Neues Becken, aber wie händeln?

Dieses Thema im Forum "Forum für Einsteiger" wurde erstellt von fender65, 24. August 2004.

  1. fender65
    fender65 Bekanntes Mitglied
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    Hallo Forum,
    ich habe seit einiger Zeit ein Aquarium, welches mir viel Freude bereitet. Dieses ist leider sehr klein (54l). Nun habe ich die Möglichkeit ein anderes, größeres zu bekommen (200l). Das Problem dabei ist, das ich die Fische, die dieses bewohnen, mit übernehmen muss. Mein jetziges bewohnen 2 Antennenwelse, 1 Platy, 2 Guppys, 1 Schwertträger. Das neue bewohnen 2 Skalare, 1 ziemlich großer Wels (noch nicht identifiziert) 5 einer Barschart. Das passt eigentlich nicht so gut. Nun habe ich entschieden, mein kleines so zu lassen. Das "Neue" müsste allerdings dringend gesäubert und vernünftig eingerichtet werden, es ist sehr veralgt und der Kies ist mM nach nicht mehr zu verwenden. Nun kann ich die Fische schon transportieren aber wahrscheinlich nicht zu lange im Transportbehältnis belassen, so das ich nur wenig Zeit habe das Becken einzurichten bzw. gar keine Zeit habe es einzufahren. Reicht es eigentlich aus, wenn ich den Filter mit der Bakterienkultur so belasse und dann einfach mit Leitungswasser auffülle? Oder soll ich besser die großen Fische in mein kleines Aq. dazugeben, aber die WW stimmen natürlich nicht? Wie kann man das elegant lösen???
     
    #1 24. August 2004
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  3. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hi fender65,

    das ist nicht ganz so einfach, aber es gibt sicher Wege hier ein "schonendes" Umstellen zu ermöglichen!

    Ich versuche mal, dir ein paar Tips zu geben!
    Der Filter ist sicher jender Teil des Beckens, indem die wichtigsten Bakterien leben. Diese sterben, wenn du den Filter abschaltest, leider relativ rasch.
    In so einem Fall wäre das Becken neu einzufahren, was wegen der vorhandenen Fische sicher nicht leicht ist!

    Ich gehe jetzt mal davoan aus, dass der Freund nicht ums Eck wohnt.
    Also ist eine Transportzeit von >2 Stunden zu erwarten.
    Becken ausräumen usw. ist auch noch Zeit!

    Idee: du lässt dort, beim Räumen des Beckens den Filter so lange als möglich im Becken laufen.
    Dann füllst du einen Kübel mit Aquarienwasser und wenn es im Becken dem Ende zugeht (Wasser weg), dann filterst du den Kübel. Sprich, der Filter läuft im Kübel weiter.

    Die Fische wie üblich in Säckchen oder Kübeln unterbringen.
    Den Kies gleich dort raus (wenn er eh "versaut" ist und weg soll), das spart Gewicht.

    Bei dir (oder noch dort) kannst du dann gleich das Becken mit Essigwasser oder so reinigen. Ein Algenschaber hilft sicher!

    Der Transport des Filters - die meistne Hersteller sagen - Filter nicht länger als 30 Minuten abschalten - Gefahr des Bakietodes.
    Das liegt an der Temperatur (im Sommer kein Thema) und vor allem am Sauerstoffmangel.
    Eh klar, die Kerlchen verbrauchen O2 und leben im abgeschlossene Filtergehäuse.
    Zum Transport daher die Filterkörbe (Filterschwämme) in den oben erwähnte Kübel geben. Durch die große Oberfläche kommt genug O2 dazu, wenns gar lange dauert kannst ja hie und da "herumplantschen".

    Daheim dann Filter gleich wieder in Betrieb nehmen - der Kübel wird weiter gefiltert :)
    In den Kübel kommen dann auch gleich die Fischies hinein. Damit wird hier die Gefahr des Sauerstoffmangels vermieden.

