Aquariumanfänger mit vielen Fragen

Dieses Thema im Forum "Forum für Einsteiger" wurde erstellt von gummywyrms, 12. November 2017 um 12:04 Uhr.

  1. gummywyrms
    gummywyrms Neues Mitglied
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    Hallo!

    Ich überlege, mir ein Aquarium zuzulegen. Wahrscheinlich wird das aber noch etwas dauern - habe jetzt mit der Uni angefangen und werde wahrscheinlich noch warten, um zu sehen, wie sich das damit ausgeht, wenn überhaupt. Jedenfalls versuche ich mich seit September zu informieren, aber einige Fragen bleiben noch offen, teilweise auch zur Fischhaltung hier in Österreich - mir sind englische Quellen lieber, teilweise weil Muttersprache, teilweise weil sich "Aquarianer" für mich wie ein Ripoff von der Kinderserie "Die Oktonauten" anhört.

    Mein Plan wäre, mir ein 60L NanoCube zu kaufen, und mir dann erst ein größeres Becken zu kaufen (wahrscheinlich ein Juwel Lido 200), wenn ich mir auch wirklich sicher bin, dass mir die Fischhaltung Spaß macht. Ab diesem Punkt würde ich dann den NanoCube als Quarantänebecken verwenden.

    Zum Quarantänebecken... Da bin ich mir nicht sicher, wie ich das Gesetz interpretieren soll, da ja für die dauerhafte Tierhaltung eine Mindestbeckengröße von 54L vorgesehen ist. Dazu sind noch einige Ausnahmen aufgelistet, für die das nicht gilt (z.B. zur Zucht), aber nicht die Quarantäne. Wo würde man das jetzt dazuzählen?

    Bei der Besatzung habe ich derzeit noch Probleme... Meine Wünsche gehen so ziemlich in alle Richtungen (Garnelen, Zwergfadenfische, Cherax, ...), und mein Freund mag Neon Tetras, also würde ich die auch gerne haben, damit er auch etwas vom Aquarium hat. Es wäre mir auch wichtig, für die Garnelen (und vielleicht auch für die Neon Tetras, falls das ein Problem werden könnte) eine Art "Crowd Control" zu haben, die ihre Population in Grenzen hält. Jetzt ist es also ziemlich schwierig, eine Kombination zu finden, die passt. Womit fängt man da normalerweise denn an?
    Dabei ist auch das Problem am Anfang, dass ich kein Quarantänebecken haben werde (außer vielleicht wenn, wie vorher erwähnt, ein kleineres NanoCube auch dafür passen würde), insbesondere wenn vielleicht irgendwas auftaucht, was mit kupferhaltigen Medikamenten behandelt werden müsste.

    Bei den "Crowd Control"-Fischen würde es mich auch interessieren, wie man dann die Fütterung anpasst, wenn überhaupt.

    Mich würde auch wirklich interessieren, was eure Meinungen zu den Aquaristikgeschäften hier in Wien bzw. Wien-Umgebung sind, und welche ihr empfehlen würdet. Ich habe mir zwar alle angeschaut, die für mich leicht erreichbar sind, weiss aber als Anfängerin auch nicht wirklich, worauf ich achten soll, insbesondere weil ich annehme, dass die Haltungsbedingungen als Verkäufer sich zu denen für private Fischhalter unterscheiden.

    Zuletzt wäre es toll, wenn ihr mir sagen könnt, was ihr perönlich gerne am Anfang gewusst hättet.

    Vielen Dank im Voraus für eure Antworten! Sorry auch, dass es so viel geworden ist.
     
    #1 12. November 2017 um 12:04 Uhr
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  3. embela
    embela Bekanntes Mitglied
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    Hallo XXX!

    Ich denke nicht, dass Du Dir mit einem Nano-Cube vorstellen kannst, ob es Dir mit einem 200-Liter-Becken Spass macht. Zweifelhaften "Spass" haben wohl eher die Fische darin. Wobei, so Winzlinge werden wohl ihr Auslangen darin finden. Was ich sagen will, zwischen diesen Beckengrössen sind eben auch die Anforderungen, Vor- und Nachteile in manchen Belangen verschieden.

