Garnelen und Anubias

Dieses Thema im Forum "Pflanzenforum" wurde erstellt von Robin, 17. März 2004.

  1. Robin
    Robin Bekanntes Mitglied
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    Halo Zusammen

    Ich weiss nicht 100% obs stimmt aber ich habs mal gelesen: Anubias, wenn sie verletzt sind d.h. wenn sie einen gebrochenen Stengel haben e.t.c. sollen sie einen Stoff aussondern der Garnelen gar nicht gut kommen kann. Ist dies zu befürchten oder stimmt das nicht? Ich will ja nicht gleich alle leute in aufregung versetzten die Anubias und Garnelen in einem Becken halten. ;-)


    Robin
     
    #1 17. März 2004
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hi Robin,

    hab noch nichts derartiges gehört oder gelesen (heisst aber net, dass net doch was dahintersteckt).
    Vielleicht kann eine unserer Garnelen-Profis dazu was genaueres sagen.

    Lg
    Jürgen
     
    #2 17. März 2004
  4. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
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    Hi hier zwei!

    Ich habe das auch schon gelesen, daß Anubias schlecht für Garnelen sind. Aus eigener Erfahrung kann ich dem aber absolut nicht zustimmen. Ich halte nun schon einige Zeit Amanos in meinem Gesellschaftsbecken, wo sich auch drei (inzwischen recht groß gewordene) Anubias befinden. den Amanos geht es immer noch hervorragend - das eine Weibchen das ich habe trägt so gut wie immer Eier.

    Um neue Ableger für mein zweites Becken zu bekommen habe ich von den drei Anubias auch schon mehrmals Verzweigungen abgeschnitten. Das hat sich bei den Garnelen auch in keiner Weise bemerkbar gemacht.

    Von meiner Seite kann ich also getrost Entwarnung geben - und möchte dieses Thema eigentlich gerne in die Kategorie: "Mysten und Dogmen in der Aquaristik" stellen. (Wäre das nicht auch mal ein interessanter Thread?)

    lg
    Philipp
     
    #3 17. März 2004
  5. Robin
    Robin Bekanntes Mitglied
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    Sicher

    Hallo ihr zwei

    Da bin ich beruhigt das nichts dahinter steckt. Halte zwar keine Anubias aber gefallen tun mir die pflanzen schon.

    Und ob hoffentlich bringst du den durch!

    Robin
     
    #4 17. März 2004
  6. Ulli
    Ulli Bekanntes Mitglied
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    Hallo zusammen!

    Ja, ja, von dem Thema hört man öfters....

    Ich selbst hab' noch nicht erlebt, das Anubias im Becken den Garnelen schaden (egal bei welcher Art), aber von mehrern Quellen wurde mir schon erzählt, daß Anubias ein Sekret absondern, wenn sie an den großen Trieben (ich vermute NUR an den großen Trieben, die viel Saft führen) geschnitten werden.

    Diese Absonderung soll angeblich nciht nur schlecht für Garnelen, sondern auch schlecht für Corys sein. (Bitte jetzt keine Spekulationen, ob zuviel Cu drinnen ist :roll:!)

    Ich löse das Problem einfach folgendermaßen, um auf die sichere Seite zu fallen, denn ich will ja nicht, daß meinen Pyjamababies oder meinen patriotischen Babies was passiert:

    Ich nehme die Anubias mitsamt der Wurzel auf der sie hängen heraus, schneide sie an den gewünschten Stellen und lege sie mitsamt der Wurzel in ein Schaffel mit Wasser. Dort lass' ich sie für 3 Tage, dann darf sie wieder ins Bcken.
    Bis dahin sollte alles abgesondert sein, was sie so von sich geben will und falls sich auf der Wurzel vielleicht ein Untermieter versteckt haben sollte (doofe L183 :roll: ), fällt mir der auch nicht vom Sprissel! ;-)

    Ich hoffe, euch geholfen zu haben!

    lg Ulli
     
    #5 18. März 2004
  7. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    Der Stoff, der den Garnelen schadet, wenn man stoffwechselaktive Blätter entfernt, könnte Kupfer sein.
    Zitat:
    "Die Tatsache, daß 70 % des Gesamt-Kupfers in stoffwechselaktiven Blättern enthalten ist, läßt vermuten, daß es an der Photosynthese beteiligt ist. Das Kupferprotein Plastocyanin wird unter Beteiligung Kupfer-haltiger Phenoloxidasen gebildet. Durch einen reversiblen Übergang von Cu+ Cu2+ + e- ist es an der Elektronenübertragung im Photosystem I beteiligt. Cu2+-Ionen können in einigen Pflanzen eine ähnliche Funktion wie Mn2+-Ionen in der photolytischen Spaltung des Wassers übernehmen." Gefunden auf drak.de

    Abhilfe: wie von Ulli beschrieben die Pflanzen ausserhalb des Aquariums stutzen und dort einige Zeit (bis die offene Verletzung der Pflanzen mit Wundgewebe geschlossen wurde) belassen. Auch die Verwendung eines guten Wasseraufbereitungsmittels unmittelbar VOR dem Zurückschneiden der Pflanzen sollte diesbezüglich auftretende Probleme verhindern helfen. Die im Aufbereiter enthaltenen Chelate binden das freiwerdende Kupfer, chelatiertes Kupfer ist wesentlich ungiftiger als freies Cu²+.

    Im Übrigen können starke Rückschnitte in Pflanzenaquarien bei Fischen ähnliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen, selber beobachtet an einer zunehmenden Atemfrequenz der Kiemen und allgemeinem Unwohlbefinden (Dunkelfärbung).

    Lg
    Jürgen
     
    #6 21. März 2004
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