Bodengrund

Dieses Thema im Forum "Forum für Einsteiger" wurde erstellt von ch617, 5. Oktober 2004.

  1. ch617
    ch617 Mitglied
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    Christian
    Hallo!

    Ich habe mir nach längerem Überlegen nun ein Aquarium Set gekauft (100x40x50) und möchte dieses am Wochenende befüllen. Da ich schon seit einiger Zeit hier im Forum die Beiträge lese und mir auch Bücher zugelegt habe (und diese auch gelesen habe ;-) ), stehe ich nun schon Gewehr bei Fuß mit meinem JBL-Koffer in der Hand und möchte am Wochenende damit beginnen die Pflanzen einzusetzen.
    Nun zu meiner Frage, ich habe mir beim Obi Quartzsand gekauft mit einer Körnung von 0,06-0,3. Ich hab nun in einem Kübel einige cm eingefüllt danach Wasser drauf und fest umgerührt. Es hat dann zwei Tage gedauert bis das Wasser wieder klar war. Heißt das ich muß den Sand noch vorher waschen?
    Wenn ja wie funktioniert das? Ich denke das ich ziemlich alt werde wenn ich um die 25 kg Sand in Kübeln waschen muß.
    Ist die Körnung überhaupt ok oder ist sie zu fein und deshalb dauert es so lang bis das Wasser wieder klar ist?

    Ach ja, den Sand hab ich genommen da ich vor habe mir Welse im Becken zu halten.

    Schon mal vielen Dank im Voraus für die Anworten.

    lg
    Christian
     
    #1 5. Oktober 2004
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  3. Richard
    Richard Bekanntes Mitglied
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    Hallo Christian,

    ich hab vor einiger Zeit meinen Bodengrund von Kies auf Sand umgestellt. Diesen Sand vom OBI hab ich mir auch gekauft und eigentlich gar nicht gewaschen. Das Becken hat zwar nach dem fluten schlimm ausgesehen (aufgewirbelter Sand), das hat sich aber nach ein paar Stunden gelegt und seitdem hab ich glasklares Wasser.

    Grüße Richard
     
    #2 5. Oktober 2004
  4. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo!

    Ich gratuliere mal zu Deinen Vorbereitungsarbeiten, Du gehst wirklich sehr gut an die Sache ran!

    Zum Bodengrund: eine Körnung von 0.06 bis 0.3 mm ist m.E. zu fein und die Gefahr des Verdichtens viel zu groß. Die Körnung sollte ein Mindestmaß von 0.5mm sein um ein Verdichten des Bodengrundes zu verhindern. Weiters sollte diese Körnung dann einheitlich gewählt werden. Unterschiedliche Körnungen mischen ist nicht sinnvoll, da sich die feinen Partikel zwischen die gröberen legen und hier ebenso Verdichtungsgefahr besteht.

    Ich weiß, daß es nicht lustig ist, 25 kg Sand zu waschen, jedoch ist dies unumgänglich. Ich weiß gar nicht, wieviele kg ich schon gewaschen habe, alleine in meinem 650er Becken sind 130 kg grober Sand mit einer Körnung von 1-2 mm (mit dieser Körnung habe ich übrigens die besten Erfahrungen und kann diese gerne weiterempfehlen!).

    Je feiner der Sand, desto besser muß er gewaschen werden, um Trübungen zu verhindern. Ganz ohne Trübung in den ersten beiden Tagen gehts jedoch nicht!

    Sand waschen:
    Du nimmst eine große Schüssel oder Kübel/Eimer, füllst ca. 1-2 kg Sand hinein und wäscht diesen unter dem Wasserstrahl/Brause gut durch. Das trübe Wasser immer wieder abgießen und gut mit der Hand währenddessen durchrühren.

    Gruß
    Helga
     
    #3 5. Oktober 2004
  5. Simon
    Simon Bekanntes Mitglied
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    Hi

    Ich habe aus Preisgründen einmal selbst den selben Fehler gemacht.
    Bitte tu dir das nicht an !!!!!!!
    1. Der feine Sand hat so viele Schwebeteile, dass du beim Auswaschen grosse Probleme haben wirst und sehr viel Zeit brauchen wirst.
    2. Dein Becken wird lange wie eine Zementlacke aussehen.
    3. Diese Körnung ist für Pflanzen denkbar ungeeignet, da die Wurzeln der Pflanzen nicht ''atmen'' können d.h. die Absorbtion v. Nährstoffen vermindert u. schlussendlich gestoppt wird. Die Wurzeln verfaulen jämmerlich, selbiges passiert auch mit den Pflanzen.
    4. Jedesmal wenn sich ein Fisch etwas schneller bewegt siehst du ne Staubwolke.
    5. Im sand eingeschlossene Fischexkremente, Pflanzenteile können nicht richtig abgebaut werden, weil sich in so feinem Sand oft Kammern bilden i. denen kein abbau durch Pakterien stattfindet.

