Was für Problemlösungen gibt es bei Bartalgen???

Dieses Thema im Forum "Pflanzenforum" wurde erstellt von Martin V, 23. November 2003.

  1. Martin V
    Martin V Mitglied
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    Hallo.
    Da ich jetzt schon seit mindestens 2 Wochen Bartalgen habe, und sie schon so langsam auf jeder Pflanze zu finden sind, bräuchte ich bitte "schnell" eine gute Lösung.

    Als Beleuchtung habe ich eine Dennerle Spezial Plant Leuchtstoffröhre und eine Arcadia Orginal Tropical Lamp. Beide Leuchtstoffröhren sind erst 1 1/2 Monate alt.

    Mein Becken hat 112Liter Fassungsvermögen und bekommt durch eine Hefe-Zucker Gährung Co2 zugeführt.

    Ph 6,7, Gh 10, Kh 5, Nitrit 0, Co2 5, Nitrat kann ich leider nicht messen!

    Ich mache alle 1 1/2 Wochen einen Teilwasserwechsel von 1/4 des Beckenvolumens.
     
    #1 23. November 2003
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  3. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Bartalgen

    Hallo Martin,

    Die Wasserwerte sehen ja ganz gut aus, nur mit deinem CO2-Gehalt (5?)komm ich nicht ganz klar.
    Bei einem pH-Wert von 6,7 und einer KH von 5 solltest Du im Aquarium einen CO2-Gehalt von 40,75 mg/Liter (JBL-Tabelle) haben, was an und für sich einen zu hohen Wert darstellt.
    Also: CO2-Zufuhr erst einmal um 1/3 reduzieren.

    Weiter Massnahmen: Aufwickeln der Fäden auf eine dünne Flaschenbürste und Abreissen; Entfernen befallener Blätter, Wurzeln und Steine aus dem Aquarium herausnehmen und auskochen; Fische mögen diese Algenart nicht besonders, ev. Garnelen (C. japonica) einsetzen. Saugwelse rühren diese langfädrigen Algen überhaupt nicht an und sind zur Bekämpfung ungeeignet.
    Du kannst auch eine Gruppe siamesischer Rüsselbarben einsetzen, ich denke da an 5-6 Stück. Auch wenn diese Fische recht gross werden, fressen sie doch sehr gut Algen. Evt. kannst Du sie später jemandem geben, der ein Barschbecken besitzt und grössere Rüsselbarben benötigt.

    Ansonsten vermehren sich diese Algen gerne im Bereich starker Strömungen, z.B. beim Filterauslauf.
    Ich hab Rotalgen einmal zufällig wegbekommen, als ich mit General Tonic gegen eine Krankheit behandelt habe. Dieses antibakterielle Medikament von Tetra ist berüchtigt dafür, feinfiedrige Pflanzen zu zerstören. Vielleicht war das ja der Grund dafür, dass die Bartalgen dann gleich einmal verschwunden sind.

    Lg
    Jürgen
     
    #2 24. November 2003
  4. Martin V
    Martin V Mitglied
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    Bartalgen

    Den Ph Wert halte ich durch ein Ph Minus Mittel auf 6,7.
    Kann ich durch eine Efeutute den Nitratgehalt so niedrig halten, dass nur die Pflanzen Nährstoffe zum Wachsen haben, und den Algen keine Nährstoffe zur verfügung stehen?

    Passt das Licht vielleicht nicht?
    Im vorderen Bereich des Aquariums befinden sich Bartalgen auch auf den Kies!

    Mein Fischbesatz/Garnelenbesatz besteht aus:

    2 Schmetterlingsbuntbarsche, 4 Juli Panzerwelse, 2 Glasgarnelen, 1 Fächergarnele (7 cm), 3 Amano Garnelen und 4 Saugwelse (Otocinclus).

    Die Turmdeckelschnecken hab ich ja schon bekommen :wink: .

