Wachsen tun am liebsten die Pinselalgen

Dieses Thema im Forum "Pflanzenforum" wurde erstellt von embela, 10. Januar 2018.

  1. embela
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    besonders an strömungsintensiven Stellen am Filterausfluss und in Lichtnähe. Dazu noch eine eigenartige Rotalge. Dafür könnten die Pflanzen einfach etwas kräftiger sein. Muss aber sagen, dass ich die CO2-Anlage wieder rausgeworfen habe, weil ich keine Technik mag, die nichts bringt - bei meinen Pflanzen nichts bringt (Valisnereien, Hornkraut, Anubia..)

    Wasser ab Wasserwerk: 13,6 dH

    Mal wieder ein paar Werte gemessen:
    KH: 7
    pH: 8
    NO2: 0,025 mg/l
    NO3: 1 mg/l
    FE: xx Töpfchentest hat seinen Geist aufgegeben (2015) aber bis jetzt immer so um 0,025 mg
    Temperatur: 26°

    Düngung:
    wöchentlich: 10 ml Easy Life Profito
    täglich: 4 ml Easy Carbo

    Wären noch andere Werte relevant? Wenn ich eh schon Eisen-Tröpfle nachkaufen muss. Reut mich ewig. Mein Köfferchen habe ich doch erst 2014 gekauft. Und alle Fläschchen noch fast voll. ;)

    Wenn jemand etwas auffällt, was ich hier grundlegend falsch mache, oder nicht berücksichtig habe, würde ich dies gerne erfahren. Für jeden Tipp dankbar.
     
    #1 10. Januar 2018
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  3. levento
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    Hi Manfred!

    Wieso is'n dein PH Wert so hoch?

    Pinselalgen treten bei mir auf, wenn ich schleissig mit dem WW war :oops: Wenn ich zu selten wechsel, dann merk ich das. Außerdem soll es an der Vermulmung des Beckens und auch des Filters liegen können. Und ja, am geringen CO2 Gehalt könnts auch liegen.

    Irgendwo hab ich mal was gelesen wegen biogener Entkalkung... aber das muss ich nochmal recherchieren. Das hab ich vergessen. Aber irgendwas war da.... o_O

    Die Algengeschichten sind immer nervig find ich. Ich bin auch grad draufgekommen, dass es helfen kann, nach einem Jahr mal den Filter anzuschauen...

    lg Nadine
     
    #2 10. Januar 2018
  4. levento
    levento Bekanntes Mitglied
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    Ha, ich hab gefunden, wo ich meinen Senf herhab. Von aquasabi.de!
    Da steht auch das mit der biogenen Entkalkung genauso:

    "Bei einem CO2-Mangel sind diese Algen deutlich leichter als höhere Wasserpflanzen in der Lage, ihren Kohlenstoff-Bedarf aus Hydrogencarbonat zu decken. Sie spalten den Kohlenstoff vom Hydrogencarbonat-Ion ab, wobei Hydroxid-Ionen entstehen, die den pH-Wert erhöhen. Dabei kommt es zur sogenannten biogenen Entkalkung: es fällt Kalk (Calciumcarbonat) aus, welchen die Algen in ihre Zellwände einbauen. Dadurch werden die Algen härter und somit offenbar auch unattraktiver für Fressfeinde"

    Also wenn ich das richtig verstehe: Kein CO2 & hohe KH -> Hoher PH ->Kalk -> böse fette Algen...:D
     
    #3 10. Januar 2018
  5. embela
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    Hallo Nadine,

    mit ein Grund, warum ich mich immer gescheut habe, einen solchen Thread zu starten, ist jener, weil ich zu doof bin, diese Wasserchemie zu verstehen. Und wenn ich noch so oft in Büchern über die Dreifaltigkeit lese.. es ist für mich nicht zu greifen, ... eine Gleichung mit lauter Unbekannten. Ich versteh's nicht.