    Als Vorarlberger kann ich keine Erfahrungen über Wiener Geschäfte mitteilen.

    Was ich am Anfang gerne gewusst hätte? Gar nichts. Für mich hat das genau der Reiz ausgemacht. Mich zu informieren, zu schauen, mich damit zu beschäftigen. Fehler selber zu machen. ;)
     
    #2 12. November 2017 um 12:59 Uhr
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  4. Fishtank
    Fishtank Bekanntes Mitglied
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    Ich würde gleich mit einem "gescheiten" Becken - mind 80cm länge u ab 100l - anfangen. Eine alte aquaristik Regel sagt je grösser umso stabiler umso besser für den Einstieg. Und da kannst du dann schon ein paar Interessante Sachen halten.

    Quarantäne Becken sollte man natürlich haben, haben aber viele trotzdem nicht. Notfalls reicht ein grosses gurkenglas. Es gibt aber auch so kleine plastikbecken, eigentlich für den Transport, die man verwenden kann.

    Aquaristik Geschäfte in Wien. Kommt drauf an was man will und wie gross das Budget ist. Fichtnergasse 1130 ist wirklich toll und bezüglich Auswahl recht interessant. Ich mage aber auch Aquaristik für Freunde (fangen derzeit kleiner wieder an). Für Garnelen ist Garnelaxia ein muss. Zoo Exquisit in 1090 ist auch klein aber fein. David Benno in 1090 mag ich nicht so gern, die sind meist unfreundlich und drehen einem mE gern was an.

    Dann gibt es noch die "Klassiker" Tomys Zoo - habe eigentlich gute Erfahrungen damit gemacht - und Megazoo. Selbst bei Hornbach habe ich schon mal gute Erfahrungen gemacht. Persönlich unterstütze ich aber lieber die kleinen Einzelkämpfer.

    Vorher ausführlich selber informieren ist sowieso klar. Nie Spontankäufe tätigen. Die Tiere und du können da nur draufzahlen.
     
    #3 12. November 2017 um 20:53 Uhr
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. November 2017 um 07:22 Uhr
    Uwi gefällt das.
  5. Uwi
    Uwi Bekanntes Mitglied
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    Hallo, finde es gut, dass du dich hier schlau machst, ich konnte das 1985 noch nicht, war ich in der gleichen Lage und Null Ahnung von der Haltung von Zierfischen. Ein Arbeitskollege gab mir sein altes 56l Becken inkl Holzlichtkasten für 50 DDR Mark ab und los ging es mit einer Art. Guppys waren es und Abnehmer für den Nachwuchs vorhanden. Bis heute bin ich Artenliebhaber, da man hier, von der Beckengröße, Einrichtung, Temperatur und Fütterung gezielt sich eben nur auf eine Art festlegen muss. Hat viele Vorteile, aber auch "Nachteile", welche oft nur Ungeduldige betrifft. Geduld ist die Hauptsache, sonst braucht man sich gar nicht erst mit den Hobby zu beschäftigen.
    Meine Meinung, viel Spaß und Willkommen im Forum . . .
     
    #4 13. November 2017 um 10:01 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 13. November 2017 um 10:31 Uhr
  6. Markus_W
    Markus_W Mitglied
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    Hallo,
    also ich würde eigentlich von einem Nano Cube abraten zum Einstieg. Wenn es zu Beginn ein kleineres Becken sein sollte, dann würde ich ein gewöhnliches Einsteigerset mit 60cm Länge nehmen, da passt zwar an Litern gleich viel rein, aber der Schwimmraum ist doch größer. Neons zum Beispiel, würde ich in einem Nano Cube 60 auf keinen Fall halten, in einem "normalen" 54 Liter Aquarium ist das aber kein Problem. Meistens sind die auch noch günstiger als die Cubes. Für Neons brauchst du keine Crowd Control, zu den anderen Tieren kann ich leider nichts sagen, weil ich sie noch nie gepflegt habe und mich auch nicht intensiver mit ihnen auseinandergesetzt habe.

