" im
    Algenzuchtaquarium auch diese praktischen Abtropftassen
    nehmen, in die man nach dem Abwasch die gespülten Teller steckt.
    Vergessen Sie nicht, auch im Algenaquarium den regelmässigen
    Wasserwechsel und die Nachdüngung, und achten Sie darauf, dass
    der pH-Wert durch biogene Entkalkung (= Alkalisierung) nicht über pH 8,5 ansteigt.

    Viel Erfolg beim Algenzüchten,

    meint :spin:
    Lg
    Jürgen
     
    #1 13. April 2003
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  3. Robin
    Robin Bekanntes Mitglied
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    Toll

    Hi Jürgen

    Echt toll die Algensteinen. Könnten tatsächlich beim Züchten von welsen helfen.

    Würde ich zwar auch nie tun aber ein mittel gegen die fadenalgen gibts: Amano Garnelen. Die sollen echte Fadenalgenfresser sein! Habe auch selbst die Erfahrung gemacht! Seit ich 6 Amanos habe: Keine Algen!


    Robin
     
    #2 14. März 2004