    Seit 4 Jahren messe ich in grossen Abständen die paar Werte, um noch am ehesten das Nitrit und das Nitrat im Auge zu behalten. Der pH Wert war immer schon der gleiche. Dachte das wäre so, weil das Wasser bei mir einfach so aus dem Wasserhahn kommt. Wasser wechseln tu ich übrigens alle 2 Wochen ca. 50%. Dabei wird auch ein wenig Mulm abgesaugt. Genauso wie ich die Schwämme des Filters sicher alle drei Monate reinige. Übrigens ist da Siporax drinnen.

    Alle meine Fische hätte laut Lehrbuch gerne ein etwas weicheres Wasser. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich im Lauf der Zeit alle Panzerwelse verloren habe.

    Danke nochmals für's recherchieren. Auch das habe ich schon mal gelesen, darum keimt auch wieder der Gedanke, eine CO2-Anlage anzuschaffen. Am besten gleich eine automatische - also mit automatischer Messung / Dosierung.

    Vielleicht wäre es auch nach vier Jahren Zeit für einen Neustart. Doch wohin mit den Fischis.. eben die Aufgaben, die Du bei Deinem neuen Becken ja auch bewältigen musst. Und was, wenn mich die gleichen Troubles wieder ereilen? Wäre auch ärgerlich. Aufgeben mag ich aber auch nicht, zu sehr fasziniert mich die Aquaristik, auch als Wasser-Chemie-Dummy.

    Könnte ich den pH-Wert mit Osmosewasser drücken? Wohl auch keine ja-nein-Antwort. Sicher steht das wieder in Relation mit KH/GH und dem Rotor-Durchmesser meines Aussenfilters. :/

    Ah ja Aussenfilter.... zum ersten mal habe ich etwas richtig gemacht. Weil der Schrank auf einem Parkett steht, habe ich den Aussenfilter im Schrank in eine Kunststoffwanne gesetzt. Man weiß ja nie. So ein nicht gleich entdeckter Wasseraustritt ruiniert gleich mal den Holzboden. Und so passierte es letzte Woche. Als ich bemerkte, dass der Wasserstand im Aquarium gesunken ist, was normalerweise nie der Fall ist. Also zum Filter geschaut und siehe da, der steht 5 cm im Wasser in der Wanne - Gott sei Dank. Die Ursache war eine tropfende Schlauchverschraubung am Anschlussblock. Vielleicht ziehe ich diese Kunststoffmuttern doch zu wenig an, weil zu viel Angst vor überdrehen des Kunststoffgewindes.

    Ich komme nicht vom Hundertsten ins Tausendste, oder? Danke für's Lesen, falls es jemand gemacht hat. Vor allem, weil ihr ja alle selber Eure Projekte am laufen habt.
     
    #4 10. Januar 2018
  6. Uwi
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    Hallo, also was ich manchmal hier lese, was Leute mit ihren Wasser so anstellen. Glaube zu viel des Guten könnte auch Schaden. Ich lasse mein Wasser so wie aus dem Hahn kommt in Ruhe. Den Rest erledigt dann der Einklang: Filter - Pflanzen - Welse. Da ich unterschiedlich Beleuchte, gibt auch unterschiedliche Algen und Pflanzenwachstum. Algen zupfe ich ggf raus oder verschwinden von selbst. Bei Pflanzen gibt es die üblichen Verdächtigen die nichts werden. Selbige bleiben außen vor, wird nur genommen, was Lust zum Wachsen hat.

    Alles zum Wohle der Bewohner nun über 5 Jahre mit Erfolg.
    Meine Meinung....und das musste ich erst nach fast 30 Jahre Hobby erlernen, ehe es KLICK machte.
    LG . . .
     
    #5 10. Januar 2018
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  7. embela
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    Hallo Uwi,

    das war oder ist eigentlich schon auch mein Plan. Pflanzen wollte ich nur noch welche haben, die eben ohne CO2-Anlage auskommen. Befallene Blätter zupfe ich aus oder reiss die ganze Pflanze raus. Ein Plan wäre, sich mir den Algen zu arrangieren, zu akzeptieren. Es ist nur so, dass ich das Gefühl habe, die Algen sind Schuld daran, dass die Pflanzen nicht wachsen. Oder sie haben irgendwie die Handbremse angezogen. Andererseits wachsen die Valisnerien und das Hornkraut schon prächtig und ich kann sie wirklich zurückschneiden. So weit so gut. Wäre da eben nicht meine lieben Pinselalgen. Und wenn ich gegen die ankommen will, komme ich genau in das Fahrwasser von wegen sich mit Wasserchemie zu beschäftigen. Muss nur Obacht geben, dass ich nicht die Fische vergesse, um die es eigentlich geht.
     
