Aquarienerde

Dieses Thema im Forum "Pflanzenforum" wurde erstellt von Christian, 24. März 2004.

  1. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
    Registriert seit:
    18. Juli 2003
    Beiträge:
    584
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Innsbruck
    Hallo,

    ich überlege im Moment, ob es sinnvoll ist bei meinem 200L Becken nachträglich Aquarienerde für die Pflanzen einzufügen. Ich denke deshalb darüber nach, weil ich ein neues Aquarium bekommen habe und meine heikelsten Fische ( L46 Hypancistrus zebra und L114 Pseudacanthicus leopardus) ins neue Becken kommen. Die restlichen Fische, denke ich halten es sicher aus, wenn ich sie für ein paar Minuten in einen Kübel verfrachte.

    Ist das eine sinnvolle Idee oder bringt die zusätzliche Erde den Pflanzen nicht wirklich viel? Ist es dann auch noch notwendig ein Heizkabel einzuführen?

    Lg,
    Christian
     
    #1 24. März 2004
  2. Anzeige
     
  3. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
    Registriert seit:
    28. April 2003
    Beiträge:
    637
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schwaz
    Hi WM!

    Schaut es mit deinem Pflanzenwachstum wirklich so schlecht aus, daß solche Umbauarbeiten nötig sind?


    ... das ist leider auch schon alles was ich zu deiner eigentlichen Frage sagen kann - sorry.

    Aber ich hab trotzdem noch was, was ich gerne loswerden würde.
    Du schreibst, daß die L46 zu den heikelsten Fischen gehören. Meiner Erfahrung nach stimmt das nicht - ich würde die L46 mittlerweile sogar als eher anspruchslose Anfängerfische einstufen.... das ist halt meine Meinung. Meine sind mittlerweile überhaupt nicht mehr scheu - fressen wie die Mähdrescher und haben unter den Cory schon einen schlechten Ruf (wenn ein L46 kommt, dann gehen die Cory :)
    naja - das ist meine Meinung.... stimmt aber auch, daß der Verlust eines L46 doch nicht ganz billig ist :cry: - aber ich glaub die halten einiges aus!

    lg
    Philipp
     
    #2 24. März 2004
  4. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
    Registriert seit:
    18. Juli 2003
    Beiträge:
    584
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Innsbruck
    Hallo Philipp,

    ich hab bis jetzt eigentlich auch sehr gute Erfahrung mit dem L46 gemacht. Tatsache ist, dass der L46 mein mit Abstand wertvollster Fisch ist. Für ein adultes Tier muß man ziemlich tief in die Tasche greifen. Ich hab mich etwas umgehört, weil ich mir noch welche kaufen wollte. Wenn man überhaupt welche zum Kauf angeboten bekommt, dann wird die Schallmauer von 100€ mit Leichtigkeit durchbrochen. Das ist ein Punkt, wieso die L46 für mich sehr heikel sind.

    Laut Jürgen sollte man, wenn man einen L46 in seinem Becken hat, besser auf den Einsatz von Medikamenten verzichten, weil sie das nicht wirklich vertragen.

    Vom Verhalten her sind meine L46 relativ schüchtern und setzen sich gegen andere nicht wirklich durch. Ich hab gelesen, dass sie nur relativ wenig brauchen, also ist das nicht ganz so tragisch zu nehmen.

    Wie fütterst Du eigentlich Deine L46?

    Lg,
    Christian
     
    #3 25. März 2004
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
    Mitarbeiter Team Zierfischforum
    Registriert seit:
    23. Januar 2003
    Beiträge:
    5.014
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Forum
    Anfängerfische

    Guten Morgen!
    Es gibt keine anspruchslosen Fische (genausowenig wie anspruchslose Frauen ;-)

    Nö, im Ernst: Minimumansprüche müssen bei allen Arten erfüllt sein. Neben den technischen Voraussetzungen (beginnend bei der Aquariengrösse) bis hin zu den Wasserwerten chemischer und physikalischer Art. Man darf von einem Anfänger zwar Grundkenntnisse erwarten, aber die Übersicht über die grösseren Zusammenhänge und ev. Auswirkungen im Aquarium fehlen dann noch weitgehendst. Kommt diese Erfahrung nicht auf dem Weg "Learning by doing" bzw. "Learning by killing" (Fische nämlich) zustande, dann müssen andere Grundvoraussetzungen erfüllt sein, um die Informationslücken eines "Anfängers" zu stillen:
    - ausgezeichnete Fachberatung beim Kauf des Fisches
    - umfangreiche Lektüre einschlägiger Fachliteratur