    Dann Becken aufstellen, Bodengrund, Kies usw. reingeben. Deko, Steine, Pflanzen,......
    Wenn geht auch gleich noch "altes" Wasser einfüllen.
    Wenn das Becken läuft (immer noch ohne Filter) sollten nach ein paar Stunden die gröbsten Trübungen weg sein. Wenn die nicht von selber gehen kannst du ja einen "Schellfilter" (ist recht günstig und immer nützlich) einsetzen.
    Dann den "Kübelfilter" am Becken anhängen und Fische danach vorsichtig umsetzen (gewöhnen ans Wasser - wie bei neuen Fischen).

    So sollte eigentlich ein nahtloser Übergang möglich sein.
    Trotzdem zur Vorsicht in den folgenden Tagen regelmäßig NO2 messen.

    Ach ja, wenn du alles was du brauchst (Bodengrund, Kies, Pflanzen, usw.) bereits daheim hast sparst du wieder Zeit.
    Also vorher das nötige besorgen! Die Pflanzen (wenn du neue kaufst) kannst ja einstweilen im kleinen Becken schwimmen lassen.
    Den Kies kannst du auch schon am Vortag waschen!


    lg

    Manfred
     
    #2 24. August 2004
  4. fender65
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    Hi Manfred,
    vielen Dank für deine Ratschläge! Die reine Fahrtzeit beläuft sich auf ca 40 min, so das es eigentlich keine Probs geben sollte.
    Nun ist mir noch ein weiterer Gedanke gekommen:
    Der jetzige Unterschrank ist schon sehr stabil, allerdings weiß ich nicht, wie er mit einem 200l Aq. zurecht kommt? [/url]
     
    #3 25. August 2004
  5. fender65
    fender65 Bekanntes Mitglied
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    Hallo zusammen,
    so, das neue gebrauchte Becken (200l) steht nun seit letzten Samstag bei mir zuhause!!!
    Bisher keine Verluste, alle Fische haben den Transport und das Umsetzen anscheinend gut überstanden. Die einzigste Auffälligkeit war, das die Augen der beiden Skalare etwas trüb aussahen, welches sich aber bis zum abend wieder legte...
    Ich habe aus dem alten Becken ca 40l Wasser mitgenommen und den eingefahrenen Filter nur vom gröbsten Verunreinigungen befreit und sofort wieder in Betrieb genommen. Ich hoffe das geht gut, insbesondere weil der NO3-gehalt inszwischen stark angestiegen ist (gestern abend 50-60), NO2 noch nicht feststellbar.
    Das nächste Problem sind die allg. WW. Hatte bisher nur Hartwasserfische, daher keine Wasseraufbereitung nötig. Nun sind in dem Becken 2 Skalare die es ja bekanntlich etwas weicher und saurer mögen, weiterhin 4 Antennenwelse, 1 gr. Fliederbartwels, 5 blaue Kongosalmler, 1 Zebrabärbling. WW: pH 7,5 GH 17 KH 15!
    Allg. wird Osmose empfohlen, ich scheue ein wenig den Aufwand weil ich alles in der Wohnstube stehen habe...
    Habe zum Aq. auch eine CO2-Anlage bekommen, allerdings noch nicht angeschlossen - keine Erfahrung. Weicher wird das Wasser dadurch ja auch nicht wirklich, oder?
    Werde mir wohl einen Kati besorgen den man bei Bedarf zuschalten kann.
    Freue mich auf jeden Fall über gute Tipps...

    Bis dann
    Frank
     
    #4 31. August 2004
  6. ManniAT
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    Hallo Frank,

    wenn du Osmose scheust, dann solltest du Ionentauscher noch mehr scheuen!
    Osmose ist (vor allem bei der geringen Menge) wirklich keine grosse Arbeit!
    Je nach Literleistung des Teils am Abend vor dem WW oder am Tag des WW einschalten - Wasser in den Kanister - und das wars!

    Keine Laugen- / Säurepanscherei alles ganz einfach!

    Mit dem CO2 kriegst du (in Massen) den PH ein wenig herunter.
    Das ist zwar ein ganz wichtiger Parameter für die Fische, aber damit alleine ist es sicher nicht getan. Denn bei dem CO2 das du brauchen würdest um den PH fischgerecht zu machen gäbe kein O2 mehr im Wasser :lol:
    Nein, war jetzt leicht übertrieben, aber ich glaube CO2 allein wird hier nicht reichen.

    lg

    Manfred
     
    #5 31. August 2004
  7. fender65
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    Hi ManniAT,
    ich habe noch nie eine OS gesehen. Kannst du mir schon mal Vorabinfos geben, bevor ich mich mal im Fachgeschäft umsehe? Wie groß ist so ein Teil und wie liegen so die Preise?