    Ich emphehle dir daher dringenst: Kauf dir in einer Zoohandlung Kies mit einer eher groben Körnung, dabei würde ich noch darauf achten, dass es kein gebrochener kies ist (sehr scharfkanntig zb. Passaltsplitt), das könnte bei am Boden lebenden Fischen (zb: Panzerwelsen) zu einer Pakteriellen Infektion führen (verletzung der ''Partenl''), auch für ''Saugwelse'' ist solch ein Untergrund denkbar ungeeignet.
    Nimm meinen Ratschlag an, denn ich weiß aus eigener Erfahrung wie zermürbend es ist, ein Aquarium mit 25kg Sand (vorher gewaschen :twisted: ) zu bestücken, um ihn dann 2 Tage später wieder rauszumatschgern. Auf diese Erfahrung kannst du echt verzichten, das wäre mir schon die 20 Euros wert, welche so ein 25kg Sackerl Kies kostet.

    Mfg SImon
     
    #4 5. Oktober 2004
  6. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo!

    Der von mir erwähnte grobe Sand hat eine Körnung von 1-2 mm und gibts in der Zooabteilung eines Baumarktes der mit H.... anfängt und mit H... wieder aufhört - Ich weiß net, ob man den Namen direkt erwähnen darf hier! Produktbezeichnung Aquarienkies rötlich, Körnung 1-2 mm und 25 kg kosten Euro 8,65.

    Gruß
    Helga
     
    #5 5. Oktober 2004
  7. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hallo Helga,

    genau den Kies vom Hornbach habe ich auch!
    Solange du nichts "difamierendes" schreibst gibt es hier keine Probleme die Dinge beim Namen zu nennen.

    Anbei - eine gute Idee sind auch die Dennerle "Bodengrundsets". Da ist Deponit, Kies und je nach Set - eine Heizung dabei.

    lg

    Manfred
     
    #6 5. Oktober 2004
  8. ch617
    ch617 Mitglied
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    Christian
    Vielen Dank für die Tips.

    Dann werd ich mich mal um Sand mit gröberer Körnung oder feinen Kies
    umschaun.

    lg
    Christian
     
    #7 5. Oktober 2004
  9. Thomas G.
    Thomas G. Bekanntes Mitglied
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    Hallo,

    die einen schwören auf Kies, die anderen schwören auf Sand. Ich denke das muss jeder individuell für sich entscheiden.

    Corys mögen lieber Sand, das kann man beobachten. Verschiedene
    Barsche spülen mit Sand ihre Kiemen - da stell ich mir mit Kies schwierig vor.
    Spielt also die Besatzfrage mit rein.

    Amano, der auf Kies schwört, besetzt sein Becken nur mit einem Schwarm und etlichen Garnelen.

    Jedenfalls sind mit beiden Bodengründen gute Erfahrungen gemacht worden solange man richtig damit umgeht. Siehe Beiträge Helga und Simon. (Kleinstteile auswaschen beim Sand und keine schwarfen Kanten beim Kies)

    Da du schon Sand gekauft hast und du Welse halten willst, würde ich auch eher zum Sand raten und Helgas Ratschläge ziemlich genau durchlesen.
    Das Waschen ist sehr wichtig und dir sollte es egal sein, wenn einiges an Schlamm im Müll landet. (am besten draußen waschen)

    Eigene Erfahrung:
    Ich habe auch erst Kies gehabt. Habe aber etwas später meinen Corys zuliebe eine Sandecke eingerichtet und als ich festgestellt habe, dass mein Buntbarschpärchen und meine gesamte Coryschule nur noch an einer Stelle zu suchen waren, habe ich später mein gesamtes Becken auf Sand umgestellt und bin sehr zufrieden damit.

    Lieben Gruß
    Tom
     
    #8 5. Oktober 2004
  10. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hallo Christian,

    oben habe ich erwähnt, dass ich in den meisten Becken diesen "rötlichen 1/2mm Hornbach Aquarienkies" fahre.
    Der taugt den Pflanzen und diverse Bergarbeiter (Pelvicachromis Pulcher, Ancistren, Anomalochromis Thomasi,....) fühlen sich recht wohl damit.

    Bei den Schneckenbuntbarschen habe ich "groben Sand" - also so 0,2 bis 0,5 mm. Hier gibt es auch keine ernsthaften Probleme, die Pflanzen wurzeln halt nicht so super, bzw. hie und da findet sich beim Umgraben etwas schwarzes (verfault??) im Wurzelbereich.

    Für die meisten Fische ist IMHO dieser 1/2er Kies (ist eigentlich ja Sand) ganz in Ordnung, den Pflanzen passt es auch. Zudem ist das Zeug auch kompakt genug, um ordentlichen Halt bei Setzen zu gewährleisten.

    Gewisse Fische - da stimme ich Tom voll zu - wollen aber wirklich SAND - also das feine Zeug. Und das sollte man denen dann auch bieten.
    In dem Fall wären halt Turmdeckelschnecken besonders wichtig!

    lg

    Manfred
     
    #9 5. Oktober 2004
  11. Viktor
    Viktor Bekanntes Mitglied
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    Hallo!

    Das ist nebenbei auch eine sehr gute Möglichkeit um festzustellen, ob der Sand auch nicht scharfkantig ist. Wenn beim Durchrühren die Haut aufgerauht wird und man das Gefühl hat, feine nadeln stecken in der Haut, ist der Sand ungeeignet.

    Allerdings: nach dem 10. Kübel ruft jeder Sand solche Effekte auf der Haut hervor. Ich rate daher nach dem 1 Kübel einen kräftigen Stock, Stab oder eine Latte aus Holz zum Umrühren zu nehmen.
     
    #10 5. Oktober 2004
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