Parasiten /Ungeziefer im Kies?

Dieses Thema im Forum "Zierfischkrankheiten und Plagegeister" wurde erstellt von Anonymous, 23. Dezember 2003.

  1. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo,

    habe vor ein paar Tagen entdeckt, daß sich im Kies so weißliche, kleine Asseln oder ähnliches befinden. Ca. 0,1 cm groß, vorne zwei filigrane
    Fühler. Sind das Parasiten, die den Fischen schaden, sobald sie raus kriechen?? Sind unten eher flachen und oben leicht gerundet bis oval??
    Sind nicht immer zu sehen.
    Brauche dringend Rat oder Hilfe, bevor ich schlaflose Nächte habe.
    Schwrzer Quarzkies mit grauem gemischt. Wasserwerte soweit ok.
    Keine Verschlechterung seit Wochen. Welse, Mollys und Zebrabarben.
    Vielen Dank für Antworten.

    junidrache
     
    #1 23. Dezember 2003
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Planarien

    Hallo Junidrache,

    ich glaube du bist 6 Monate zu spät dran.
    Dezemberdrache wär passender ;-)
    Netter Nickname :)

    Scherz beiseite: bei dem von Dir beobachteten Tierchen wird es sich um Planarien (Plattwürmer) handeln. Sie schaden Deinen Fischen nicht, manche Zierfisch-Arten fressen sie sogar recht gerne, z.B. Labyrinther. Das wird auch der Grund sein dass Du sie vielleicht nur nach dem Lichtein- bzw. Ausschalten zu Gesicht bekommst (oder nach einer üppigeren Fischfütterung). Planarien werden mit Wasserpflanzen oder Lebendfutter eingeschleppt und ernähren sich als Destruenten von tierischem organischem "Abfall", der im Aquarium i.d.R. aus Fischkot, Futterresten oder - auch - toten Fischen bestehen wird.
    Werden die Tierchen zum optischen Problem ist das ein Zeichen dafür, dass zuviel gefüttert wird und in der Folge zuviel proteinhalte Abfallstoffe im Aquarium vorhanden sind.
    V.a. bei ausgiebiger Rinderherzfütterung kann das recht unappetitliche Ausmasse annehmen. Planarien sind eigentlich in jedem Aquarium vorhanden, werden von den Fischen jedoch kurzgehalten. In Deinem Fall werden die Mollys als ständige "Zupfer" schon dafür sorgen, dass sie nicht weiter zum Problem werden.

    Also: die Planarien schaden Deinen Fischen nicht. Im schlechtesten Fall kanns bei vernachlässigten Becken zu einer Massenvermehrung kommen, und die Würmchen belästigen durch "Anschwimmen" die Fische, parasitieren jedoch nicht aktiv am lebenden Fisch. Allerdings könnte Fischlaich Schaden nehmen, wenn die Eier von den Plattwürmern angebohrt werden; aber so wies aussieht planst Du in diesem Becken keinen Daueransatz von Freilaichern, also ist das auch kein Thema.

    Lg
    Jürgen
     
    #2 23. Dezember 2003
  4. Anonymous
    Anonymous Gast
    planarien....

    :wink: Na ja, Werde das mal gerne glauben. Muß ich nicht schlaflos die Nacht verbringen. Junidrache weil im Juni geboren und im Jahr des Drachen. Ansonsten hast Du recht mit Dezember. Habe leider bisher keine großartige Literatur oder Einträge zu dem Thema -Parasiten im Kies- gefunden. Deswegen mein Hilferuf. Sonstige Fischkrankheiten werden ja überall publiziert. Das die mit den Wurzeln eingeführt werden, habe ich mir auch schon überlegt. Wollte aber nicht zu leichtsinnig die Hände in den Schoß legen und nichts unternehmen.
    Vielen Dank für die prompte Hilfe und viele Grüße aus Bayern...

