Fragen zum Thema Düngung

Dieses Thema im Forum "Pflanzenforum" wurde erstellt von Danni, 12. Oktober 2004.

  1. Danni
    Danni Bekanntes Mitglied
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    Hi,
    ich hätte mal ein paar Fragen zum Düngen.
    Ich habe ein 240l Becken vor einem halben Jahr mit gedüngtem
    Bodengrund ausgestattet. Brauche ich, und wenn ja wann, noch anderen
    Dünger? Ist ein Eisentest dafür nötig, oder kann man das auch ohne
    meistern?
    Ich habe in meinem Tetratestheft eine Tabelle, in der sich der
    CO2-Gehalt des Wassers aus der KH und dem PH-Wert ermittelt. Ist der
    vertrauenswürdig?
    Ich habe laut der Tabelle einen CO2-Wert um die 7-16, der Wert
    schwankt stark, da durch die Torffilterung auch der PH-Wert (zwischen
    7,0 und 7,5) und die KH (zwischen 5-7) minimal schwanken. Ist der
    CO2-Wert o.k. so oder sollte ich die Anschaffung einer CO2-Anlage
    erwägen?
    Ich habe in die Beleuchtungszeit eine 3stündige Mittagspause
    eingebaut, da das einige hier empfohlen hatten. Seit dem habe ich
    vermehrt ein Pinselalgenproblem. Ganz minimal hatte ich die schon
    vorher, aber nun kommen die Amanos mit dem Futtern nicht mehr
    hinterher. Ich habe nun die Beleuchtungszeit insgesamt um 1 Stunde auf
    10 Stunden verkürzt. Bringt das was, oder was meint ihr zu den
    Beleuchtungszeiten (3 Stunden an, 3 Stunden Pause, 7 Stunden an)?
    Vielen Dank schonmal im voraus für eure Meinungen...
    MfG
    Danni
     
    #1 12. Oktober 2004
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  3. Stephan
    Stephan Bekanntes Mitglied
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    Hallo Dani,
    meiner Meinung nach ist es besonders ohne CO2-Anlage sinnvoll, mittags eine Beleuchtungspause zu amchen, denn so sinkt der CO2-Wert nicht allzustark!
    Auch ich habe mein 200l Becken vor einem halben Jahr mit Bodendünger ausgestattet und so lange meine Pflanzen brav wachsen dünge ich auch nicht. Nur für mein Moos dünge ich alle 2 Wochen 2 Tropfen-dies dürfte allerdings kaum ins Gewicht fallen!
    Wichtig gegen Algen sind Algenfresser, keine direkte Sonnenstrahlung, gutes Pflanzenwachstum, nicht zu viele Nährstoffe im Wasser (wenig füttern-die Fische müssen rasch auffressen!), ... .

    CO2 würde ich mir überlegen, wenn:
    -) die Pflanzen nicht ausreichend wachsen
    -) du den PH- Wert leicht senken möchtest
    -) Zeit und Geld hast

    LG Stephan


    PS: Ich experimentiere mit CO2 gerade im fischfreien 25-er Becken-allerdings nur mit Plastikflasche, Hefe, Zucker und Wasser. Sehr erfolgreich!!!
     
    #2 12. Oktober 2004
  4. Zagon
    Zagon Bekanntes Mitglied
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    Hy,

    was das bodendüngen angeht:
    ich hab in meinem ersten großen 160er bodendünger für 120L drinnen, ich dünge sonst nichts, es wächst alles, leider auch die algen (füttere wenig).
    jetzt ist CO2 drinnen, zu kurz um über erfolge/misserfolge zu sprechen.

    mein kleines becken hingegen hat nur max. 0.5cm bodendünger drüber feinen quarzkies (0.5-1mm durchmesser) wird nur mit CO2 gedüngt (und sehr selten mit eisendünger - also halbe mänge laut verpackung und nicht regelmäßig).
    hier wuchert alles, ich muss wöchentlich ausmisten, abschneiden, umsiedeln...
    aber das feinste... ich hab keine algen in dem becken. hie und da einen kleinen grünen fleck auf der scheibe, worüber sich die zwergwelse freuen.

    ich find es recht schwer zu sagen, was nun richtig ist, ich seh es so: die pflanzen sprechen durch ihr aussehen mehr als jede beipackzettel...

    LG

    Zagon
     
    #3 12. Oktober 2004
  5. Stephan
    Stephan Bekanntes Mitglied
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    Hallo Zagon,
    ich finde es schade, dass man den Angaben beim Dünger kaum trauen kann! Was soll denn mit Stoffen, die im Aquarium zu viel sind passieren? :?:

    In einem empfindlichen Aquarium muss das ja schiefgehen!


    LG ein skeptischer
    Stephan
     
    #4 12. Oktober 2004
  6. Zagon
    Zagon Bekanntes Mitglied
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    Hy Stephan,

    deswegen lieber nix bis wenig als zu viel. ich hab zum glück noch kein bild von überdüngten AQ's gesehen.

    wobei, wenn man bei dennerle selbst liest, was die angeblich ins becken kippen, und mit welcher regelmäßigkeit :shock:
    E7, S7 blabla... dann tonnen bodendünger...
    klar, am anfang hast derben wachstum, und später? wenn alles übersättigt ist und ballaststoffe rumschweben und sich absetzen?

    ich hab mal zu viel rasendünger an einer stelle bei mir am see verschüttet, das gras war paar tage später verbrannt, aber nicht von der sonne. jetzt stelle man sich ähnliche ätzvorgänge im becken vor.
    keine ahnung, ich bin laie und kein chemiker, ich kann nur vermuten.