    MfG MartinV
     
    #3 24. November 2003
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Bartalgen

    Hallo,

    nein - das Licht passt schon gut so; den pH-Wert könntest Du ruhig bei 6,9 einstellen, das genügt für die angeführten Arten vollkommen.
    Frage: hast Du vielleicht damals beide Röhren gleichzeitig ausgetauscht? Ist das Problem erst seit dem Röhrenwechsel akut geworden?
    Oder hast sie mit Wasserpflanzen eingeschleppt?
    Bartalgen sind echt zäh, und wenn man sie mal drin hat recht hartnäckig wieder wegzubekommen.
     
    #4 24. November 2003
  6. Martin V
    Martin V Mitglied
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    Bartalgen

    Ich habe die Röhren nach einander getauscht.
    Als erstes hab ich eine der Standarträhren mit der Orginal Tropical Leuchtstoffröhre ausgetauscht, 1 Monat später hab ich die 2 Standartröhre mit der Dennerle Special Plant ausgetauscht.

    Die ersten 2 Wochen hatte ich die Orginal Tropical Leuchtstoffröhre im Vordergrund und die Dennerle Leuchtstoffröhre im Hintergrund, dass habe ich aber jetzt getauscht, da ich gesehen hab, dass die hintere Leuchtstoffröhre durch die Anordnung weniger Licht ins Aqua geben kann, und dadurch nur der Bereich von hinterer Aquarienscheibe bis nicht einmal der hälfte des Aquariums durch die bessere Dennerle Spezial Plant Röhre beleuchtet wird.

    Kann die Anordnung der Leuchtstoffröhren etwas mit den Algen zu tun haben?

    Währe es besser die Orginal Tropical Röhre im Vordergrund zu haben, und die Dennerle Spezial Plant Röhre im Hintergrund?

    MfG Martin V
     
    #5 24. November 2003
  7. Leo
    Leo Bekanntes Mitglied
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    Hall i. T.
    Re: Bartalgen

    Hallo Martin!

    Wenn ich zu Deinem Problem was bemerken darf:

    a) hast Du Bartalgen (braun/schwarz an den Blatträndern, "grauslig" kurze Haare)
    oder
    b) hast Du die grünen Fadenalgen (grün, lange, dünne, relativ reißfeste Fäden?)

    Bei a) - Meine Meinung: Beleuchtungsprogramm mit Mittagspause, evtl ein paar Schwimmpflanzen, Filter "biologisch arbeiten lassen" (wenig Wasserdurchfluß, Filter 5-6 Wochen in Ruhe lassen!) Eventuell Biotrop-Stabilisator in den Filter geben...wenn es ein Außenfilter ist, was ich bei 112 l eigentlich vermute...
    Eventuell "Zeolith" in ein Stoffsäckechen geben und ins Becken legen... Viel weniger füttern.
    Schnellwachsende Pflanzen reingeben, können ruhig viele sein! :klee: :klee: :klee:

    Bei b) Die grünen sind ein gutes Zeichen, weils dann den Pflanzen auch gut paßt, sind für mich eine positive Begleiterscheinung der CO2-Anlage,
    Die lassen sich wunderbar mit einem Stab/Flaschebürste etc. aufrollen.
    Einzige Abhilfe, die bei mir ein bischen angeschlagen hat: Ein "eizal" weniger Pflanzendünger, weniger füttern, eh klar, biologisch filtern,
    Das "Beste" bisher bei mir: 1 Siamesische Rüsselbarbe + mind. 10 Amano-Garnelen. :gut:
    Schnellwachsende Pflanzen einsetzen, auch die Efeutute hilft da sicher, wenn Du hast, kannst auch ein Fensterblatt nehmen...ich meine deren Wurzeln reinhängen lassen... 8)
    Aber da kann ich leicht groß reden, von den grünen hätte ich auch gerne weniger in meinem großen Becken...

    Bei Algen dauerts halt lange, bis man die Auswirkungen merkt - z. B. wenn Du ab sofort die Mittagspause in der Beleuchtung einbaust, kannst Du meiner Meinung nach frühestens nach 2 Monaten sagen: es hat sich was geändert. Detto mit weniger Füttern.
    Also: trotzdem viel Spaß und viel Geduld (die wirst Du bei den Algen brauchen)!