    Antje ;-)
     
    #3 23. Dezember 2003
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Planarien

    Hello,

    hab mal eine Grossaufnahme einer schönen fetten Planarie gefunden:

    http://www.aquarienfische.info/bilder7/planar1.jpg

    Auf der HP findet man recht abenteuerliche Lösungen, um der Planarien Herr zu werden. Nachahmung ist nur bedingt empfehlenswert. Hab beim googeln auch noch einen interessanten Beitrag gefunden in dem es darum geht, dass bei chemischer Vernichtung der Planarien von den Körperflüssigkeiten der sich zersetzenden P. selber gewisse Gefahren für die Fische ausgehen können, sprich: Vergiftungen bzw. Vergiftungserscheinungen, vielleicht ählich wie nach Schneckenbehandlungen, die Folge sein können.

    Lg
    Jürgen
     
    #4 24. Dezember 2003
  6. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hm, tja. :-?
    Meine Viecher kriechen nicht an der Scheibe umher, sondern befinden sich im Kies. Sie sehen auch nicht so Wurmartig aus, sonder fast eher wie Kriechtierchen. Vorn mit filigranen Fühlern? Allerdings sind sie schwer zu beobachten. Dann hab ich glaub ich noch so ganz dünne, bewegliche Fäden gesehen. Habe auch schon im Internet ein wenig gesucht, aber dazu nicht direkt was gefunden. Gibt es verschiedene Bauformen von Planarien? Habe nur verschiedenfarbige im Internet entdeckt.
    Könntest Du mir da weiterhelfen? Wie gesagt, Fische sind bisher nicht befallen. Jedenfalls nicht sichtbar.
    Vielen Dank und schöne Feiertage noch. 8)

    Antje
     
    #5 25. Dezember 2003
  7. Jürgen Ha
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    Re: ?

    Hallo,

    werde heute abend oder morgen mal in meiner Bibliothek stöbern, ob ich was entsprechendes finde was Deiner Beschreibung entsprechen könnte. Was mir auf die schnelle einfällt: wenn die beobachteten Tierchen Fühler haben werden sie sich nicht parasitisch verhalten. Parasiten benötigen keine Fühler, sondern verfügen über andere sensorische Fähigkeiten, die ihnen das Auffinden eines Wirttieres ermöglichen.
    Die Fühler bei den beobachteten Tierchen weisen auf eine substratbezogene Lebensweise hin, die helle Färbung lässt den Schluss zu dass sich das "Tierchen" verborgen (weil ungetarnt) in einem Substrat aufhält.
    Würde also vorerst mal ausschliessen, dass es sich um einen Parasiten handelt. Was es sonst ist - schau mer mal, vielleicht komm ich oder einer meiner Kollegen ja drauf.

    Lg
    Jürgen
     
    #6 25. Dezember 2003
  8. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Planarien

    Hallo,

    weiter bei der "Ungeziefersuche" ;-)
    Erst mal ein besseres Bild von Planarien:



    nach Durchsicht meiner schlauen Bücher hab ich als Verifizierung in der Beantwortung Deines beobachteten "Ungeziefers" und meines Postings zusammengefasst:

    zu 1: Die beobachteten Würmer im Substrat:

    Ausgehend davon, dass es sich um einen Wurm handelt, könnte es sich entweder um einen Plattwurm (Plathelminthen) oder einen Borstenwurm (Anelidae) handeln. Ersteres wird einige mm bis 2 cm gross, letztere werden im Aquarium bis 4 cm lang.
    Borstenwürmer werden etwas grösser und können als bleiche, Tubifexänliche Würmer im Bodensubstrat vorkommen.