    LG

    PS: ich lass mich gerne des besseren belehren, mit erfolg wie man sicht, also nur zu, wenn das geschriebene blödsinn ist *gg
     
    #5 12. Oktober 2004
  7. Stephan
    Stephan Bekanntes Mitglied
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    Hallo Zagon,
    IMHO liegst du richtig!

    LG Stephan
     
    #6 12. Oktober 2004
  8. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hallo Zagon,

    wenn die Pflanzen wirklich wuchern und das Becken dicht bepflanzt hat, dann kommt man mit dem Dennerle Düngeplan ganz gut hin.
    Schaden tut es kaum, aber teuer ist es halt.

    Ich fahre auch diesen Düngeplan.
    Früher wie es sich gehört (laut Dennerle) heut ca. Werte 1/8 - Werte 1/4 - und es spriest genauso.

    lg

    Manfred
     
    #7 12. Oktober 2004
  9. Pre
    Pre Bekanntes Mitglied
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    mal was zu den beleuchtungszeiten, diese sollen nie weniger als 4-5 stunden licht haben und auch nicht mehr als 4 std. mittagspause (diese muss am tag sein!!!). dennerle beschreibt dies genau so und ich kann diese erfahrung zu 100% teilen.
    die "mittagspause" muss deshalb am tag sein, damit zumindest noch ein wenig licht ins becken kommt, somit stellen die pflanzen (bei längerer licht aus zeit) nicht komplett auf nacht um!!!

    beim düngen habe ich früher immer ferreal benutzt, war das beste was es meiner meinung nach gibt und gab. leider kann man es hier, wo ich jetzt wohne nirgendwo bekommen - leider!!!
    daher benutze ich das tetra zeug - so lala, zufrieden bin ich damit nicht, da die dosierungsanleitung 100% zu überdosierung führt!!! hier messe ich nach dem wasserwechsel in der regel den eisengehalt und gebe dann 1-2 kappen dazu und nicht wie gemäß dosierung n-kappen!!! wichtig ist, dass ein eisengehalt von 0,2 nicht stark überschritten werden sollte. erfahrungsgemäß ist 0,1 und leicht mehr optimal!!!
    bei jbl ferropol hatte ich früher immer weisse ablagerungen auf den amazonas von daher stehe ich diesem produkt sehr kritisch gegenüber. bei dennerle muss ich manni recht geben, teuer aber gut. wobei man es nicht zwingend braucht um guten pflanzenwuchs zu haben.
    mir persönlich ist die einhaltung des düngeplanes zu stressig wobei ich auch hier immer auf den gemessenen eisenwert achten würde und gemäß diesem nachdosiere-was jedoch aufgrund des düngeplanes nicht ganz so einfach ist!!!

    generell muss man denke ich selbst ein gewissen fingerspitzengefühl entwickeln um den grünen daumen zu bekommen. technik wie co2, bodendepot und heizung können dabei auf jedenfall sehr hilfreich sein.
    vor algen können auch sie nie schützen, da keiner den faktor leitungswasser ernsthaft beeinflussen kann!!!

    sollte man direkt nach dem wasserwechsel verstärktes algenwachstum festellen, was bis zum nächsten wasserwechel nachläßt, kann dies ein guter indikator für die düngedosierung bzw. die leitungswasserqualität sein. hier einfach einmal das wechselintervall leicht verlängern und verifizieren!!!
     
    #8 12. Oktober 2004
  10. Stephan
    Stephan Bekanntes Mitglied
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    Hallo,
    das mit der max 4 Stundenpause ist mir neu und wird bei mir derzeit nicht eingehalten, da ich von ca 11-17 Uhr arbeite und nicht daheim bin.

    Spricht etwas gegen mehrere Beleuchtungspausen?
    z.B: 6-8:00 (da stehe ich auf!)
    12:00-14:00 (da kommt meine Freundin heim)
    16:00-20:00 (da sind wir beide da)


    LG ein verduzter
    Stephan
     
    #9 12. Oktober 2004
  11. ManniAT
    ManniAT Bekanntes Mitglied
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    Hallo Stephan,

    bei Pausen - Lichtzeiten gilt:
    Pause min. 2 Stunden max. 5 Stunden
    Licht an min. 4 Stunden max. ca. 12 Stunden

    Dies wird weitgehend auch von Dennerle empfohlen. Und die sind sich am Sektor Pflanzenforschung recht eifrig.
    Auch andere Literatur liefert diese Aussagen.

    Hier muss ich (fast) wiedersprechen. Vor Algen kann das sehr wohl schützen, denn mit optimaler Beleuchtung hat man wieder ein Steinchen zur "Planzenburg" dazugelegt.
    Ich habe >25mg/l NO3 im Trinkwasser - trotzdem gibt es keine Algenprobleme. In den Leitungswasserbecken wird aber auch fast nichts reingegeben ausser Eisen.
    Und das Licht, der Bodenfluter, das CO2, und ganz wichitg die Auswahl der richtigen Pflanzen sorgen dafür dass man bei uns in keinem Becken Algen findet.

    lg

    Manfred
     
    #10 12. Oktober 2004
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