    Ersteres ist recht unwahrscheinlich bzw. lassen sich nicht alle Anfänger gern darauf ein. Schliesslich haben viele Anfänger eigene Vorstellungen von ihrem Aquarium.
    Zweiteres ist für die meisten Anfänger ebenfalls auszuschliessen. Es würde in erster Konsequenz bedeuten, dass man sich VOR dem Kauf eines neuen Fisches auch das entsprechende Fachbuch zulegt. Glaub mir: das ist in 99 % der Fälle NICHT so (und war es in Vor-Internetzeiten auch nicht).

    Ich würde also den L-46 nicht als Anfängerfisch bezeichnen, zumal neben den optimalen Wasserwerten auch noch andere Faktoren stimmen müssen, z.B. die geringe Keimzahl, niedriger Nitrat-Wert, Null Nitrit-Gehalt, ausreichende Strömung, richtige Fütterung. Die L-46 verzeihen keine Fehler.
    Andere Arten wie Ancistrus sp. dolichopterus (Blauer Antennenwels) wären da schon eher als "Anfängerwels" zu bezeichnen. Aber auch hier müssen natürlich die Minimunansprüche des Fisches vorhanden sein. Im Unterschied zu den L-46 haben sich diese Antennenwelse, bei denen es sich überwiegend um Aquarien-Nachzuchten handelt, schon gut an Aquarienbedingungen angepasst und sind ganz allgemein um einiges robuster als die L-46.

    Lg
    Jürgen
     
    #4 25. März 2004
  6. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
    Mitarbeiter Team Zierfischforum
    Registriert seit:
    23. Januar 2003
    Beiträge:
    5.014
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Forum
    Aquarien-Erde

    Doch, wenn Du schon eine Umstellung vornimmst halte ich das für eine gute Idee. Neben dem wurzelfreundlichen Milieu bieten diese Initial-Dünger Nährstoffe für die Pflanzenwurzeln.
    Ein Heizkabel ist immer eine super Sache, neben der konstanten leichten Durchflutung des Bodengrundes erreicht man auch eine tolle biologische (Langsam-)Filterung durch die sachte Durchströmung, die in ihrer Wirkung mit kaum einem anderen Langsamfilter erreicht werden kann (HMF mal ausgenommen).

    Lg
    Jürgen
     
    #5 25. März 2004
  7. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
    Registriert seit:
    18. Juli 2003
    Beiträge:
    584
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Innsbruck
    Morgen Jürgen,

    Du meinst, dass das eine gute Idee wäre? Ich hab mir auch gedacht, dass wenn ich etwas umbauen möchte, sicher jetzt der beste Zeitpunkt ist.

    Kannst Du Dich noch an den groben Sand erinnern, den Du mir verkauft hast? Wenn ich etwas von dem ins Becken gebe, kann ich dann Corys halten? Geht das bei meinen Wasserwerten?

    Jetzt eine ganz unheilige Frage, wieviel muß ich denn dann für den Spaß rechnen?

    Lg,
    Christian
     
    #6 25. März 2004
  8. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
    Mitarbeiter Team Zierfischforum
    Registriert seit:
    23. Januar 2003
    Beiträge:
    5.014
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Forum
    Hmm... Kies sollte geeignet sein, ist wenn ich mich nicht täusche ein 2-3 mm Kies. Richte halt in 1/3 des Beckens eine Sandecke ein. Die grossflächige Kombination Initialdünger + Sand (1 mm) halte ich nicht für gescheit, die Sache verpappt sonst zu sehr.
    Heizkabel... je nach dem welcher Hersteller, ob Sicherheitsspannund oder 230 V Kabel; Dennerle 25 W + Initialdünger für 160 Liter wird auf etwa 160 Euros kommen :seltsam:

    Hoffe ich konnte helfen,

    Lg
    Jürgen
     
    #7 25. März 2004
  9. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
    Registriert seit:
    18. Juli 2003
    Beiträge:
    584
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Innsbruck
    Hallo Jürgen,

    Wow, nicht gerade schmal der Preis. :sad: Wenn ich da mein Konto anschau...

    Macht es auch Sinn nur Erde zu verwenden? Ich nehme einmal an, dass das Heizkabel so viel kostet. Ich bin zwar eigentlich nicht so unzufrieden mit meinem Pflanzenwuchs, aber man es ja immer besser machen.

