Quarantänebecken

Dieses Thema im Forum "Zierfischkrankheiten und Plagegeister" wurde erstellt von Christian, 14. März 2004.

  1. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Hallo Jürgen,

    was soll ich denn mit meinem Quarantänebecken machen, wenn ein Fisch gestorben ist?

    Soll ich es lassen, um meine (guten) Bakterien zu schonen oder soll ich es besser einmal ordentlich auswaschen?

    Was soll ich nach einem ev. Medikamenteneinsatz machen? Soll ich auch den Filter total waschen?

    Meine Sorge ist nur, wenn ich nach jedem "Einsatz" das Becken total reinige, dass ich dann immer sofort ein Nitritproblem bekomme, wenn ich einen Fisch umsetzen muß. Es soll ja nicht so sein, dass ein Fisch fit sein muß, um das Quarantänebecken zu überleben.

    Lg,
    Christian
     
    #1 14. März 2004
  2. Anzeige
     
  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Quarantäne Becken

    Morgen!
    Je nach dem, was der Fisch hatte. Wars eine bakterielle oder viröse oder sonstige ansteckende Krankheit, musst Du das Becken ausräumen und desinfizieren. Würde ich auch machen, wenn die Krankheit nicht genau bekannt war. Auch der Filter + Heizer + Deko müssen desinfiziert werden.
    Entweder es ist ein Qu-Becken, oder nicht. Das Nitrit-Problem musst Du leider in Kauf nehmen, ausser wenn das Becken ständig läuft. Oder Du lässt den kleinen Innenfilter vom Qu-Becken NACH der Desinfektion in einem der Schaubecken mitlaufen, dann ist der ständig einsatzbereit.

    Lg
    Jürgen
     
    #2 15. März 2004
  4. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    Hall i. T.
    Q-Becken

    Hallo!

    Besser den Filter weglassen und einen Lüfter reintun.:!:
    Im Q-Becken wird in der Regel so häufig Wasser gewechselt, daß weder der Keimdruck noch das Nitrit zum Problem werden können.
    Mit dem Desinfizieren hab' ich so meine Probleme.
    100% steril wird man nie werden - bei der Quarantäne von neu gekauften Fischen geht es darum, die Fische langsam an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen. Ich habe mir sagen lassen, jedes Becken hätte seine eigene kleine Welt, was die vorhandenen Krankheitserreger betrifft - die Fische, die da gesund bleiben, bleiben es, weil ihre Abwehrkräfte in Ordnung sind.
    Bei krank gewordenen Fischen ist es ja auch so, daß bei frühzeitiger/sofortiger Ausquartierung aus dem Gesellschaftsbecken ins Q-Becken, die "Mitbewohner" nicht krank werden.
    Was mir gut gefällt: Wasser ansäuern - senkt den Keimdruck. (Torf, Eichenblätter)
    Erlenzäpfchen mitrein - Keimdruck sinkt
    viel Wasserwechseln - detto
    dabei mit dem Dünnen Schlauch arbeiten und den "Dreck" am boden mitnehmen - Keimdruck sinkt
    diese Seemandelbaumblätter sollen das auch zustande bringen, habe das aber selber noch nicht probiert.

    Wenn mir ein im Ges-Becken erkrankter und ins Q-Becken übersiedelter Fisch stirbt, gibts im Q-Becken einen großen Wasserwechsel.
    Wenn während der Quarantäne von neuzugängen einer stribt, sind es meist nur 2-3 Tage bis zum nächsten Wasserwechsel, der dann ohnehin groß genug ausfällt.
    Bevor neugekaufte Fische reinkommen, wird auch ein großer (90%) Wasserwechsel gemacht - 2-3 Tage danach kommen die neuen rein...

    Medikamenteneinsatz + Filter ist immer ungünstig.
    Da bleiben Wirkstoffe in der Patrone oder so und kommen langsam wieder daher?!? Außerdem wird der Einsatz vieler Medikamente kaum die Baktis unbeschadet lassen....:roll:


    Liebe Grüße!

    Leo
     
    #3 15. März 2004