Flossenfäule?

Dieses Thema im Forum "Zierfischkrankheiten und Plagegeister" wurde erstellt von Tatjana, 26. Juni 2004.

  1. Tatjana
    Tatjana Bekanntes Mitglied
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    Hallo.

    Langsam bin ich am verzweifeln. In meinem 160l Becken hatte ich die Flossenfäule drin, nehme es mal stark an dass es das war.
    Art des Beckens:
    160l
    dicht bepflanzt, Kiesgrund, Wurzel
    alle Wasserwerte im grünen Bereich
    Besatz:
    8 Guppys
    4 Black Mollys
    10 Asboras
    1 Schwerträger
    3 Regenbogenfische
    1 Zitronensaugschmerle
    2 Antennewelse
    3 Garnelen

    Betroffene Fische: Guppys.
    Die Fische begannen zuerst Flossen zu klemmen, dann fingen die Flossen an zu zerfransen, sich regelrecht aufzulösen, die Tiere magerten ab und begannen dann auch zu taumeln und zum Teil an Farbe zu verlieren.
    Ich habe sie gleich mit Esha behandelt, zeigte aber keine Wirkung. Hatte den Verdacht auf Fischtuberkulose, kann es wirklich nicht genau sagen.
    Da ja die Medikamente nicht anschlugen.
    Habe die Guppys dann artgerecht erlöst, derweil sind mir auch 3 Schwertträger, 1 Regenbogenfisch ohne ersichtliche Krankheit verstorben.
    Inzwischen hat sich die Situation im Becken beruhigt, aber es sind dort einige Guppys zur Welt gekommen, die ich dann in das 54l Babybecken getan habe. Nun scheint bei diesen Babys das gleiche anzufangen.
    Flossenklemmen etc. ..........was soll ich nur tun?
    Die Platybabys scheinen nicht betroffen zu sein. Weiss mir echt keinen Rat mehr, ich möchte nicht noch mehr Verluste haben.
    Vielleicht weiss jemand einen Rat.
    Ein Guppysmännchen vom 160l hat seit heute einen weissen Film ums Maul. Was könnte das sein??? Und vor allem wie soll ich das behandeln?
    Soll ich ihn und auch die kranken Guppybabys in Quarantäne setzen?
    Viele Fragen ich weiss, aber ich wäre froh wenn mir jemand weiter helfen könnte.
    Liebe Grüsse
    Samira
     
    #1 26. Juni 2004
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  3. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    #2 26. Juni 2004
  4. Tatjana
    Tatjana Bekanntes Mitglied
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    Hallo Leo.

    Vielen Dank für Dein Tipp. Ja drei neue Guppys kamen dazu, wobei einer davon eben weiss um das Maul ist.
    Bei den kleinen bin ich mir eben nicht sicher ob es Flossenfäule oder Fischtuberkulose ist.
    Meinst Du ich sollte mir esha weitermachen? Ich hätte noch exit zuhause.
    Hatte vor einiger Zeit schon mal sowas und konnte es aber nicht besiegen, mir gingen sehr viele Fische drauf und meist sind es Guppys.
    Die Kranken sitzen mal in Quarantäne.
    Liebe Grüsse
    Samira
     
    #3 26. Juni 2004
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo Samira,

    >> Bei den kleinen bin ich mir eben nicht sicher ob es Flossenfäule oder Fischtuberkulose ist.

    Ich schätze mal, dass es bei den Kleinen weder das eine noch das andere ist. Viel mehr scheint mir ein Befall mit Hauttrübern vorzuliegen. Gerade junge Guppies erkranken oft daran, wenn sie in überbesetzten Becken gepflegt oder beim Umsetzen eine Änderung in der Wasserchemie (hier v.a. der pH-Wert) vorgenommen wurde.
    Bei der Art der Hauttrüber kann man eigentlich nur raten. Recht häufig tritt z.B. Costia bei Jungfischen auf.
    Therapie mit sera Costapur und Meersalz (1 g/Liter). Auch das neue sera omnipur dürfte recht brauchbar sein, v.a. bei Mischinfektionen mit nicht genau erkennbarem Krankheitsbild.
    Esha 2000 würde ich bei Flossenfäule nicht einsetzen, das Esha ist bei Pilzerkrankungen besser geeignet. Oft tritt die FF sekundär nach Vorschädigung der Flossen auf. Wenn man also nur ein Präparat gegen FF einsetzt und dabei die Einzeller selber nicht bekämpft, erreicht man meistens gar keinen oder einen zu späten Therapieerfolg. Erfolgversprechend kann natürlich die Kombination zweier Präparate sein, wobei z.B. das costapur den Einzeller bekämpft und das Esha (oder sera bactopur) vorbeugend gegen bakterielle Sekundärinfektionen verabreicht wird.

