Wen mit wem vergesellschaften???

Dieses Thema im Forum "Forum für Einsteiger" wurde erstellt von Anonymous, 4. August 2004.

  1. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo zusammen!!!

    Ich habe seit 2 Tagen ein 200l Becken.Die Wasserwerte sind jetzt schon in Ordnung.Bis jetzt habe ich 5 fast ausgewachsene Acistrus und 2 Purpurprachtbarsche drinnen.

    Da ich noch ein Rookie in Sachen Aquaristik bin,wollte ich hier mal nachfragen welche Fischarten ich miteinander vergesellschaften kann.

    Kann ich eigentlich die Prachtbarsche im Gesellschaftsbecken halten,oder wäre bei ihnen ein Artbecken angebrachter?

    Ich hatte noch an 20 rote Neons und 20 Zebrabärblinge gedacht.

    Einen grossen Feuerschwanz hätte ich auch gerne.Habe aber im Netz gelesen das diese Tiere in Ausnahmefällen andere Tiere regelrecht tyranisieren...das hat mich schon abgeschreckt.

    Was meint Ihr?

    Wer mit wem???

    MfG Moni
     
    #1 4. August 2004
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  3. Musna
    Musna Bekanntes Mitglied
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    Hi!
    Wenn ich das richtig verstehe läuft dein Becken erst 2 Tage und es sind schon Fische drinnen. Ich würde dir dringend anraten über den Nitritpeak nachzulesen, es sind schon genug Beiträge im Forum, einfach suchen !
    Das ist wirklich wichtig, es kann sogar ums Leben deiner Fische gehen!

    Hier wurde es schon ausführlich besprochen:

    http://www.zierfischforum.at/viewtopic. ... nitritpeak
    http://www.zierfischforum.at/ftopic1153.html

    Mfg Musna!
     
    #2 4. August 2004
  4. moni
    moni Neues Mitglied
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    Habe mich leider an den Verkäufer gehalten,der meinte das ich die Tiere nachdem ich einen Wasseraufbereiter in das Wasser getan habe,ohne Probleme einsetzen kann.

    Der PH Wert ist auf jeden Fall OK.

    Muß morgen einen Nitrit-Test kaufen und sehen wie der Wert ist.
     
    #3 4. August 2004
  5. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Hi Moni,

    der Verkäufer hat im Prinzip recht. Ich bin auch der Ansicht, dass man sofort Fische ins Becken geben kann, allerdings sollte man langsam beginnen seinen Besatz zu erhöhen, sonst bekommt man richitge Probleme. Warte einmal 1 oder 2 Wochen bis Du neue Fische ins Becken gibst, dann kann Dir nichts passieren.

    Lg,
    Christian
     
    #4 4. August 2004
  6. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hi Moni,

    ich muss dem Christian dringen wiedersprechen!
    Der Nitritpeak kommt mit Sicherheit.
    Das kann nach einer Woche, nach 2 oder auch erst nach 4 Wochen passieren! Dabei wird in grosser Menge GIFT (Nitrit) im Becken erzeugt.

    Ja, man kann am Anfang schon Fische ins Becken geben.
    ABER: nur sehr wenige und diese sehr sparsam füttern
    UND WICHTIG: man muss täglich prüfen, wann der NP kommt.

    Dem Peak musst du mit häufigen Wasserwechseln entgegenwirken, also die Schadstoffe durch den Austausch von 30 - 50% Wasser verdünnen.

    Nach ein paar Tagen verschwindet das Nitrit dann wie von selbst. Jetzt kannst du anfangen weitere Fische einzusetzen!

    Gleich zur Info - die Ancisten werden einen NP unter Umstände auch ohne besonderes Zutun überleben.
    Bei den Pelvicachromis wäre ich mir da nicht so sicher!!!
    Also miss bitten dein Wasser regelmäßig - spätestens bei einem Wert von 0,5mg/l NO2 solltes du Teilwasserwechsel durchführen!

    Anbei - mit den üblichen Streifentests sind NO2 Konzentrationen oft erst dann zu messen, wenn es schon "brutal" wird - also 1,0 oder schlimmer.
    Besorg dir also eine Tröpfchentest!

    Anbei - das ist kein Spass - ich habe schon bei einigen Leuten Fische sterben sehen - von wegen kann man gleich reingeben!!!!

    Und noch ein letztes - viele Fische schwimmen oben, wenn es ihnen schlecht geht.
    Die Ancistren holen in so einem Fall vermehrt Luft an der Oberfläche.
    Die PPPBBs sterben am Boden :sad:

    Ich hatte selbst mal den Verlust einer PPPBB Dame zu beklagen - da ist eine CO2 Anlage "ausgeritten" - über Nacht sind viele Fische gestorben.
    Die anderen schwammen oben und "hechelten" nur die PPPBBs blieben unten. Sie wand sich am Boden - und starb ein paar Minuten danach.
    ER stand daneben - stupste sie dauernd vorsichtig an und war richtig verzweifelt. Er wich nicht von ihrere Seite. Als sie tot war und ich sie aus dem Becken nahm hat er mich heftig attakiert.
    Danach (als sie weg war) ist er selbst in ein Eck geschwommen und "fad herumgehängt". Er wurde nach ein paar Tagen wieder.
    Allerdings war er von dem Zeitpunkt an hochagressiv - ich musst ihn aus dem Becken nehmen!

    Erspar dir bitte solche Sachen - pass in den nächsten Wochen auf die Wasserwerte auf!
    Und wenn du am Morgen "ein wenig" NO2 hast, dann kann es am Abend schon viel sein - also ab dem Auftauchen des ersten NO2 lieber 2 mal messen!

    lg

    Manfred
     
    #5 5. August 2004
  7. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Hi Manfred,

    Ich hab nie gesagt, dass sie kein Nitrit bekommen wird. Sie bekommt es, wie das Amen im Gebet, aber damit er kommt und vorbei ist braucht man Stickstoffproduzenten. Egal wie lange man das Becken einfahren läßt, sobald Fische drin sind bekommt man Nitrit.

