Mooskugeln

Dieses Thema im Forum "Pflanzenforum" wurde erstellt von slyfer, 11. Juli 2004.

  1. slyfer
    slyfer Bekanntes Mitglied
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    Hi,
    Habe vor einem Monat eine Moskugel ins Aquarium gesetzt und ist immer noch nicht größer geworden!
    Möchte gerne wissen ob sie noch größer wird und
    nach wie vielen Monaten sie endlich Ableger bekommt?

    Habe auch ein bild in die Gallery gestellt!

    Mfg
     
    #1 11. Juli 2004
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Hallo,

    das dauert schon ein Weilchen, bis die Kugeln grösser werden. Im Prinzip benötigen diese Grünalgen perfekte Bedingungen zum Wachstum - wachsen die Pflanzen gut, werden auch die Mooskugeln grösser.
    Die grösste die ich bisher gesehen hab hatte einen Durchmesser von 10 cm. Die hatte allerdings kaum mehr Kugelform, sondern sah eher aus wie ein zerfleddertes Brustimplantat. ;-)
    Ausleger machen die keine, zumindest nicht so, dass man sich das in Schneemannform (kleine auf grössere Kugel) vorstellen kann. Sie bilden eher abstehende Bärte oder Pinsel aus. Man könnte die abzupfen und im Aquarium 'herumrollen' lassen, wie das auch in der Natur geschieht. Dazu muss man aber schon ein bisschen Glück haben, dass das was wird und nicht ein Mulm-Algenklumpen entsteht.
    Soviel ich weiss können die Algen auf einem kugeligen Gitter kultiviert werden, das sie dann komplett umwachsen. In der Natur kommen diese Kugelalgen in Russland und Japan vor (Recherche, hab ich auch nicht gewusst :)

    Lg
    Jürgen
     
    #2 11. Juli 2004
  4. shary
    shary Bekanntes Mitglied
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    intressant... bei ebay wird angegeben, dass sie kleine ableger bilden :-?

    hier der text dazu:

    Die Mooskugel mit dem wissenschaftlichen Namen "Cladophora aegagropila" (aktueller Durchmesser ca. 3-5 cm) ist wunderschön anzuschauen.

    Durch ihre feine Struktur wirkt Sie im Wasser wie ein Filter und filtert unschöne Schwebeteilchen aus dem Wasser. Auch ein Schadstoffabbau (Nitrit,Nitrat) ähnlich wie bei Limnobium Laevigatum, wird der Mooskugel nachgesagt.

    Die Mooskugel wird bis zu 10 cm im Durchmesser und beginnt dann Ableger in Form von Auswüchsen zu bilden. Wird die Kugel regelmässig beim Wasserwechseln unter fließendem Wasser gespült und hin und wieder an eine andere Position gelegt, wächst sie umso schöner.

    Da Mosskugeln nicht eingepflanzt werden sondern einfach auf den Bodengrund gelegt werden bilden Sie im Aquarium einen besonderen Blickfang.

    Legt man die Mooskugel in ein Fischaufzuchtbecken, ist eine kontinuierlichere Fütterung der Jungbrut möglich, da diese gerne die Mooskugel abweiden, ohne sie zu zerstören.

    Für Becken von 60-200 Liter empfehlen wir einen Besatz von 3-5 Mooskugeln.

    Wir verwenden keine nahezu ausgewachsenen und übergroße Kugeln, kleinere und somit jüngere Mooskugeln erholen sich nach unseren Erfahrungen schneller und wachsen zudem erst in Ihrem Aquarium so richtig.
     
    #3 11. Juli 2004
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
    Mitarbeiter Team Zierfischforum
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    Eine kleine Auswahl von interessanten Internetseiten zum Thema Mooskugeln:

    Code:
    Es gibt einige Arten von Grünalgen, die einen dekorativen Wert aufweisen, für andere Pflanzen harm1os sind und deren Kultur in Süßwasseraquarien möglich ist. 
    
    Eine von diesen Grünalgen ist Cladophora aegagropila. Sie ist eine paläarktische Art, die von Japan bis Westeuropa verbreitet ist. Eine ihrer charakteristischen Eigenschaften ist die Bildung von kompakten, kissenförmigen Rasen oder Bällchen, die sich vom Untergrund losreißen und frei auf dem Boden der Gewässer umherrollen. 
    
    In der Natur können diese Kugeln den Durchmesser von 21 cm erreichen, obwohl sie meistens viel kleiner bleiben. An hellen, sonnigen Tagen entstehen auf ihrer Oberfläche infolge intensiver Photosynthese Sauerstoffbläschen, die die Kugeln vom Boden heben. In der Nacht dagegen, wenn sich der Sauerstoff im Wasser löst, sinken die Kugeln wieder ab. Die dekorative Wirkung der Kugeln hat natürlich auch die Aufmerksamkeit interessierter Süßwasseraquarianer erweckt. 
    
    Cladophora aegagropila wurde zum ersten Mal in Russland in die Aquaristik eingeführt. Erst in den letzten Jahren, vermutlich wegen der Grenzöffnung, wurden größere Mengen der aus Russland eingeführten Cladophora aegagropila zugänglich. Die für Aquarianer interessante Form der Alge bildet eine dunkelgrüne Kugel. Im Gegensatz zu den kleineren Exemplaren sind die großen innen hohl, denn in der sich nach außen ausdehnenden Kolonie sterben die Algen innerhalb der Kugel ab. In Aquarien beträgt der Durchmesser der Kugel gewöhnlich nicht mehr als 8 cm. Oft verflacht die Kugel im Aquarium oder wächst nicht regelmäßig. Aber auch solche Exemplare ergeben einen schönen dekorativen Effekt. 
    
    Im Allgemeinen ist die Kugel ziemlich hart; wenn man sie nicht vorsichtig behandelt, zerreißt sie leicht in Fragmente. Aus diesen kann man unter günstigen Bedingungen neue Kugeln züchten. Dieser Prozess dauert zwei bis drei Jahre.
    
    http://www.aquarienclub.de/fish0212.htm#mooskugel

    Code:
    Kein Moos, sondern eine Fadenalge namens Cladophora sauteri (oder Cladophora aegagropila), die 1823 von Dr. Anton E. Sauter, einem österreichischen Botaniker, im Zeller See, Österreich, erstmals entdeckt wurde. Moskauer Aquarianern ist diese Alge schon seit über einem halben Jahrhundert bekannt, da es dort ein natürliches Vorkommen in einem nahegelegenen See gibt. Die smaragdgrünen Samtkugeln bestehen aus zahllosen dünnen, eng miteinander verflochtenen und verzweigten Fäden. Kleinere Kugeln sind völlig verfilzt, größere sind innen hohl. Die vielfach angepriesenen wasseraufbereitenden Fähigkeiten sollte man nicht überbewerten.
    http://www.ingebrand.de/aquaristik/algen/algen.html

    Lg
    Jürgen
     
    #4 11. Juli 2004
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