Haut-und Kiemenwürmer

Dieses Thema im Forum "Zierfischkrankheiten und Plagegeister" wurde erstellt von Anonymous, 26. September 2004.

  1. Anonymous
    Anonymous Gast
    Wer von Euch hat schon erfolgreich Haut-und Kiemenwürmer behandelt?

    Meine Schleierschwänze leiden darunter (wurde von einem Tierarzt festgestellt). 2 liegen auf dem Boden und einer scheuert sich an der Aquariumwand. Trotz zweimaliger Behandlung mit Moneol zeigt sich keine Besserung und der Tierarzt ist jetzt 2 Wochen nicht erreichbar.
    Eine frühere Behandlung mit Gyrotox war ebenfalls nicht erfolgreich.
    Auch eine Aufsalzung des Wassers brachte keine Besserung.

    Gibt es da wirklich nichts, was sicher hilft????

    Viele Grüße von Martina
     
    #1 26. September 2004
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  3. shary
    shary Bekanntes Mitglied
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    hi martina
    ich hab einmal auf jürgens anraten hin meine panzerwelse mit concurat L behandelt... auch meine l-welse haben die behandlung gut überstanden, obwohl bei denen medikamentöse behandlungen schwierig sind... alle infos dazu findest du hier: http://www.zierfischforum.at/viewtopic. ... t=concurat
    das mittel ist allerdings relativ schwer zu bekommen... ist eigentlich nur in deutschland erhältlich und ich hab einige apotheken abgeklappert bis ich überhaupt eine gefunden hab, die mir das mittel bestellt hat... die wollten allerdings gesalzene spesen... hab dann über 3 ecken (freundin, der freundin die bei einem pharmakonzern arbeitet) das zeug bekommen... vielleicht hast du in deiner apotheke mehr glück...
    lg shary
     
    #2 26. September 2004
  4. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo Martina,

    Das Moneol wäre schon ein recht wirksames Präparat, zumindest hab ich davon bisher nur gutes gehört.
    Möglicherweise ist bei der Behandlung etwas schief gelaufen, dass Wasseraufbereitungsmittel oder absorbierenden Filtermedien verwendet wurden.

    Andere Möglichkeiten, um Kiemenwürmer (bei Nachweis) zu bekämpfen:
    Eine wirkungsvolle Behandlungsform mit dem Wirkstoff "Formalin" hat der Buchautor Gerhard Rahn auf dieser Seite veröffentlicht:

    http://www.max-discus-dream.de/mddnew/F ... dlung.html

    Anmerkung: Formalin ist giftig und krebserregend. In Österreich dürfen nur Personen mit Giftschein mit Formalin umgehen.

    Shary:
    Über der Wirkstoff Levamisol, der z.B. im Concurat L10% enthalten ist, habe ich keine Literaturstellen finden können, dass eine Anwendung auch bei Kiemenwürmern erfolgversprechend sein könnte.

    Laut Ter Höfte (2001) gibt es noch folgende Therapiemöglichkeiten:
    Flubenol 5%: 200 mg/100 l in DMSO gelöst über 5-8 Tage; für einige Kaltwasserarten möglicherweise unverträglich (Goldorfen).
    Praziquantel: 4 g/kg Futter oder 500 mg/100 l über 7 Tage bzw. 3-7 Tage; auch hier soll es ggf. bei Fischen zu Unverträglichkeiten kommen
    Masoten oder andere Insektizide auf Basis organischer Phosphorsäureester: Masoten, Neguvon, Trichlorphon, allgemein: Metrifonate, Dauerbad über 7-10 Tage mit 0,25-0,5 mg/l Aquariumwasser. Masoten ist hochgiftig, viele Salmlerarten, Welsarten, Hechte, Killifische, Rotfeder und Wirbellose vertragen kein Masoten.

    Die angeführten Medikamente sind allesamt verschreibungspflichtig. Die Erwähnung soll deinem (Martinas) Tierarzt die Möglichkeit geben, nach weiterer Information ein anderes Präparat auszuwählen.

    Zugleich wäre ein weiterer Abstrich empfehlenswert. Wenn die Goldfische noch ähnliche Symptome zeigen heisst das nicht, dass daran wieder Haut- oder Kiemenwürmer beteiligt sind. Möglicherweise handelt es sich 'nur' um sekundär dazugekommene Hauttrüber, die man ebenfalls wiederum durch einen Abstrich hinter den Kiemen und im Rückenbereich des Fisches nachweisen könnte.

    Lg
    Jürgen
     
    #3 27. September 2004
  5. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo an alle!