    Planarien gehören in die Gruppe der Plathelminthen, es handelt sich dabei um Strudelwürmer (Klasse Turbellaria) mit gewöhnlich freilebender Lebensweise (auch parasitische Arten sind beschrieben). Strudelwürmer sind Zwitter, d.h. jedes Individuum besitzt sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane, manche Arten sind auch zu ungeschlechtlicher Vermehrung durch Teilung befähigt. Sie besitzen keinen After, keine Blutgefässe und keine Atmungsorgane, Sinnesorgane können vorhanden sein. Planarien besitzen einen ausstülpbaren Schlund (Pharynx), mit Hilfe eines Flimmerepithels, das den gesamten Körper überzieht, sind sie in der Lage, schnell über Oberflächen zu gleiten. In der Haut sitzen sog. Rhabditen - kleine Stäbchen, die gegen Feinde oder Beute geschleudert werden können. Diese Rhabditen erzeugen bei den getroffenen Tieren Lähmungen und Wunden. Beschriebene Arten in unseren Aquarien sind Stenostomum leucops, Planaria maculata, Dentrocoilium lacteum, Polycelis tenuis u.a.). Die allgemeine Bezeichnung in der Aquaristik lautet "Scheibenwürmer".
    Mit Futterresten, Kot oder toten Fischen verschmutzte Aquarien stellen ideale Lebensräume für Strudelwürmer dar. Neben Fischlaich können übrigens auch Jungfische durch die Rhabditen geschädigt werden.

    Bekämpfung: Die Bekämpfung der Strudelwürmer ist schwierig. Die harten Eikapseln sind gegen Medikamente resistent. Masoten tötet die Würmer, aber nicht die Eier. Am besten werden betroffene Aquarien ausgeräumt, gereinigt und desinfifziert. Von Köderungsversuchen mit rohem Rindfleisch rät BAUER ab, da durch den freiwerdenden Fleischsaft das Aquarium zusätzlich verschmutzt und den Strudelwürmern noch bessere Vermehrungsgrundlagen geboten werden. Auch das Einbringen von Kupferpfennigen (neuerdings: Kupfercent ;-) ) oder Kupferdraht ist wegen der Vergiftungsgefahr für Fische, Schnecken und Krebse (allg. Wirbellose) keine brauchbare Lösung. (Roland Bauer: Erkrankungen der Aquarienfische, Reihe Tierärztliche Heimtierpraxis, 1991).

    Eine Erhöhung der Temperatur auf ca. 35 °C soll helfen. Zuvor müssen die Fische herausgefangen werden, einige Pflanzenarten könnten diese Prozedur möglicherweise nicht vertragen. Fische, die Planarien fressen: Trichogaster sp. (Blauer Fadenfisch, Mosaikfadenfisch). (Tetra: Gesunde Zierfische, 1990). Auch Macropodus opercularis (Paradiesfisch) frisst Planarien (eigene Beobachtungen). Da kein Zeitraum bei der Temperaturkur angegeben ist würde ich bei der Temperaturerhöhung einmal von 2 Tagen ausgehen, evt. ist die Prozedur dann noch einmal zu wiederholen. Im Mergus BD I wird bei der Temperaturerhöhung 32 °C empfohlen (auch hier: vorher die Fische rausfangen!).

    Als Medikament wirkt Levamisol gegen Planarien, der Wirkstoff Levamisol ist z.B. im Präparat Concurat L 10 % enthalten. Als Dosierung gegen Planarien im Süss- und Meerwasser werden 0,5 g/100 l Wasser über 12 Stunden angegeben (Tetra: Gesunde Zierfische, 1990). Da Concurat in Österreich nicht erhältlich (nicht zugelassen) war hab ich mir das Medikament in München beim Fischgesundheitsdienst verschreiben lassen und gekauft. Anlassfall war eine Behandlung gegen Camalanus cotti (Fräskopfwurm), einen Nematoden (Fadenwurm), den ich mit Wildfang-Scalaren "mitgekauft" hab und die in einem Becken auch ohne Vorhandensein eines Zwischenwirtes (Ruderfusskrebse oder Copepoden) nach und nach die Haltung von Apistogramma-Arten erschwert hat. Die Wirkung war sehr gut, nach den angeg. 12 Stunden wurde ein TW-Wechsel gemacht und Aktivkohle eingesetzt, eine weitere Behandlung war dann nicht mehr notwendig. Die gleiche Methode hat auch bei der Bekämpfung von Planarien in anderen Becken (Zuchtaquarien) sehr gute Erfolge gebracht.