    Allgemein ist mir noch eingefallen: Fütterung anschauen (das ist echt eine Schraube, an der man drehen kann!). Nicht zu viel "putzen" - die Bakterien, die "Nützlichen" sitzen auf einer Unterlage. Deshalb poliere ich nur die Frontscheiben und nie die Rückscheibe des Beckens...fleißig Wasserwechseln...a ja: "angeblich" (habe ich nur gelesen, auch ausprobiert, aber bin noch nicht überzeugt ;-) ) mögen Algen ein "gelbes/braunes Wasser" nicht - wie es bei Torffilterung vorkommt oder wie es mit Turo-Min vorkommt oder wie es ist, wenn eine frische Moorkienwurzel drin liegt....


    Liebe Grüße

    Leo

    PS: Schreib mal, was Du für Pflanzen drin hast!
    und auch, ob die neben CO2 noch anderen Dünger bekommen/haben.
     
    #6 24. November 2003
  8. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Neonröhren

    Hallo,
    Hmm... möglich, aber eher unwahrscheinlich. Ansonsten würde sich das Problem ja nur auf die andere Seite verlagern. Die Dennerle Plant ist eine sehr gute Röhre, die sich auch - vom Spektrum her - gut mit der Arcadia kombinieren lässt.
    Also, an der Beleuchtung wirds IMHO nicht liegen. Du könntest übrigens recht einfach die Kapazität der zweiten Röhre besser nützen, indem Du einen Reflektor verwendest.
    Es handelt sich dabei um ein einfaches, hochglanzpoliertes Aluminium-Blech, das auf die Röhre aufgesteckt wird und schwenkbar ist. Bis zu einem gewissen Grad könntest Du damit also den Einfallswinkel des Lichtes steuern und verändern.

    Auch das Austauschintervall mit der Wartezeit zwischen der einen und der zweiten Röhre wäre soweit ok gewesen, wenn es sich um Röhren gleicher Lichtqualität gehandelt hätte, d.h., wenn die Röhren gegen neue gleicher Bauart ausgetauscht worden wären.

    Solltest Du den Röhrentausch so durchgeführt haben, dass innerhalb eines Monats beide Röhren gegen Neue anderer Lichtqualität (d.h.: verschiede Röhrentypen gleicher oder verschiedener Hersteller) ausgetauscht wurden ist dieser Umstand IMHO für die Algenprobleme verantwortlich.
    Motto: never change a winning team! Oder: wenns notwendig ist Lichtqualität und Quantität zu verändern muss man das äusserst behutsam angehen, v.a. wenn die auszutauschenden Röhren bereits über eine gewisse Betriebsstundenzahl aufweisen.

    Lg
    Jürgen
     
    #7 25. November 2003
  9. Anonymous
    Anonymous Gast
    hatte mit ähnlicher beleuchtung selbiges problem... alle versuche die algen loszuwerden schlugen fehl (algenfresser, schnellwachsende pflanzen, extrem wenig futter, 4 std. lichtpause mittags hatte ich sowieso etc., etc., etc.)... mit esha protalon hab ichs eindämmen können nachdems zu einer richtig argen plage wurde, war aber auch nur eine kurzfristige besserung... nach ca 6 monaten hab ich dann den tipp bekommen die "plant" röhre wieder rauszunehmen und durch die alte (war standardmässig beim aquarium dabei) zu ersetzen da ich teilweisen lichteinfall durch ein fenster hatte... und das wars tatsächlich... seitdem wachsen die bartalgen nimmer weiter und das aquarium ist wieder frei von den plagedingern
     
    #8 11. Dezember 2003
  10. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Bartalgen

    Hi shary,

    ich mags net recht glauben dass ausgerechnet die Dennerle Plant für Bartalgenwachstum verantwortlich sein soll... Möglich, dass die Lichtqualität und Intensität im Zusammenspiel mit dem Tageslichteinfall einfach zu gross war. Das Austauschen der neueren Röhre gegen eine ältere hat dann einfach die Lichtmenge reduziert und den vorhandenen pflanzenverfügbaren Nährstoffen angepasst. In diesem Fall hat das Austauschen der Röhre das ungebremste Algenwachstum gehemmt, ein ähnlicher Effekt, den man auch bei gutem Pflanzenwachstum beobachten kann, wenn man eine neue Röhre einsetzt. Durch die Reduktion der Lichtmenge wurde auch der Stoffwechsel der Pflanzen reduziert und sie konnten mit den vorhandenen Nährstoffen, so paradox es klingen mag, besser wachsen als zuvor.