    Ich habe mit dem Zoo am Alsergrund gute Erfahrungen gemacht, dort habe ich das Gefühl, dass der Inhaber Ahnung hat wovon er spricht, es sieht zwar von außen nicht ganz einladend aus, aber innen passt es. Zum einmal umschauen was einem so gefällt ist natürlich der Megazoo spitze, weil der halt eine Riesenauswahl an Zubehör, Pflanzen und Fischen hat. Ob man dort kompetentes Personal erwischt ist Glücksache.
     
    #5 16. November 2017 um 15:05 Uhr
  7. eva15
    eva15 Bekanntes Mitglied
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    Hallo

    Crowd Control Fische?
    Finde das ein schrecklich, unsinniges Wort. Warum nicht Fressfeind oder Prädator verwenden?

    Crowd Control Fische, diese Bezeichnung ist so was von deppert.
    Dachte bisher Putzfische könne nicht getoppt werden. Man lernt nie aus.

    Regeln
    Es gibt die Regel Katzen können sich überall dort durchquetschen, was die Breite und Höhe ihreres Kopfes hat.
    Eine ähnliche Regel gibt es für Fische.
    Ein Fisch frisst das, was von der Grösse her in sein Maul passt. Dabei gibt es Arten, da passt mehr auf einmal rein als man je erwarten würde.

    Sprich Jungfische von Lebendgebärenden passen auf den Speiseplan vieler Fische aus dem Gesellschaftsbecken.
    Bei entsprechender Fütterung auch der gleichen Art.

    Auf Zwerggarnelen bezogen:
    Bei Zwerggarnelen, die ständig sich irgendwo verstecken müssen, weil die mit solchen Fischen ein Becken teilen müssen...

    Nano und Neon
    Nanobecken zeichnen sich durch ihre kubische Form aus und dadurch, weil Fische selten diagonal durchs Becken schwimmen, fallen viele Fischarten gleich mal raus.
    Neonfische zählen dazu.
    Die schwimmen Längen und bei einem Würfel ist das selbsterklärend: suboptimal.

    Willst Neonfische, dann bitte mit 200l anfangen und nicht einem Wasserbehälter, der Zwerggarnelen und einer handvoll Fischarten entgegenkommt.

    57l
    Willst ein 57l, dieses Längen-Seiten-Höhenverhältnis kommt Fischen mehr entgegen.
    Nur auch hier, viele Arten findest nicht die reinpassen.
    Da das Becken so klein ist, ist eine Arthaltung sinnvoll.
    Über Crowd Control Fische muss man sich gar keine Gedanken machen.
    Eine Art und fertig.

    Goldene Regel: weniger ist mehr
    Bis auf wenige Arten vermehren sich Fische nicht derart, dass man sich graue Haare wachsen lassen muss, wohin mit dem Nachwuchs.
    Lässt man die Finger von den wenigen Arten, die sich wie Karnickel vermehren können, dann ist alles im Lot.

    Praktisches Beispiel
    Wieviele Anfänger haben gefühlte hunderte von Antennenwelsbaby in einem 57l trotz Arten, die man als Crowd Control Fische bezeichenen kann?
    Tja, wenn die Crowd Control nicht den Boden absucht, dann kannst 20 Stück von denen haben und trotzdem knapp 100 Antennenwelse.

    Fütterung
    Allgemein füttert man die Fische tendenziell eher zu viel als zu wenig.
    Fische brauchen sehr wenig, auch wenn die vielen Regale in den Zoogeschäften etwas anderes suggerieren.

    Der Haken:
    Ein Antennenwelspärchen wird die Futtermenge nicht vom Brüten abhalten können.
    Und den Neon nicht dazu anreizen, sein Futter auf dem Boden zu suchen.

    Deswegen mein Rat:
    Finger weg von Karnickeln und dafür darauf achten, dass die ausgewählten Tierarten harmonisieren (Futter, Beckenbepflanzung, Bodengrund, Wasserwerte, Temperatur, Verhalten).

    LG
    Eva
     
    #6 16. November 2017 um 21:13 Uhr
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