    Fazit: Die von Dir beobachteten dünnen beweglichen Fäden sind entweder Nematoden (Fadenwürmer) oder Aneliden (Borstenwürmer, Ringelwürmer, bekanntester Vertreter: Tubifex tubifex). Beide können im Aquarium vorkommen, sowohl im Filter als auch im Substrat und stellen für die Fische keine Gefahr dar. Sie können sich im freien Wasser durch Kontraktionen zuckend vorwärts"schlängeln", wenn man einen gut eingelaufenen Filter mal einige Minuten ausgeschaltet lässt werden von den Würmchen (durch den Sauerstoffmangel im Filter kriechen sie nach oben) immer einige ins Becken gespült (und im Normalfall auch gleich von den Fischen aufgefressen). Diese Würmer kriechen allerdings nicht wie die Planarien an den Aquarienscheiben umher.

    Jetzt bin ich ein wenig vom ursprünglichen Thema (Deinem Posting) abgekommen ;-)

    zu 2: Die beobachteten Wasserlebewesen im Substrat:

    Irgendwie scheint es mir leichter zu fallen Dir zu sagen, was es NICHT sein kann. Ein Bild, auch wenns noch so unscharf ist, wäre sicher recht hilfreich gewesen.
    Es handelt sich nicht um Egel, da Du keine Einstichstellen an Deinen Fischen beobachten konntest und auch keine befallenen Tiere gesehen hast. Zudem würden sich Egel nicht in derartigen Mengen in durch das Aquarium bewegen, sondern passiv an einer Stelle auf einen Fisch "warten", die beobachtete Grösse von 1 mm passt nicht und auch die Färbung stimmt nicht.
    Es handelt sich höchstwahrscheinlich nicht um parasitische Asseln, weil ektoparasitisch lebende Asseln durch ihre Grösse auf der Körperoberfläche der Fische sofort auffallen würden, endogen parasitierende Asseln leben im Maul oder der Kiemenhöhle der Fische, die einseitig abstehende Kiemendeckel aufweisen oder nicht mehr in der Lage sind, das Maul zu schliessen.
    Einheimische detritusfressende Wasserasseln werden bei den herrschenden Temperaturen und Sauerstoffbedingungen im Tropenaquarium nicht überleben können. Von tropischen Wasserasseln in unseren Aquarien habe ich noch nicht gehört, zumal passt die Grösse nicht so recht zu den von Dir beobachteten Tierchen.
    Es handelt sich auch nicht um männliche, planktonisch lebende Exemplare von Ergasilus, weil zum ständigen Vorkommen in Deinem Becken dazu am Fisch parasitierende weibliche Tiere notwendig wären (die an den Kiemen mit blossem Auge feststellbar sind) und die Fische dann grossflächige Kiemenschäden (mit sekundären bakt. Begleitinfektionen) aufweisen würden.

    Fazit:
    Es KÖNNTE sich um MILBEN (Acarina) handeln. Milben sind keine echten Fischparasiten, die im Süsswasser vorkommenden Milben und ihre Larvenstadien leben räuberisch und können KLEINSTEN Jungfischen gefährlich werden. In Futtertümpeln kommen sie in grosser Zahl vor und werden leicht mit Lebendfutter (oder Wasserpflanzen) ins Aquarium eingeschleppt, vermehren sich dort in Ermangelung geeigneter Nahrung jedoch nicht. Eine Milbenart aus der Gattung Trimalaconothrus ist völlig harmlos und ernährt sich von Algen, Detritus (Mulm) und Pilzhyphen. Bei extremem Nahrungsmangel über mehrere Wochen wurde schon beobachtet, dass diese Milben auf Fische steigen und deren Schleimhaut abfressen. Es wären dann nur solche Fische gefährdet, die sich in der Nacht am Bodengrund aufhalten. Die Milben sind sehr widerstandsfähig gegen Chemikalien und hohe Temperaturen, eine sichere Ausrottung ist nur durch Trockenlegen des Beckens zu erreichen. Da sie jedoch Detritus und Algen fressen, können sie im Aquarium toleriert werden (UNTERGASSER: Krankheiten der Aquarienfische).
    Diese Milben werden allerdings nur max. 0,6 mm gross. Deine Beschreibung "unten flach, oben gewölbt" würde schon dazu passen, auch die Färbung und Deine "asselähnliche" Beschreibung könnte hinkommen. Die Milben bewegen sich auch nicht wie Planarien vorwärts, weil sie kein Flimmerepithel aufweisen, sondern dazu ihre 8 Beine benutzen. Sie können deshalb auch nicht auf glatten, sauberen Glasscheiben herumklettern oder aktiv im freien Wasser umherschwimmen.