    Gesetzt den Fall, dass Deine "alte" Röhre noch nicht solange in Betrieb war wie die Plant (darüber war nichts nachzulesen), dürfte - als Gegenteil des oben geschriebenen - das "Mehr" an Licht das Wachstum der Algen bis zur Anpassung an die geänderten Verhältnisse solange gehemmt haben, dass die Pflanzen diesen an und für sich wuchsfördernden Vorteil BEI Vorhandensein der richtigen Nährstoffe rascher ausnutzen konnten als die Algen.

    Bietet man den Pflanzen "gutes" Licht mit ausgewogener Spektralverteilung so können diese an und für sich pflanzenfreundlichen Voraussetzungen auch das Algenwachstum anregen, und zwar aus folgendem Grund: Ich zitiere mal Kaspar Horst...

    Licht ist Energie für das Wachstum. Das heißt aber andererseits, daß das Licht dem Nährstoffvorrat im Aquarium angemessen sein muß. Zuviel Licht führt schnell zu Nährstofflücken, vor allem im Spurenelementebereich. Und das käme wiederum den Algen zugute. Zuwenig Licht führt zu Wuchsstillstand und Sauerstoffmangel.
    In diesem Grenzbereich ist also das richtige Licht zu wählen.


    Meiner Erfahrung nach spielt die Lichtfarbe bei Verwendung von Röhren bis etwa 5.000 Kelvin Lichttemperatur für das Bartalgenwachstum kaum eine Rolle.
    Dagegen fördern CO2-Mangel, Phosphat-Überschuss, Tageslichteinfall und ausschliessliche Verwendung von "hochprozentigen" Aquarien-Röhren (z.B. Gro-Lux als Vertreter der "Fischfarben betonenden Gruppe", Aquastar oder African Lake als Vertreter der Röhren um 10.000 Kelvin) alleine schon wegen der Spektralverteilung ganz allgemein das Wachstum von Rotalgen (wozu auch die berüchtigten "Pinselalgen") gehören.

    Esha Protalon 707 funktioniert eigentlich nur bei Grünalgen sehr gut WENN gleichzeitig die Umgebungsbedingungen hinterfragt und geändert werden. Die Verwendung eines Algenmittels ist eigentlich immer ein Zeichen dafür, dass man sich zu wenig Gedanken über die Rahmenbedingungen in seinem Aquarium gemacht hat. Sie helfen eigentlich nur in den Fällen, wenn Algen und Pflanzen bei an und für sich optimalen Bedingungen in einer Art "Gleichberechtigung" um die vorhandenen Ressourcen rittern.

    Wenn man Glück hat, schädigt man die Algen mehr als die Pflanzen, wenn man Pech hat, schädigt man beide gleich stark oder sogar die Pflanzen mehr als die viel "zäheren" Algen, und erreicht hat man im Prinzip gar nichts. Im schlimmsten Fall drängt man die eine Algenart zurück, die dann einer anderen Art Platz macht, mit dem Ergebnis, dass man es nun mit zwei Plagen zu tun hat.