    Corys gefallen mir ziemlich gut und da jetzt doch einige Fische wegkommen, hab ich mir gedacht, dass ich sie vielleicht halten könnte.

    Lg,
    Christian
     
    #8 25. März 2004
  10. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
    Mitarbeiter Team Zierfischforum
    Registriert seit:
    23. Januar 2003
    Beiträge:
    5.014
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Forum
    Bodengrund fürs Aquarium

    Hallo Christian,

    Wir reden aber von sog. Langzeitdüngern, dies zu kaufen gibt (oder die man sich auch selber mischen kann). Organisches Material wie Maulwurserde (das was die Maulwürfe beim Wühlen ausbuddeln) oder Wiesenerde kommt als Dünger für die Pflanzen langfristig nicht infrage.
    Am besten geeignet für ein langfristig gesundes Pflanzenwachstum ist Quarzkies mit einer maximalen Körnung von 1-3 mm. Die Initialdünger verbessern dann die Wuchsbedingungen für viele nährstoffbedürftige Pflanzenarten, z.B. Cryptocorynen (Wasserkelche), tropische Seerosen oder Schwertpflanzen. Allerdings besteht dann auch immer die Gefahr, dass der Bodengrund bzw. die unterste Schicht zu stark verdichtet und dann eher das Pflanzenwachstum hemmt. Vermeiden kann man das m.E. nur durch die Verwendung eines Heizkabels oder den "Einsatz" von Turmdeckelschnecken, den "Regenwürmern" im Aquarium, die durch ihre Wühltätigkeit den Bodengrund sehr gut auflockern.
    Den gleichen Effekt hättest Du auch bei monatlichem stellenweisen Auflockern des Bodengrundes mit den Fingern oder einer Gartenkralle. Wenn Initialdünger verwendet wurde natürlich nicht das Ganze wild durcheinanderscharren, sondern in das Substrat eintauchen - ein wenig "rütteln" - und das wars dann auch schon.
    Nicht den Fehler machen und mit dem Bodengrundreiniger beim Schlammabsaugen (könnte man auch als "Nährstoff"-Absaugen bezeichnen) das ganze Bodenmilieu gravierend zu stören.
    Schnecken, Bodengrund und dieses händische Auflockern wirken sich sehr positiv auf das Pflanzenwachstum aus.
    Ich würde mal Deine Frage so zusammenfassen: Bodengrund für die Pflanzen zu verwenden ist besser als keinen zusätzlichen Wurzeldünger zu verabreichen, WENN: ein Heizkabel verwendet wird, ausreichend Turmdeckelschnecken im Becken sind ODER regelmässig monatlich der Bodengrund händisch gelockert wird.

    Lg
    Jürgen
     
    #9 25. März 2004
  11. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
    Registriert seit:
    28. April 2003
    Beiträge:
    637
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Schwaz
    Hi WM, hi Jürgen!

    Mit "Anfängerfisch" habe ich mich wohl etwas vertan. Das ist wirklich kein guter Ausdruck.
    Ich bleib aber bei meiner Meinung, daß die L46 nicht übermäßig heikel in der Haltung sind.

    @ WM: Ich füttere Flockenfutter (aber nur sehr wenig - das ist für die "schwimmenden Fische") und JBL GranoMix. Das ist leicht zu dosieren - hat so eine Spender an der Packung. Dieses Granulat sinkt schnell zu Boden - und 10 sekunden danach sind meine ganzen Welse da und hauen rein.
    1-2 mal die Woche gibts Artemia. Alle paar wochen mal rote Mülas.
    Und seit neuestem immer wieder ein bisserl Cyclop Eeze.
    Die Sera vifoform Welstabs verwende ich nur mehr gaaaaanz Selten. Die mögen meine Welse zwar auch, aber die "stauben" immer so wenn die Cory sich drum streiten. Das trübt das Wasser und meiner Meinung nach verstopft es auch den Filter.
    Der Vorteil an diesen Tabs ist, daß man sie exakt plazieren kann. Das ist ganz fein um z.B. einen neuen Wels zu füttern, der sich die ersten Wochen irgendwo versteckt.... dann legt man ihm einfach so eine Tablette vor die Nase - dann bekommt er auch was ab.

    lg
    Philipp
     
    #10 25. März 2004
  12. Anzeige