    #6 10. Januar 2018
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  8. levento
    levento Bekanntes Mitglied
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    Hm. Das hat sicher was, Uwi!
    Aber das ist halt bestimmt auch deiner Erfahrung geschuldet. Ich bin überzeugt, dass man als "alter Hase" die Dinge schon im Gefühl hat und vielleicht sogar unbewusst Dinge sieht und drauf reagiert, bevor sie irgendwas auslösen können.

    Ich bin erst seit 15 Monaten im Hobby. Ich kann mir nur damit behelfen, zu versuchen, die Vorgänge zu verstehen...

    Manfred:
    Eine Osmoseanlage hat schon Vorteile. In meinem Fall, wo bei uns Beton aus der Leitung kommt, hätte ich ohne sie keine Chance, die Fische zu halten, die mich reizen. Aber natürlich ist es halt schon eine mühsame Geschichte auch, es sei denn man gönnt sich die Luxus - Variante, wo man quasi auch nur einen Wasserhahn aufdreht. Die hätt ich gern :D
    Hast du eigentlich mal dein Leitungswasser gemessen?

    Ich weiß nur nicht, ob eine Osmoseanlage bei dir wirklich Sinn macht. Deine Werte sind nicht sooo hoch! Im Vergleich: Wir haben hier 22GH, 19 KH...

    Ich glaub ja nicht, dass du komplett von vorne anfangen musst, wenn du das nicht willst. Soviele Algen hast ja jetzt auch nicht! Dein Becken ist echt schön! Zumindest hat man die Algen am Foto nicht so gesehen. Wieviel Liter sind es nochmal? Du könntest ja auch mal versuchen, ein paar Liter destilliertes Wasser zuzugeben. Oder du arbeitest mal mit Erlenzapferl/Huminsäuren? Aber ich weiß nicht, wieviel das bringen würde.

    Erstmal hau vielleicht wirklich die stark befallenen Pflanzen raus. Vielleicht hilft das ja auch schon. Ein paar neue Pflanzerl rein...

    Puh!
    Das mit dem Außenfilter ist ja nochmal gutgegangen! GsD! Ich hab meinen auch in nem Wandl drinn stehen.

    Übrigens noch eine Theorie: Eventuell filterst du zu stark? Das Siporax hab ich aus diesem Grund bei mir rausgeworfen und dann wars mit den Algen auch viel besser! Das Zeug zieht dir jeglichen Dünger aus dem Becken. Du hast ja auch defakto kein Nitrat da drinnen. Die Pflanzen bauchen das aber!

    • Ein CO2-Gehalt von etwa 20-30 mg/l,
    • 10 bis 25 mg/l Nitrat (NO3)
    • 5 bis 10 mg/l Kalium (K)
    • 0,1 bis 1 mg/l Phosphat (PO4)
    • >10 mg/l Magnesium (Mg)

    So. Jetzt hab ich dich zugelabert. Sorry.
    Ich versteh dich: Es tritt ein gewisses Frustlevel ein. Und mit der Chemie hab ichs ja auch nicht so. Du und dein Becken, ihr werdet schon wieder eine Einheit werden :D

    lg Nadine
     
    #7 10. Januar 2018
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  9. derSuperuser
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    Hoi,

    ich hab mein Aquarium seit Anfang November in Betrieb und bei mir fühlen sich die Pinsel- und vor allem die Bartalgen auch sehr wohl. Co2 hab ich seit Anfang Dezember, seither wachsen die meisten Pflanzen wie irre, nur die Valisnerie will nicht so ...