    Bei meiner Taktik wäre wenn etwas anderes zu bemängeln: Das Wasser in den Leitungen hat einen wesentlich höheren Druck, also lösen sich auch mehr Gase, die sich dann erst im Wasser freisetzen müssen, was für die Fische nicht gut sein kann.

    Also meiner Ansicht nach ist es sehr vernüftig rasch mit einem kleinen Besatz zu beginnen, das Nitrit abwarten und dann langsam sich den endgültigen Besatz zu kaufen. Bei mir hat das immer funktioniert.

    Lg,
    Christian
     
    #6 5. August 2004
  8. el_nino
    el_nino Bekanntes Mitglied
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    hm.. also mein Nitritkam auch ohne Fische drinn ;-)

    Hier is find ich eine super Seite zu dem Thema
     
    #7 5. August 2004
  9. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hallo Chrisitan,

    so leid es mir tut (tut es wirklich, deine anderen Beiträge gefallen mir meist nur halt der hier....), ich muss wieder dagebenreden.

    A.) auch ohne Fische gibt es einen NP - man muss nur Nährstoffe einbringen!
    --es spielt keine wirkliche Rolle, ob das Futter direkt verwertet wird, oder ob zuerst ein Fisch das Zeug frisst, und dann die Ausscheidungen verwertet werden!
    --Wenn man es genau nimmt, ist sogar das Gegenteil der Fall, weil ein Fisch behält Teile der Nahrung zurück (Wachstum), womit weniger in den Kreislauf gelangt.
    --es geht rein um den Stickstoffgehlt der eingebrachten Stoffe!!!!
    --dabei greifen übrigens auch Pflanzen, bzw. abgestorbenen Teile davon!

    B.) Dennerle vertritt auch diese Meinung (nach 2 Tagen ein paar Algenfresser rein) und wird ob dessen heftig kritisiert.
    --ein erfahrener Aquarieaner wird keine Probs. mit dem NP haben, ein Neuling (und mit so wem reden wir hier) hat genug anderen Stress.
    --der braucht nicht noch "leicht vergiftete Fische", Temperaturstürze beim "Alarmwasserwechsel", weil auf einmal NO2 kritische Werte erreicht....

    C.) die gelösten Gase im Wasser sind ein Thema, das ich nicht angesprochen habe - ganz einfach, weil man ja nicht alles in einer Antwort verpacken kann!!
    --hier gilt, wie du richtig sagst, dass durch den höheren Druck in LW mehr Gase entsprechend ihrem Partialdruck in Lösung gehen (Henrygesetz).
    --aber der Diffusionskoeffizient spielt auch eine wichtige Rolle - dieser ist unabhängig vom Henrykoeffizienten
    --durch den verminderten Druck beim Ausströmen des Wasser wird auch das meiste an gelösten Gasen praktisch schlagartig frei (Sodaflascheneffekt)
    --und letztendlich spielt noch die Temperatur eine wichtige Rolle - hier gilt im gegensatz zu Feststoffen - je höher, desto schlechter die Löslichkeit!
    --bei der Temperaturerhöhnung im Aaquarim "verschwindet" somit ein grossteil der Gase praktisch von selbst!!
    +++Vorsichtshalber sollte man - Wasser vor dem Zugeben ins Becken immer gut "belüften" - einige Zeit im Kübel verweilen lassen, noch besser - vorher mittel "Brause" in den Kübel füllen - so bekommt man auch evtl. vorhandenes Chlor recht gut weg!

    D.) wenn keine Fische drinnen sind, kann auch keiner an einer Vergiftung sterben!!!!!

    Wenn ein Becken wirklich sauber eingefahren ist, kann man wirklich eine Menge Fisch reingeben, ohne dass es zwangsweise zu einem erneuten NO2 Anstieg kommen muss!!!

    Das "langsam Nachbesetzen" ist auch ein Thema:
    ++++Das "noch instabile" Becken kann leicht ausgleichen - kein (oder nur geringer) NO2 Anstieg
    ------Je nach Art kann es leider sein, dass die "Neulinge" ein unter den Vorbewohnern aufgeteiltes Becken vorfinden und dann "an den Rand gedrängt" werden.

    Es gibt beide Theorien.
    Alles auf einmal - dann ist es für jeden neu - Gerechtigkeit herrscht vor.
    Immer schön der Reihe nach - die Belastung des Wasser ist geringer.

    Wenn man sein Becken sauber einfährt - also ein wirklich stabiles Biotop hat, kann man beides machen!

    Im Punkt "der Reihe nach" bin ich gerne bereit deine Meinung als guten Tip zu sehen! Es wird auch bei "unkritischen" Besatzlisten super funktionieren. Also hier ein klares JA - so sollte es sein!

    Was bleibt - und das bin ich stur :lol: - ist die Tatsache, dass ein Becken auch ohne Fische einfährt, und man dadurch den Stress mit (und vor allem für) "Frischeingesetzte(n)" vermeiden kann!

    Es stimmt allerdings, dass man so wie du es vorschlägst agieren kann!
    Nur muss man halt immer schön aufpassen! Oder so wie du über Erfahrung verfügen!
    Bei einem Neuling ist es aber weit kritischer!

    Hättest du gleich geschrieben: du kannst ein paar Fische zum Einfahren reingeben...ABER IMMER FEST MESSEN...
    Dann hätte ich auch nicht wiedersprochen :roll:

    lg

    Manfred
     
    #8 6. August 2004
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