Guter und schonender Algenkiller

Dieses Thema im Forum "Pflanzenforum" wurde erstellt von Anonymous, 9. September 2003.

  1. Anonymous
    Anonymous Gast
    Hallo Leute, ich hab jetzt schon einiges probiert. Beleuchtungsdauer reduziert, Otocinclus,WW, aber die Kieselalgen und Bartalgen halten sich.
    Sie nehmen zwar nicht überhand aber weg krieg ich sie auch nicht.
    Mein Frage wäre, welches Produkt ihr vorschlagt, um diese Dinger weg zu kriegen? Will nach möglichkeit mein Fisches und Wasser nicht zu sehr belasten. Bitte schreibt auch ob ichüber Kohle filtern muss oder nicht.
    Vorab danke an die Profis.

    Gruss

    Christoph
     
    #1 9. September 2003
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  3. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Hallo Christoph,

    ich bin zwar kein Top Profi, sondern eher ein Neuling, aber ich hatte auch einmal ein Algen Problem. Ich hab es dann mit einem Trio versucht: Otocinculus, Siamesische Rüsselbarbe (Crossocheilus oblongus) und Flossensauger (Gastromyzon), der laut dem Tiroler Aquarienpapst auch Kieselalgen frisst, obwohl ich in manchen Büchern etwas anderes gelesen habe. Ich hab die Algen zwar nicht zu 100% wegbekommen, aber es ist schon wirklich deutlich besser geworden.

    Lg, William Morton
     
    #2 9. September 2003
  4. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    nö - musst Du nicht unbedingt. Der Einsatz der Aktivkohle wirkt sich nicht unbedingt algenhemmend aus. Nur bei einer Langzeitverwendung könnte sich im Inneren der Kohle ein sauerstofffreies Milieu bilden dass es nitratreduzierenden Bakterien ermöglichen würde auf anaerobem Wege das Nitriat zu "veratmen". Das läuft aber dem eigentlichen Sinn der Kohle, der im Entfernen von Schwermetallen, Farb- und Schadstoffen oder anderen Giftstoffen liegt, entgegen.
    Probier mal den Einsatz von JBL Clearmec. Es handelt sich dabei um ein Filtergranulat, das Phosphat und Nitrat reduziert. Ich hab da schon öfter gute Erfolge verzeichnen können damit. Grundvoraussetzung: ein Außenfilter, sonst müßte man das Granulat in einen Beutel packen und in der Nähe des Filterauslaufes platzieren. Im Juwel-Innenfilter lässt sichs allerdings auch anwenden.

    Lg
    Jürgen
     
    #3 9. September 2003
  5. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Das war jetzt der Tipp vom Meister persönlich... :gut:
     
    #4 9. September 2003
  6. Anonymous
    Anonymous Gast
    kein Nitrat und phosphat

    Ich habe aber keines der beiden drinnen im Wasser. Könnt ihr mir vielleicht mehr über algenmittel und ihre Vor und vor allem Nachteile posten?
    Danke,

    gruss

    Christoph
     
    #5 9. September 2003
  7. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    Vorteile eines Algenmittels??? Tja, ich kenne eigentlich keine, weil Algen immer ein Symptom für ein Ungleichgewicht sind. Und wenn man sich nicht prinzipiell was überlegt: was muss ich ändern, oder welche Rahmenbedingungen kann ich bieten dass WENIG Algen wachsen (denn ohne wirds nie gehen) - dann bringt auch die Verwendung eines Algenmittels nur (wenn überhaupt!) kurzfristige Besserung bzw. Abhilfe.

    Das Ganze ist dann eigentlich nur Kosmetik und heisst nicht, dass es nach der Anwendung des Algenmittels wieder besser wird. Wenn die Rahmenbedingungen im Prinzip passen und trotzdem die Algen zum Problem werden sollten eine Änderung in der Beleuchtungsqualität (u. vielleicht auch der Quantität) + Einsetzen geeigneter Algenfresser Abhilfe bringen.

    Dagegen sind die Nachteile eines Algenmittels vergleichsweise furchterregend:

    es kann:

    1. der Pflanzenwuchs NACHHALTIG geschädigt werden
    2. der Fischbesatz Schaden nehmen
    3. das ganze biologische System im Aquarium Schaden nehmen
    4. bei kupferhaltigen Präparaten ausgefallener Kupferschlamm bzw. Kupfer-Carbonate die Haltung bodenbewohnender Fische und Wirbelloser, z.B. Welse oder Garnelen, unmöglich machen. So mancher L-Wels, Panzerwels oder ganz "normaler" Antennenwels ist schon durch eine Schwermetallvergiftung - hervergerufen durch kupferhaltige Medikamente oder Algenmittel - angewendet im Jahre Schnee - über den Jordan (ups... Amazonas ;-) ... geschwommen.
     
    #6 9. September 2003
  8. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    #7 10. September 2003
  9. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    :eek:Oo: man soll nicht lässig sein, wenn man es nicht kann...

    Mein Nicht oder besser Falsch Wissen hab ich aus Ulrich Schliewen 'Aquarienfische vonA bis Z' S.190.

    In Dr Axelrod's Mini Atlas bin ich nicht weiterfündig geworden.

    Lg, WM
     
    #8 10. September 2003
  10. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Jetzt bin ich wieder etwas schlauer geworden. :!: Der Name Crossocheilus oblongus stammt aus der van Hasselt Nomenklatur von 1823.
     
    #9 10. September 2003
  11. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Crossocheilus oblongus

    Hallo,

    hab mich auch ein wenig umgeguckt... Vielleicht liegst Du mit der Bezeichnuzng C. oblongus doch net so daneben; jedenfalls wird international auch dieser Name ausgiebig benützt.
    Ich hab noch die Bezeichnung von vor etwa 5 Jahren in peto, da hiess die Art Epalzeorhynchus siamensis.
    Ich würde die Bezeichnung C. siamensis verwenden, ganz einfach deshalb, weil sie gebräuchlicher ist und bei diesem Namen jeder weiß um welche Art es sich handelt.
    Wenn allerdings der Name C. oblongus bereits von van Hasselt 1823 an diese Art vergeben wurde (vor Smith 1931), so würde es sich um die gültige wissenschaftliche Bezeichnung handeln, und C. siamensis wäre dann ein Synonym.
    Es kommt ja öfter vor, dass Arten zwei mal beschrieben werden. In dem Fall zählt der älteste Name.
    Ob das bei C. siamensis der Fall ist vermag ich aber jetzt nicht zu klären.

    Lg
    Jürgen
     
    #10 10. September 2003
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