    Die Pinselalgen sind aber meist schneller, was mich sehr nervt. Klar, man muss sich damit auch ein bisschen arrangieren, Algen gehören dazu wie die Fische auch, aber sie sollten eine untergeordnete Rolle spielen ... ich hoffe ja schwer, dass sich das bald ändert!

    Dir auch viel Erfolg, ich würde auch wieder mit CO2 anfangen denk ich! :)
     
    #8 10. Januar 2018
    Uwi und embela gefällt das.
  10. Uwi
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    Hallo Manfred, hab die Erfahrung das Pinselalgen auf langsam wachsenden Pflanzen sich gerne niederlassen. Eventuell auf selbige verzichten und öfters dann eben mähen. Bei mir gibt es auch wenig die Pinselalgen und die lassen sich gerne auf den verfaulten Wurzelenden der Monstera nieder. Zudem nur im Schatten, also unbeleuchtete Seite. Da schneide ich einfach die Wurzelenden ab.

    Hallo Nadine, Hut ab, wie du dich mit den ganzen Wasserwerten so auskennst. Dazu bin ich viel zu faul und reagiere bei sichtlichen Unstimmigkeiten eben zuerst mit TWW , bei Kies mit durchwühlen vom Bodengrund. Früher kam noch der Filter in Betracht.

    Wünsche euch viel Erfolg beim Bekämpfen der bösen Pinselalgen, meine dürfen da sein und gehören zum System.

    LG . . .
     
    #9 11. Januar 2018
  11. embela
    embela Bekanntes Mitglied
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    @Nadine

    Du laberst nicht, sondern ich lese gerne Deine Kommentare zu jeglichen Themen und schätze Deine Hilfestellung.

    Mein Leitungswasser werde ich auch mal messen. Ich dachte aber, dass z.B. der pH-Wert sicher der gleiche wäre. Weil im Aquarium nichts da ist, welchen den Wert ändern könnte.

    Du hast schon recht, ohne Osmoseanlage ist der Wasserwechsel für mich sehr komfortabel, sprich einfach Gartenschlauch durch Wohnung verlegen und Hahn aufdrehen, stoppen, Umkehrschub - Wasser auslaufen lassen, und wieder Wasserhahn anstellen.

    100% Osmosewasser? Warum z.B. nicht nur 50%? Was musst Du da alles beigeben, damit das Wasser für Fisch und Pflanzen gut ist?

    Erlenzapferl/Huminsäuren? Eigentlich geht es darum, dass ich gar nicht weiss, was für Werte ich erreichen will. Am ehesten eben, den pH-Wert etwas zu senken, wegen der Fische.

    Oder ich versuche die von Dir genannten Werte zu erreichen. Also Nitrat rauf (wird am einfachsten sein, und die Fische wird es freuen, wenn ich sie mehr füttere). Kalium, Phosphat und Magnesium müsste ich noch Tester kaufen. Dachte das wäre alles in einem Volldünger wie dem Profito drinnen. Allerdings lese ich auf deren Homepage grad, dass der nitrat- und phosphatfrei ist. Grmpf.

    Das Siporax habe ich erst im Herbst eingesetzt, wegen meines Algenproblems. Weil es halt auch als Wunderwaffe angepriesen wurde. Dazu noch versuche mit viel Licht und wenig Licht. Zuletzt dann auch noch die Filterleistung zurückgedreht. Dazwischen muss man immer schön lange warten, ob sich eine Erkenntnis daraus ableiten lässt. Aber vielleicht hätte man eh alles gut gemacht, nur ist eben die Grundvoraussetzung nicht mehr gegeben.

    @ derSuperuser

    Danke für Deine Wünsche... "wir schaffen das...." ;)

    @ Uwi

    Bei mir ist es grad umgekehrt.. an "dunkleren" Stellen habe ich keine Algen. Darum habe ich mein LED-Licht mittlerweile auf 65% gedimmt. Danke auch für die immer aufmunternden Worte alles nicht so verkrampft zu sehen.
     
    #10 11. Januar 2018
    levento und Uwi gefällt das.
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