    Zum anderen habe ich das problem mit NO3!!! Ich messe z.Z. täglich und der Wert ist nochmals gestiegen!? Er liegt bei ca 80!!! NO2 zum Glück noch nicht messbar...
    Ich habe große Sorge das event. das Wasser umschlägt. Ist sowas möglich? Als Sofortmaßnahme habe ich erstmal noch einen guten Schuss Starterbakterien hineingegeben, ich denke, das kann nicht schaden...

    Hast du eine Erklärung dafür?

    Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Frank
     
    #6 1. September 2004
  8. ManniAT
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    Hi Frank,

    ich habe für meine UOA mit 130 Litern am Tag 110 Euro bezahlt.
    Meine hat 3 "Kammern", also zur eingenlichen Membran noch Feinfilter (ist eh normal) und Aktivkohle (nicht bei jeder dabei).
    Mir wurde gesagt, dass ich aber nicht unbedingt günstig gekauft habe!!!

    Dem NO3 wirst du durch Wasserwechsel Herr. Der Grund für hohe Werte:
    Zuviel Futter.
    Zu wenig Teilwasserwechsel.
    Vorbelastetes Wasser (hab ich leider auch).

    Zum dritten Punkt ich habe zwischen 20 und 25mg/l im Leitungswassser. Durch die Mischung mit Osmose (wegen der Wassserhärte) entsteht der positive Nebeneffekt, dass das verwendet Wasser nur mehr knapp 15mg/l NO3 aufweist.
    Allerdings (bin braver Wechsler und "Schmalsprufütterer") messe ich im Becken selbst nie mehr als 15mg/l (einmal fand ich 20). Es findet also bei mir kein Aufbau statt der für mich messbar ist.


    lg

    Manfred
     
    #7 1. September 2004
  9. fender65
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    Hi ManniAT,
    zum NO3 treffen keine deiner Vorschläge zu, leider, denn die könnte man schnell abstellen...
    1. w.o. beschrieben wurde das Becken ja erst am 28.8. eingerichtet, 40l Altwasser der Rest mit Leitungswasser aufgefüllt. In meinem 54l Becken hatte ich noch nie erhöhte NO3 Werte gehabt, daher kann im LW nicht zuviel NO3 drinne sein.
    2. Gefüttert habe ich in der kurzen Zeit natürlich noch nicht allzuviel...

    Bitte sag mir, wie groß oder klein ist eine UOA?

    Gruß
    Frank
     
    #8 1. September 2004
  10. ManniAT
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    Hi,

    stell dir das mal vor, wie 3 0,5l PET Flaschen - dann ist die Vorstellung zu klein.
    Denk an 3 1l PET Flaschen - dann ist es zu groß :)

    Hier ein Bild von einer Dennerle Anlage, leider recht teuer!
    Aber die anderen sehen gleich aus.

    lg

    Manfred
     
    #9 1. September 2004
  11. fender65
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    Hallo nochmal,
    da ich grad hier bin hätte ich noch eine tech. Frage. Habe zu dem besagten Aq. eine Kiste mit allerlei Kram und Zubehör dazubekommen.
    U.a. einen Eheim 2213 in Einzelteilen. Am Aq. selbst ist ein 2215 installiert. Den möchte ich jetzt nicht auseinanderbauen, um zu sehen, wie ein Eheim aufgebaut ist. Also, meine Frage: Welche Filtermedien werden wie verwendet??
    Folgende Einzelteile habe ich zuordnen können: Filterkopf mit integrieter Pumpe, O-Ring Dichtung, grüner Filterbehälter aus Plastik, 3 Siebähnliche Zwischenböden. Vielleicht hat ja jemand den oder einen ähnlichen Filter, der mir einen Scan der Bedienungsanleitung zukommen lassen kann? Übrigens habe ich per Mail schon bei Eheim angefragt, leider bis heute ohne Antwort...
     
    #10 1. September 2004
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