Algenplage

Dieses Thema im Forum "Forum für Einsteiger" wurde erstellt von checkerpig, 14. Oktober 2004.

  1. checkerpig
    checkerpig Aktives Mitglied
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    Hallo Leute,

    lasse gerade mein grosses Becken einlaufen, ist jetzt in der 2. Woche und so langsam hab ich da eine richtige Algenplage drin. Der NP kam noch nicht. Ich habe wie es aussieht 2 Algenarten da drin.

    Die eine sieht wie grüne Fäden aus die sich an den Scheiben und auf den Pflanzen absetzt. Die andere sieht eher wie rötliche Flocken auf den Pflanzenblättern aus.

    Was wäre dann zu tun? Legt sich das wieder von allein? Ich habe noch keine Schnecken, Garnelen oder sonstiges drin.

    Wie sieht das mit den Pflanzen aus? Wenn die Blätter voller Algen sind kann das doch nicht gesund für die sein?

    Bin für jede Hilfe dankbar.

    Gruß

    checkerpig
     
    #1 14. Oktober 2004
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    >> Der NP kam noch nicht.

    Wie sollte der Nitrit-Peak auch 'einfach so' kommen, wenn keine Ammonium/Ammoniak-Produzenten (sprich: Fische) drin sind und die Pflanzen bzw. die Algen vorhandene Ammonium-Spuren gleich in Biomasse umbauen?

    >> eine sieht wie grüne Fäden aus die sich an den Scheiben und auf den Pflanzen absetzt. Die andere sieht eher wie rötliche Flocken auf den Pflanzenblättern aus.

    Einmal Grünalgen, einmal (vermutlich) Kieselalgen.

    >> was wäre dann zu tun? Legt sich das wieder von allein? Ich habe noch keine Schnecken, Garnelen oder sonstiges drin.

    Nein, von selber werden die Algen nicht weniger, man muss schon ein wenig eingreifen, wenn man nicht einen 'naturnahen' Tümpel im Wohnzimmer haben möchte.

    Aquarien sind in der 'Einfahrphase' eigentlich immer mehr oder weniger von verstärktem Algenwachstum 'bedroht': die Pflanzen wachsen noch nicht so richtig, Nährstoffe sind meist durch zu gut gemeinte Anwuchshilfen (Depotdünger, Flüssigdünger) im Überfluss vorhanden. Im Kampf um die Ressourcen können Algen wesentlich schneller auf Ungleichgewichte reagieren und sich an die momentan herrschenden Bedingungen anpassen. Das ist auch der Punkt, wo man bei der Algenvorbeugung ansetzen kann: die momentan herrschenden, für Algen vorteilhaften Bedingungen, mittel- und langfristig in pflanzenfreundliche bzw. förderliche Bedingungen umwandeln.

    Wurde ein Initialdünger verwendet --> Teilwasserwechsel von 50 % an drei Tagen hintereinander durchführen (Wirkung: Reduzierung ausgewaschener Nährstoffe)

    Wird Flüssigdünger verwendet --> Düngergabe einstellen bzw. mit einem Bruchteil der empfohlenen Menge beginnen und stufenweise dem Pflanzenwachstum anpassen

    Wird Wochendünger verwendet --> die Düngergabe verteilt auf die einzelnen Wochentage täglich verabreichen, dabei immer das Pflanzenwachstum im Auge behalten und mit einem Minimum an Dünger beginnen

    Wird keine CO2-Düngung verwendet --> CO2-Düngung verwenden
    Sind keine Schwimmpflanzen vorhanden --> für eine lockere Schwimmpflanzendecke sorgen (Wirkung: Aufnahme 'überflüssiger' Nährstoffe, leichte Abdunkelung des Beckens bei Verwendung neuer Neonröhren)
    Beleuchtungsdauer auf 10-11 Stunden netto einstellen, dabei eine Mittagspause (Dunkelphase) von max. 2 Stunden einlegen.
    Torf verwenden - Torfgefiltertes Wasser wirkt sich negativ auf Algenwachstum aus, senkt den pH-Wert leicht ab.

    Algenfresser einsetzen: für die fädigen Grünalgen kämen Siamesische Rüsselbarben infrage und die von dir angesprochenen Garnelen.
    Für flächige Algenbeläge kommen Otocinclus-Arten, Ancistrus-Arten (Vorsicht bei Schwertpflanzen, die werden oft gerne mitvernascht), der Beckengrösse entsprechend möglicherweise Schilderwelse oder einige Schmerlenarten infrage.

    Zum Zeitpunkt des Fischbesatzes gibt es viele Meinungen. Ich meine, dass durch eine zweiwöchige 'Einlaufphase' das Wasser soweit vorbereitet wurde, dass einem Erstbesatz mit Algenfressern nichts im Wege steht. Wenn auch die Wasserwerte (hier v.a. pH-Wert und Karbonathärte) der jeweiligen Fisch (bzw. Garnelenart) entsprechen, kann auch mit dem Besatz begonnen werden. Die Nitritgefahr ist auch durch eine längere Einfahrzeit als zwei Wochen keinesfalls gebannt, wenn nicht künstlich durch Anfüttern des Wassers mit der Futtermenge des voraussichtlichen Endbesatzes ein Peak provoziert wurde. Wichtig: nimm den Fischbesatz in Etappen vor, dann wächst auch die Bakterienflora im Aquarium entsprechend mit. Tägliche Messung des Nitrit-Gehaltes ist dann natürlich angeraten.

    Welcher Art ist denn die Beleuchtung in dem Aquarium?

    Lg
    Jürgen
     
    #2 15. Oktober 2004
  4. checkerpig
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    Hallo Jürgen,

    Dünger verwende ich zur Zeit noch keinen, die Pflanzen entwickeln sich auch so ganz gut.

    Als Beleuchtung sind im Moment 2 leicht rötliche Neonröhren drin damits nicht zu hell wird.

    Welche Garnelenart wäre denn zu empfehlen und wieviel davon. Es ist ein 125l Becken.

    Mal die Wasserwerte:

    PH 8,0
    Wasserhärte 15°dGH
    NO2 im Moment 5,0
    25 °C

    Mein geplanter Besatz:
    15x Neonsalmler
    10x Kupfersalmler
    6 Pandawelse

    Hoffe das hilft etwas weiter :)

    Gruß

    checkerpig
     
    #3 15. Oktober 2004