    Blaualgen oder Pinselalgen reagieren auf derartige chemische Überfälle auf das Aquarium und dem damit einhergehenden biologischen Ungleichgewicht recht empfänglich mit unkontrolliertem Wachstum.
    Wachsen die Pflanzen an und für sich gut und man hat trotzdem ein Problem mit Algen, in diesem Fall "Bartalgen", empfiehlt sich die Optimierung des Aquariumwassers via Tw-Wechsel, um den Algen, die meistens von einem Überangebot eines Nährstoffes profitieren (der gleichzeitig das Pflanzenwachstum blockieren kann), diese Nährstoffe zu entziehen. Aber auch das Gegenteil kann helfen, v.a. wenn der Fischbesatz optimiert ist: eine absichtliche Verschleppung des Tw-Wechsels oder eine Ausdehnung des WW-Intervalles auf z.B. 3 Monate kann helfen, dass eine Algenpopulation durch Aufbrauchen eines Hauptnährstoffes zusammenbricht. Wie gesagt - funktioniert, WENN:
    - die Pflanzen täglich ALLE notwendigen Nährstoffe erhalten, reine Eisendüngung mit z.B. Fetrilon ist dann zuwenig
    - der Fischbesatz wirklich gering ist, ich mag zwar diese Formel nicht, aber geh mal von 1 cm Fisch (adult, ausgewachsen) auf 1 Liter Wasser aus.
    Algen sind die "Wächter" im Aquarium, um mal Matrix zu zitieren. Sie sind im Aquarium immer vorhanden (auch als Sporen) und reagieren auf kleinste Veränderungen mit verstärktem Wachstum. Dabei muss eine Algenplage nicht einmal durch einen starken Eingriff verursacht werden, sondern es genügt die Summe kleiner Faktoren bzw. Änderungen, um die pflanzenfreundlichen Bedingungen hin zu algenfreundlichen Bedingungen zu verändern.

    Dementsprechend kann auch die Summe vieler kleiner pflanzenfreundlicher Faktoren oder Veränderungen das Pflanzenwachstum insgesamt nachhaltig fördern und das Milieu für Algen langfristig verschlechtern. Jedenfalls ist die Verwendung eines Algenmittels sicher ein zu starker Eingriff - er bringt vom Milieu her keine Verbesserung für Pflanzen, sondern hemmt nur das Wachstum aller pflanzlichen Lebewesen im Aquarium. Dieser Verschlechterung der Bedingungen für beide, Algen und Pflanzen, müsste nachfolgend eine wesentliche Verbesserung für die Pflanzen nach sich ziehen. Erfolgen keine derartigen Massnahmen, ist auch die Verwendung eines Algenmittels unnotwendig und überflüssig. Wenn man noch davon ausgeht, dass mit den meisten Algenpräparaten auch noch die Gesundheit der Fische mehr oder weniger stark beeinträchtigt wird, sollte man sich über alle anderen Methoden der Algenvermeidung mal Gedanken machen.

    So, das war mal ein etwas ausführlicheres Posting zu einem unerschöpflichen Thema. Ich bin sicher dass es nicht jedermanns/fraus Zustimmung in allen Punkten finden wird, aber es ist EIN Weg um MIT DEN ALGEN zu leben - vermeiden lassen sie sich im Aquarium ohnehin NIE zu 100 %

    Lg
    Jürgen
     
    #9 12. Dezember 2003
  11. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Re: Bartalgen

    Eigentlich fehlt mir in der Liste der Bartalgen-Fresser schlechthin: die siamesische Rüsselbarbe (Crossocheilus siamensis; Syn.: Epalzeorhynchos siamensis)! Obwohl diese Fische recht gross werden würde ich Dir eine Gruppe von sag ma mal 6 Tieren als Algenbekämpfer empfehlen. Später, wenn das Problem behoben ist, kannst Du die Tiere ja an einen Aquarianer mit grösserem Becken oder Cichliden-Aquarium weitergeben. Auch eine Aufstockung des Bestandes an Amano-Garnelen auf 6-8 Stück wird helfen, dass man mittelfristig die Bartalgen in den Grifft bekommt.
    Auch die von shary angesprochene Mittagspause in der Beleuchtung ist eine gute Möglichkeit, allerdings würden m.E. 2 Stunden dafür ausreichend sein. In Summe sollte die Beleuchtungsdauer dann trotzdem zwischen 10 und 11,5 Stunden liegen.

    Lg
    Jürgen
     
    #10 14. Dezember 2003
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