Fadenfisch-Frau gestorben.

Dieses Thema im Forum "Zierfischkrankheiten und Plagegeister" wurde erstellt von Philipp, 16. Juni 2003.

  1. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
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    Hi!

    Was war denn das? Hab mir letzte Woche ein Fadenfisch-Pärchen gekauft. Zuerst war alles ganz normal - beide sind herumgeschwommen und haben auch gefressen. Mit der Zeit wurde die Fafi-Dame aber immer ängstlicher und hat sich nur mehr zwischen den Pflanzen versteckt. Wenn sie dann doch mal herausgekommen ist wurde sie vom Mänchen attackiert - und hat sich dann bald wieder versteckt. Ab diesem Zeitpunkt hab ich sie auch nichts mehr fressen sehen.

    Gestern ist sie dann nur mehr kurz unterhalb der Wasseroberflöche gestanden und hat heftig geatmet. Heute in der Früh war sie dann tot. :angry: :sad:

    Was könnte das gewesen sein? Ist mein Männchen zu agressiv?
     
    #1 16. Juni 2003
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Fafi-Weibchen

    Hallo,

    Als Ursache für die schnelle Atmung könnten ein paar Ursachen infrage kommen:

    1. Bakterielle Infektion auf den Kiemen
    2. "verstecktes" Ichthypthirius multifiliis (Ichthyo) auf den Kiemen
    3. zu hoher Nitrit-Wert und damit verbundene Atemnot
    4. zu hoher oder zu niedriger pH-Wert (über pH 8, unter pH 5)
    5. Kiemenwürmer
    6. Oodinium-Befall auf der Fischschleimhaut und auf den Kiemen
    7. Hexamita - Flagellatenbefall mit Dunkelfärbung, Absonderung und verstärkter Atmung
    8. Zu rasches Umsetzen von einem Aquarium ins andere mit größerer pH-Wert Änderung
    9. Bei Labyrinthfischen: Erkältung (und Entzündung) des Labyrinthorganes
    10. Bei Labyrinhfischen: 02-Mangel durch Bildung einer Kohlendioxidschicht über dem Wasserspiegel bei CO2-Düngung und ungenügendem Luftaustausch unter der Abdeckung
    11. allgemeiner Sauerstoffmangel
    12. Zu hoher Gehalt an gelösten Kohlendioxid im Aquariumwasser
    13. Vergiftungserscheinungen im Aquariumwasser (Spülmittel)
    14. Vergiftungserscheinungen bei Labyrinthfischen: durch Zigarettenrauch, Insektensprays oder "Raumsprays"
    15. Verstopfung (mit Dunkelfärbung und "dickem" Bauch)
    16. allgemeiner Stress
    17. Zu hohe Keimzahl im Aquarium (v.a. bei Discusfischen aktuell)
    18. Zu grosse Teilwasserwechsel mit frischem Leitungswasser u. damit verbunden Irritationen und entzündungsähnliche Symptome (Rötung) der Kiemen
    19. Ungeeignete Dekorationsmaterialien im Aquarium, z.B. PU-Schaum oder Sanitärsilikon mit chronischer Vergiftung
    20. Ungeeignete Wurzeln, die zu stark Nitrate abgeben oder noch stellenweise (auch verdeckt!) faulen können


    Am ehesten würde ich auf 6 tippen. Dafür spricht auch die anfangs gute Eingewöhnung und die etwa 8-10 tägige Inkubationszeit und das Fehlen weiterer sichtbarer Auffälligkeiten.

    Glaube nicht, dass in einem 80x35x50 cm Aquarium der Stress des Männchens für den Ausfall verantwortlich war.
    Mehr Versteckmöglichkeiten für das Weibchen in Form von Pflanzen wären natürlich ideal. Leider sind die Nachzuchten von Colisa lalia ziemlich empfindlich was das Umsetzen betrifft.
    Auch wenn die Verhältnisse betr. Nitrit/Nitrat bei Dir optimal sind und Du alles richtig gemacht hast kanns immer wieder zu Ausfällen beim Zierfischneukauf kommen :eye:
    Kann man leider bei Fischen nie ausschließen,

    Lg
    Jürgen

    ergänzt am 19.06.2003
     
    #2 16. Juni 2003
  4. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
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    Hi Jürgen!

    Meinst du, daß das und die Ausfälle bei den Guppy zusammenhängen?

    Langsam wird es nämlich argerlich und in zweiter Linie auch kostspielig.... :sad:
     
    #3 16. Juni 2003
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Colisa lalia: sehr empfindlich beim Umsetzen

    Hallo Phil :)

    Es handelt sich bei den Geschichten um C. lalia sicher nicht um Gerüchte, sondern um die Wahrheit: nach dem Aussetzen der Antibiotika-Dauerbehandlung bei der Aufzucht und im Großhandel fallen schließlich im Wege des Einzelhandels + Endverbraucher etwa 30 % der Tiere aus.
    Dabei zieht sich diese ziemlich hohe Ausfallsquote durch alle Farbschläge, also die Wildform, rote oder blaue oder orange C. lalia Varianten. Man kann bei diesen Nachzuchten gar nicht genug "richtig" machen - selbst im perfekten Aquarium kommen diese Ausfälle leider zustande.
    Ich wüsste auf die schnelle gar keine Abhilfe dagegen, vielleicht eine sparsame Salzzugabe und Zugabe von Erlenextrakten, um die Keimzahl im Aquarium so gering wie möglich zu halten und die C. lalias mit ihrem schwachen Immunsystem langsam an die relativ hohen Keimzahlen im Aquarium zu "gewöhnen".
    Am besten wärs Wildfänge oder F1 Nachzuchten zu nehmen, die mit den tschechischen oder asiatischen Lalias noch nie in Kontakt gekommen sind,

    meint :glass:

    Jürgen
     
    #4 17. Juni 2003
  6. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
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    Wieder das gleiche Bild

    Hi!

    Mit der neuen Fafi-Dame schaut es glanz gleich aus wie damals: Das Männchen attackiert sie sobald er sie sieht - sie versteckt sich wie die vorherige in den Pflanzen und frisst nicht.
    Habe heute das Männchen mal eingesperrt - in einen Ablaichkasten mit Sichtschutz. Das hat am Verhalten des Weibchens leider auch nichts geändert.... schaut also so aus, daß die anderen Fische (Schwarzer Neon und 2 Guppy) auch nicht ganz unschuldig an der Angst der Fafi-Dame sind.

    Schauenb wir mal wie es mit ihr weitergeht....

    lg
    Philipp
     
    #5 29. Juni 2003
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