BITTE HELFT MIR!!! Lieblingsbarsch krank

Dieses Thema im Forum "Zierfischkrankheiten und Plagegeister" wurde erstellt von Anonymous, 21. September 2004.

  1. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo,

    mein rotes Bundtbarschweibchen ist schon seit ca. 5-6Monaten krank und ich weiß nicht mehr was ich tun soll :cry:

    Ich hatte in dem Barschbecken eine Schleimhautkrankheit - Flossenfäule, nach einer Behandlung mit ESHA2000 waren alle Fische wieder gesund, erst nach einer Weile bekam der rote Barsch leicht ausgefranste Flossen und einen weiß-grauen Überzug am Körper....

    ....das geht nun schon seit 4-5Monaten so, ich habe weiter mit ESHA behandelt, es schlägt aber nicht an....dann hab ich 2x Bäder mit Ektol cristal versucht, hat aber auch nix bebracht

    ...ich will den armen auch nicht töten, da er jetz schon sooo lange um sein Leben kämpft. Er frisst auch noch immer fleißig und ist sehr zutraulich, wenn er mal sein dunkles Versteck verlässt.

    Ich bin für jeden Tipp dankbar, LG, Hanna
     
    #1 21. September 2004
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
    Mitarbeiter Team Zierfischforum
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    Hallo Hanna,

    vermutlich hat der Cichlide eine grossflächige Infektion mit Hauttrübern. Die Symptome, die du geschildert hast, würden dazu passen. Dazu kämen noch Scheuern an Gegenständen und Schüttelbewegungen des ganzen Körpers, oft auch 'Flossenklemmen'.
    Das esha 2000 kommt dagegen nicht an.

    Abhilfe:
    - Dauerbad mit jodfreien Kochsalz in der Dosierung 1g pro Liter im Gesellschaftsaquarium
    - Anwendung von Ciliol (vorzugsweise).

    Wenn du dieses Präparat nicht erhältst, würde ich eine Kombination von esha Exit und sera Oodinopur vorschlagen - mit ersterem kann Ichthyo, Costia und Chilodonella wirksam bekämpft werden, mit letzterem Präparat auch der Flagellat Oodinium. Die Anwendung von beiden Präparaten ist gut möglich, solange sich nicht Garnelen im Becken befinden. Die Dosierung beider Medikamente genau nach Anleitung vornehmen und vor der Behandlung einen Teilwasserwechsel von 1/3 durchführen. Dabei KEIN Wasseraufbereitungsmittel verwenden, es würde das Medikament unwirksam machen.

    Darauf achten, dass keine absorbierenden Filtermaterialien (Aktivkohle, Zeolith, synthetische Nitrat- oder Phosphatentferner) oder UV-Wasserklärer in Betrieb sind. Die CO2-Düngeanlage, so vorhanden, abstellen. Der pH-Wert sollte nicht unter pH 7 sein, da im weicheren Wasser Medikamente giftiger wirken.

    Sollte nach 4 Tagen noch keine Besserung eingetreten sein, verlängere die Behandlung mit dem Exit noch für weitere 3 Tage, das oodinopur lässt du weg. Wenn bekannt ist, dass im Leitungswasser Kupfer enthalten ist, musst du mit einem Cu-Test den Gesamtgehalt des Kupfers testen, um eine Schwermetallvergiftung zu vermeiden.

    Bei Erkrankung eines Einzelfisches ist es natürlich angebracht, den Fisch auch separat in einem Quarantäne-Aquarium zu behandeln und die anderen Beckenbewohner nicht dem Medikamentencocktail auszusetzen. Vielleicht überlegst du dir die Anschaffung eines 60-er Sets für diese Zwecke, immerhin handelt es sich um deinen Lieblingsfisch ;-)

    Lg
    Jürgen
     
    #2 22. September 2004
  4. Anonymous
    Anonymous Gast
    kleiner nochimmer kranker barsch

    Mein kleiner kranker Barsch lebt immer noch....

    ich habe ihn 6Tage lang mit esha exit behandelt.
    Die Haut und Flossen sind ein klein wenig besser geworden, aber dafür hat er nun trübe Augen bekommen.
    Fressen tut er allerdings wie blöd.

    Ich weiß nun nicht, was ich mit dem Fisch machen soll....er leidet immer so vor sich hin...aber er is mir halt schon so ans Herz gewachsen, dass ich ihn auch nich einfach killen will. :cry:

    LG, Hanna
     
    #3 19. Oktober 2004
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
    Mitarbeiter Team Zierfischforum
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    Hallo Hanna,

    nun, ich staune: vor deinem ersten Posting war der Fisch bereits 5-6 Monate krank. Nun versuchst du eine Therapie, nach deinen Darstellungen ohne Quarantäne-Aquarium, ohne Salzzusatz, ohne Kombination mit Oodinopur. Ein Monat danach bist du noch immer nicht in der Lage, deinen Fisch zu einem Tierarzt oder kundigen Zoo-Händler zu bringen und dort um weitere Hilfe zu bitten :shock:

    Ein zaghafter Therapieversuch bringt bei massivem Ektoparasitenbefall kaum Erfolg. Mit der Augentrübung haben sich wieder Bakterien auf der Schleimhaut angesiedelt, vieleicht war es auch zuvor schon eine Mischinfektion, und das Exit hat hat die Hauttrüber nur ein wenig verdrängt. Es könnte nun zu einem lustigen Bäumchen-Wechsel-Dich zwischen Bakterien und Hauttrübern gekommen sein - Hauttrüber schädigen die Schleimhaut, Bakterien besiedeln das geschädigte Gewebe, die Hauttrüber werden verdrängt, die Bakterien bleiben bzw. schädigen das Gewebe weiter, bis sich wieder Schwächeparasiten in Grosser Zahl einfinden.

    Poste bitte mal den Nitrat-Wert deines Aquariumwassers, und wo (Gesellschaftsbecken?) du den Therapieversuch durchgeführt hast. Dann poste noch alle anderen relevanten Wasserwerte, die Beckengrösse und schliesslich - last but not least - den gesamten Zierfischbesatz im Aquarium.

    Lg
    Jürgen
     
    #4 19. Oktober 2004
  6. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo!

    In dem Zusammenhang würde mich der restliche Besatz auch interessieren. Ist dieser Barsch - wäre auch vorteilhaft, wenn man seinen genauen Namen wüßte - einzeln oder mehrere?

    Mit "halbseidenen" Behandlungsmethoden zieht man sich resistente Keime und Bakterien heran, die dann auf kein Medikament mehr ansprechen, dies nur zur Info.

    Wenn man Chemie und Medikamente einsetzt, dann sollte dies auch ordentlich in der richtigen Menge angewendet werden. Alles andere halte ich für zwecklos. Die Unterstützung mit Salz ist auf jeden Fall gut. Durch die Salzzugabe wird die Schleimhautproduktion angeregt und Krankheitserreger haben keine Chance sich festzusetzen.

    Gruß
    Helga
     
    #5 20. Oktober 2004
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