    Danke für Eure Hilfe.
    Ich war heute auf der Veterinärmedizinischen Universität mit meinem Oranda und mit einem weiteren Schleierschwanz.
    Es konnten keine Parasiten mehr beim Abstrich festgestellt werden. Moneol dürfte also erfolgreich gewesen sein.

    Leider sitzt der Oranda schon wieder nur am Boden und warum der andere Schleierschwanz sich an der Aquarium-Scheibe gescheuert hat bleibt auch ein Rätsel.

    Nitrit, Nitrat, Ammoniak sind kein Problem, das hab ich schon mehrmals getestet.

    Auf der Uni meinten sie nur, dass es sich um Hochzuchten handelt und dass der eine eventuell keine Lust zum Schwimmen hat. Weiteres kann man erst feststellen, wenn er gestorben ist.
    Irgendwie ist das keine befriedigende Aussage, aber anderes ist bei Fischen anscheinend nicht möglich.

    Viele Grüße von Martina
     
    #4 27. September 2004
  6. shary
    shary Bekanntes Mitglied
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    hi
    thx für die info jürgen, wieder was dazugelernt
    lg shary
     
    #5 27. September 2004
  7. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    >> Auf der Uni meinten sie nur, dass es sich um Hochzuchten handelt und dass der eine eventuell keine Lust zum Schwimmen hat.

    Naja, eine etwas schale Erklärung. Du hast den Fisch doch beobachtet, auch bei dir im Aquarium, und sicher nicht gekauft, weil er beim Händler schon so fade am Kies rumhockte, oder?

    >> Weiteres kann man erst feststellen, wenn er gestorben ist.
    Irgendwie ist das keine befriedigende Aussage, aber anderes ist bei Fischen anscheinend nicht möglich.

    Nein, leider nicht. Man kann sehr viel über die Beobachtung der Fische rausbekommen, was es für eine Erkrankung ist, aber dazu brauchts wirklich viel Erfahrung, man kann ja net einfach so 'in den Fisch reingucken', und sagen 'wos drückt' können die Süssen auch nicht.

    Vielleicht kannst du zur Vorgeschichte bis zur Untersuchung auf Kiemenwürmer etwas erzählen, und warum du den Fisch (was ja super ist!) gleich an der Uni hast untersuchen lassen.
    Würde mich sehr interessieren.

    Grüsse,
    Jürgen
     
    #6 27. September 2004
  8. Anonymous
    Anonymous Gast
    Also, hier ist meine Geschichte bzw die meiner Fische:

    Habe mir vor 3 Wochen einen weißen Oranda (Rotkäppchen, 10 cm) gekauft. Er war im Geschäft völlig normal.
    Schon nach wenigen Tagen saß er sehr oft am Boden, Freßverhalten war normal, ebenso das Aussehen.


    Eine Woche später hab ich mir dann noch einen kleinen Schleierschwanz gekauft, allerdings in einem anderen Geschäft.
    Auch dieser Fisch war anfangs normal, hockte aber auch bald sehr viel am Boden und bekam nach 2 Tagen Bauchwassersucht

    Natürlich machte ich mir dann große Sorgen und habe einen Fischtierarzt in Wien aufgesucht, der sich den kleinen Schleier anschaute, und unterm Mikroskop starken Befall mit Haut-und Kiemenwürmer feststellte.
    Er riet mir, alle Fische im Aquarium mit Moneol zu behandeln und danach den kleinen Schleier in Quarantäne mit Antibiotika gegen die Schuppensträube.

    Tja, und da sich mein großer Oranda im Aquarium auch nach einer 2. Moneol-Behandlung im Verhalten nicht geändert hat, bin ich davon ausgegangen, dass er immer noch Haut-und Kiemenwürmer hat. (war aber eine falsche Annahme meinerseits, wie sich heute herausstellte, vielleicht hat er auch nie welche gehabt)

    Auch meine 2 weiteren Schleierfische gaben mir zu denken, da sie
    immer wieder, ohne zu fressen, ihr Maul vorstülpen (auf dem Medikament Gyrotox steht, dass Würgeverhalten ein Zeichen für Würmer sei) und hin und wieder an der Aquariumwand anstoßem und wieder zurückspringen.

    Da ich nun unbedingt Klarheit haben wollte, ich den Oranda keinesfalls verlieren will und mein oben erwähnter Tierarzt für 14 Tage nicht errreichbar ist, ist mir in Wien nur mehr die Veterinärmedizinische Uni eingefallen.

    Dazu noch eine Frage: kennt jemand in Wien, außer der Uni, sonst noch Ärzte, die sich mit Fischen beschäftigen?

    Viele Grüße von Martina
     
    #7 27. September 2004
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