Puntius tetrazona sterben unaufhaltsam

Dieses Thema im Forum "Zierfischkrankheiten und Plagegeister" wurde erstellt von Nina, 21. September 2004.

  1. Nina
    Nina Neues Mitglied
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    Hallo zusammen!

    Ich habe seit ca. 2 Monaten ein 160L Becken mit 5 Metallpanzerwelsen, 1 Antennenwels und anfangs 1 Moosbarbe.

    Ich kaufte mir dann 9 Moosbarben hinzu, von denen jedoch leider innerhalb weniger Wochen die meisten starben.

    Da ich vorerst vermutete, dass alle (bei Hornbach) gekauften Moosbarben schon vorher krank waren, kaufte ich noch ein paar beim Zoohändler, so dass ich insgesamt 15 Tiere hatte.

    Von denen gibt es jedoch mittlerweile auch nur mehr 6 Stück und ich weiß, bis heute nicht woran die Fische sterben.

    Betroffen sind übrigens nur die Moosbarben, allen anderen Fischen geht es gut. Zwei bis drei Tage bevor sie sterben, fangen sie an im Wasser zu taumeln. Es scheint, als könnten sie das Gleichgewicht nicht mehr halten, teilweise schwimmen sie immer nur in eine Richtung oder bewegen sich kaum mehr.

    Ich bin schon relativ gefrustet, weil alle zwei- bis drei Wochen wieder eine Moosbarbe stirbt und ich nicht weiß, was ich tun soll.

    Meine Wasserwerte sind zwar nicht sehr glorreich, aber auf alle Fälle kein Grund um zu sterben.

    Vielleicht hatte einer von euch auch schon mal ein ähnliches Problem?!

    lg, Nina
     
    #1 21. September 2004
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    ich hab mal ein wenig die Literatur durchgesehen und versuchte, aufgrund deiner beobachteten Symptome bzw. der NICHT beobachteten Symptome eine Krankheit 'ausfindig' zu machen, die auf die Moosbarben zutreffen könnte.
    Nach dem Ausschlussverfahren ist dabei der Algenpilz Ichthyophonus hoferi übrig geblieben. Die Taumelkrankheit führt zu folgenden Symptomen:
    - Schaukelbewegungen beim Schwimmen, Torkeln und Apathie
    - gelegentlich Hautgeschwüre bei Labyrinthfischen und Löcher bei Cichliden (falsche Lochkrankheit)

    Befallen werden Leber, Milz, Herz, Niere und Gehirn. An den Organen sind 0,04 - 2 mm grosse Zysten zu finden. Die Fische infizieren sich, indem sie Infektionsplasmodien mit der Nahrung aufnehmen (z.B. durch Zupfen an verendeten Fischen). Bei geschwächten Fischen erfolgt die Infektion über den Darm leichter, eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung ist eine wichtige vorbeugende Massnahme. Eine Behandlung ist nicht möglich.

    Die Krankheit wurde lt. Untergasser früher oft mit Fischtuberkulose verwechselt, Unterschiede werden erst nach einer Sektion und Untersuchung unterm Mikroskop ersichtlich.

    Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Fischtuberkulose handelt, die nicht immer mit Hautgeschwüren einhergehen muss. Allerdings kam es nach deinen Aussagen ja nie (?) zu sichtbaren äusseren Geschwürbildungen oder Verkrümmungen der Fische.

    Als Vorsichtsmassnahme würde ich dir empfehlen, Neuzugänge in Zukunft in einem Quarantäne-Aquarium 3-4 Wochen zu beobachten, damit sich die gestressten Tiere in dieser Zeit wieder erholen und ihr Immunsystem stabilisieren können.

    Noch zwei Fragen:
    - bei den alteingesessenen Fischen kam es nie zu Ausfällen mit ähnlichen Symptomen?
    - es wurden nie Hautgeschwüre beobachtet?

    >> Meine Wasserwerte sind zwar nicht sehr glorreich, aber auf alle Fälle kein Grund um zu sterben.

    Poste sie dennoch einmal, und auch den Gesamtbesatz des Beckens.

    Lg
    Jürgen
     
    #2 22. September 2004