    http://www.kattsundco.com/aquaristik/kr ... ostia.html

    Für die Jungfische wär aber diese doppelte Gabe zu viel des Guten. Es sollte nicht zur Flossenfäule kommen, wenn die Einzeller bekämpft werden. Der Flossenfäule dann am besten über eine Optimierung der Wasserwerte bzw. des Fischbesatzes vorbeugen.
    Gegen Fischtuberkulose hilft m.W. kein handelsübliches Präparat. Wenn man sicher sein kann dass es sich um FT handelt kann man eigentlich nur versuchen, über die Haltungsbedingungen Heilungserfolge zu erzielen. Also in der Form, als der Krankheitsausbruch durch eine Verschlechterung der WW bzw. unpassende Wasserwerte hervorgerufen wird, durch eine Verbesserung bzw. Optimierung der WW und Hälterungsbedingungen.

    Dein Gesellschaftsbecken scheint mir ganz passabel besetzt zu sein. Hast du pH-Wert und Gh griffbereit?

    Lg
    Jürgen
     
    #4 26. Juni 2004
  6. Tatjana
    Tatjana Bekanntes Mitglied
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    Hallo Jürgen,

    danke für die ausführliche Antwort.
    Die genannten Medikamente habe ich nicht zuhause, kanns erst am Montag besorgen.
    Was mich ein wenig verdutzt ist: es sind weder schlechte Wasserwerte noch Überbesatz.
    54l
    Viele Pflanzen, kies .
    14 Platys ca. knapp 1cm
    3 Guppys knapp 1cm
    4 Otocinclus
    1 Antennenwels
    Wasserwerte.
    NO3 20
    NO2 0
    GH 5
    KH 7
    PH 7

    Die Werte des 160l sind:
    NO3 40
    NO2 0
    GH 5
    KH 10
    PH 7,5

    Kann nur derweil mit esha und salz arbeiten , was ich aber schon getan habe.

    160l


    Babybecken

    lg
    Samira
     
    #5 26. Juni 2004
  7. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    die Becken sind wirklich sehr schön, v.a. das 160 Liter Becken hat sich seit dem letzten Bild perfekt entwickelt.

    So wies aussieht dürften die geschilderten Probleme eigentlich gar nicht auftreten.
    Ich vermute, dass das Problem durch den Neubesatz das Problem verursacht wurde.
    Du hast die Quarantäne übersprungen, hmm?

    Lg
    Jürgen
     
    #6 26. Juni 2004
  8. Tatjana
    Tatjana Bekanntes Mitglied
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    Hallo Jürgen,