    Hier mal ein Bild in etwa 60-facher Vergrösserung (Untergasser):



    Lg
    Jürgen
     
    #7 27. Dezember 2003
  9. Anonymous
    Anonymous Gast
    Wow!!!
    Vielen Dank! Damit hast Du mir schon sehr weitergeholfen.
    Tatsächlich habe ich auch Planarien. Gestern saß ich vor dem Aqua, mit ner Lupe in der Hand und habe geguckt, wo was kriechen könnte. :shock:
    Diese Asseln habe ich nicht entdeckt, da ich in der Zwischenzeit fleissig Mulm abgesaugt und dadurch den Kies in Unordnung gebracht habe.
    Jedoch denke ich, daß die sich bald wieder zur Scheibe vorgearbeitet haben. Mir kamen sie auch so vor, als könnten sie nicht an der Scheibe haften oder kriechen, sondern sich nur im Kies vorwärts bewegen. Die Planarien sind noch relativ klein. So 0,5 cm bisher. Aber bisher auch nur im Kies entdeckt, nicht an der gesamten Scheibe. Hoffentlich bleiben sie da. Mit der chemischen Bekämpfung oder Ausräumung werde ich noch warten. Noch plagen sie weder die Fische noch mich allzu sehr. Aber sie stehen unter meiner persönlichen Beobachtung. :twisted:
    Also, vielen herzlichen Dank noch mal für Deine prompte und kompetente Hilfe.
    Viele Grüße aus München.

    Antje
     
    #8 28. Dezember 2003
  10. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: was ist das nur fürn Kruster

    Hello,

    Hab vorgestern mit einer Sendung Tigergarnelen auch einige Gammariden (Bachflohkrebse) "gratis" dazubekommen. Sie waren im Transportbeutel mit den Garnelen dabei. Ich dachte, vielleicht handelts sich bei Deinen beobachteten "Asseln" ja auch um diese Art und hab mal ein wenig gesucht.

    http://www.wirbellose.de/pics/bachflohkrebs2.jpg

    gefunden: hier

    Die Art hat die Bezeichnung Hyalella azteca, Deutscher Name: mexikanische Flohkrebse, "Kampfkrebse", und sieht den einheimischen Gammarus pulex tatsächlich täuschend ähnlich.

    Vielleicht entspricht das Bild Deinen Beobachtungen.

    Lg
    Jürgen
     
    #9 15. Januar 2004
  11. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Flohkrebse

    Hallo,

    ich musste jetzt den Beitrag noch einmal ausgraben. Anlass: ich hab im Zooladen einen Packen Wasserpflanzen aus dem Pflanzenverkaufsbecken rausgenommen, und was kam da zum Vorschein? Eben einer dieser Flohkrebse, knapp 6 mm gross und mit einer leicht bläulichen Färbung.
    Vermutliche Herkunft: aus der Wasserpflanzengärtnerei. Leider konnte ich das Tierchen nicht fotografieren.
    Damit wäre vermutlich auch die Herkunft von junidrache's Gammarus geklärt (wenns denn sowas war und keine Schnecke, kein Springschwanz - ach, die hüpfen ja an der Wasseroberfläche rum... lass ma mal das rumraten, bringt eh nix).

    Lg
    Jürgen
     
    #10 25. April 2004
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