    vielen Dank! :oops:
    Doch ich hatte sie in Quarantäne, wenn ich auch den Sinn nicht 100% Verstehe.
    Und warum nicht? Weil wenn ich einen neuen Fisch in Quarantäne setze und er hat Erreger in sich, die aber bei diesem nicht ausbrechen müssen, dann hat auch Quarantäne nicht viel Sinn.
    Hätte ich Fische die von der Abwehr stabil sind, ( was ich anstrebe, es leider im Geschäft aber nicht zu kaufen gibt, da viele aus Asien kommen), dann macht es ihnen nichts.
    Heisst es nicht überstandene Krankheiten machen stärker und auch immuner? Oder ist es bei den Fischen ganz anderst?
    Es war doch die Diskussion, dass ein Händler, wenn er von Privat Fische bekommt, diese sich kurz anschaut, dann ins Becken kippt.
    Wenn ich mir Fische kaufe, dann beobachte ich diese genau, ich stehe oft eine zeitlang vor dem Verkaufsbecken und sehe mir alle Fische genau an. Wenn ich sehe dass solche dabei sind die krank sind, kaufe ich auch keinen. Ich versuche mir Fische zu kaufen, die mir gefallen, aber auch solche die einen sehr vitalen und gesunden Eindruck machen, so wie die neuen Guppymänner.
    Dass mein Moskauer trotz Quarantäne, dann im Gesellschaftsbecken krank wurde, könnte ja auch sein, dass er mit dem Keimen die MEINE Fische haben, nicht zurecht kam?!
    Also, was ist der Sinn der Quarantäne? Drum verstehe ich es nicht 100% Prozentig. Klingt für einige vielleicht doof. Ausserdem Frage ich immer den Händler meines Vertrauens, ob ich Quarantänen soll. Bei einigen empfiehlt er es mir, bei anderen ist er wieder sicher, dass die absolut gesund sind, denn er weiss ja woher diese kommen.
    Ich habe 3 Guppymander gekauft und wie immer erkrankte mir der Moskauer, genau mit diesem schönen Farbschlag scheine ich Pech zu haben.
    Hier noch ein Foto von einem anderen neuen, ist doch ein sehr schöner Fisch. Bin einfach geschmolzen als ich den sah.

    So nun mein langes Posting über (meiner Meinung nach) Sinn und Unsinn der Quarantäne, ich hoffe es ist halbwegs verständlich und ich glaube Jürgen wird sicher schlagfertige Argumente haben, worauf ich mich schon freue, denn ich lerne sehr gerne dazu.
    Übrigens die Babys kamen mit diesen neuen nie in Kontakt.
    Liebe Grüsse Samira
    PS: Wo finde ich Dein Geschäft? Würde sehr gerne mal vorbei schauen.
     
    #7 27. Juni 2004
  9. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    Quarantäne!

    Hallo Samira!

    Also zur Quarantäne muß ich folgendes loswerden: Erstens: 100%ige Sicherheit ist das nie, aber immerhin eine große Hilfe.
    Meiner Meinung nach auch ein großer Vorteil ist, daß sich die Fische in Ruhe an die neuen Verhältnisse (Wasserwerte, Beleuchtung, Futter usw..) gewöhnen können. Und bei Lebendgebärenden, die wie Du sicher weist zum Teil aus "engen Zuchtlinien"und/oder Massenhaltung kommen, kann es sein, daß sie entweder eine Krankheit mitbringen, die bei denen nicht mehr ausbricht bzw. daß sie gegen einen Erreger, den Dein bestehender Bestand "wegsteckt" extrem empfindlich sind/eine Lücke in ihrer Abwehrkraft haben.
    "Austesten" kannst Das nur, wenn Du am Ende der Q-Zeit einen oder zwei "alte" Guppys für 3-4 Tage zu den neuen dazusetzt: Jenachdem was passiert, kannst dann selber Deine Schlüsse ziehen: Es kann gar nix passieren, dann ist meistens alles roger, es können die neuen eine Krankheit kriegen oder es können die alten erkranken.....Ich hab' mich intensiv mit der Quarantäne auseinandergesetzt und finde schon, daß das "Nerven spart", insbesondere diese lästigen Kiemenwürmer, die hatte mein (vorheriges) Fischgeschäft wahrscheinlich inclusive in seinen Becken drin - ohne Q-Becken gelangst an den Rand der Verzweiflung.
    Und noch was: Lebendgebärende (Platys und Guppys jedenfalls) sind meiner Meinung nach von Haus aus oft sehr unstabil. Das beste ist: So schnell wie möglich eigenen Nachwuchs herbringen, es ist witzig, aber die scheinen sich als Jungfische recht gut an die bestehenden Verhältnisse anpassen zu können - jedenfalls macht die eigene Nachzucht nicht die Zicken, die ein fremd dazugekaufter Fisch macht.

    Servus!

    Leo

    Nachtrag: hier steht noch 'was zum Thema Quarantäne
     
    #8 27. Juni 2004
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