Bodenaufbau

Dieses Thema im Forum "Technikforum" wurde erstellt von Bernd, 12. April 2004.

  1. Bernd
    Bernd Bekanntes Mitglied
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    :) Hy.

    Man kann in vielen Ratgebrn nachlesen wie man den Boden richtig aufbaut usw.

    Zuerst Heizkabel dann Dünger dann Sand dann erst gewaschenen Kies oder so??

    Brauchen die Pflanzen das unbedingt oder reicht der gereinigte Kies auch?

    Was ist wenn ich den Dünger und den ungewaschenen Kies unter den gereinigten gebe und die Fische graben? Dann wäre jedemal mein Wasser trüb?

    Ich habe bei meinen Becken nur gewaschenen Kies und die 7 Kugeln von JBL. Achja und natürlich Flüssigdünger. Meine Pflanzen wachsen auch sehr gut.

    Danke im Voraus
    mfG Bernd
     
    #1 12. April 2004
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  3. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Hallo Bernd,

    ich habe in meinem 200L Becken auch ein paar Pflanzen drinnen und sie wachsen ziemlich gut mit dem Kies (allerdings hab ich relativ groben, ich würd sagen sicher so 5mm Körnung). Zudem dünge ich mit CO2 und dem Flüssigdüngesystem von Dennerle (E15/V30 und A1). Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die Beleuchtung.

    Ich würd sagen, dass, wenn man nicht gerade ein holländisches Pflanzenaquarium möchte, so auch ganz gut zurecht kommt. Zudem darf man nicht vergessen, dass so ein Heizkabel und der Dünger einen ordentlichen Angriff auf die Geldtasche darstellt.

    Lg,
    Christian
     
    #2 12. April 2004
  4. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Dünger, Sand, Kies

    Hallo Bernd,

    Willkommen in unserem kleinen Forum ;-)
    Nein, das muss nicht unbedingt so sein. Man darf sich ja nicht vorstellen, dass die Fische da wie Bagger durch den Kies wühlen, sondern sich kleinere Grabeaktivitäten nur lokal(st) abspielen werden. Mal davon ausgehend, dass keine Geophagus-Arten oder afrikanische Seenbarsche mit im Becken sind.
    Hab das übrigens auch schon öfter gemacht, um teuren Initial-Dünger zu 'sparen': ungewaschener Bausand, dann eine Schicht ungewaschener Aquarium-Kies, und das ganze mit gewaschenem Kies dann überschichtet. Funktioniert ganz gut so, wenn man den Sandbereich noch etwas mit Lehmkugeln (oder, wie Du, den 7 Kugeln) aufwertet.
    Das Ausziehen von Schwertpflanzen (oder anderen starken Wurzelbildnern) verursacht jedesmal eine ordentliche Wassertrübung, ob jetzt Initialdünger + gewaschener Kies verwendet wird oder die 'Bausand' oder 'ungewaschener Kies' + 'gewaschener Kies-drüber'-Methode angewendet wird. Diese Trübung ist allerdings schon am nächsten Tag wieder verschwunden, ausgefiltert oder die Schwebstoffe haben sich wieder - wie von Zauberhand - gesetzt.

    Lg
    Jürgen
     
    #3 13. April 2004
  5. Bernd
    Bernd Bekanntes Mitglied
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    Man hört/liest ja auch immer das eine Bodenheizung ganz wichtig ist, wegen der Wasserbewegung. Wenn ich jetzt aber ungewaschenen Kies oder so einen "Nährstoffsand" verwende kommen die Trübstoffe ja erst ins Wasser, oder???

    Und noch eine Frage zum Kies? Welche Stärke sollte der am Besten haben. Man hört/liest das er fein sein soll aber ich denke mir rein logisch ist bei einem feinen Kies oder gar Sand keine Wasserbewegung möglich und es kommt viel häufiger zu Fäulnisherden als bei grobem Kies der das Wasser besser durchlässt.

    Bitte um Meinungen und Erfahrungen.

    MfG Bernd
     
    #4 1. Mai 2004
  6. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Bodenheitung und Kies

    Hallo,
    Naja, da wird wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Wenn ein Becken nicht funktioniert, obwohl alles von technischer Seite her richtig gemacht wurde, und es ist/war keine Bodenheizung (hier: Heizkabel) drin, wird man die Schuld darin suchen. Genausogut kann (und wird) ein Pflanzenaquarium im beheizten Raum auch ohne Heizkabel funktionieren. Wenn man allerdings eine ordentliche Schicht Initialdünger einbringt und auch sonst die Kieshöhe 8 cm überschreitet, ist so ein Heizkabel sicher empfehlenswert, um eine langsame Durchströmung des Substrates zu erreichen.
    Auch mit Sand (hier: Aquariumkies von 0,5 - 1 mm Korngrösse) kann man recht schöne Pflanzenaquarien betreiben, habs eben selber erst vor ein paar Wochen ausprobiert (man lernt halt dazu :).
    Wovon ich abraten würde: die Kombination Initialdünger + Sand wird ohne Verwendung eines Heizkabels langfristig nicht funktionieren. Das Substrat verdichtet zu stark, und in den untersten Schichten könnten unerwünschte biologische (Fäulnis-)Prozesse ablaufen.
    Ja. Und? Von aufgewirbeltem Sand ist noch kein Fisch gestorben oder ein Becken biologisch 'gekippt'. Es verlangt halt ein wenig mehr Aufmerksamkeit beim Einsetzen oder Umsetzen der Pflanzen, damits optisch nicht zu wild aussieht. Der Initialdünger wird ja mit gewaschenem Kies überschichtet, um die Trübung zu beschränken. Die ausschliessliche Verwendung von ungewaschenem Kies im ganzen Becken ist nicht empfehlenswert, vor allem in neu eingerichteten Aquarien mit neuem Filter kann es sonst Wochen dauern, bis sich das Wasser klärt. Kiesaufbauten aus ungewaschenem/gewaschenem Kies sollten so durchgeführt werden, dass zumindest 1/3 der Kiesschicht (oberste) aus gewaschenem Kies besteht.

    Die Trübstoffe, die sich bei sauberst gewaschenem Kies dann nach einigen Monaten Laufzeit setzen, sind entweder mineralisierter Fischkot oder umgebaute Pflanzenmasse. Alles, was die Wasserqualität verschlechtern könnte, ist längst per Umweg über den Stickstoffkreislauf oder andere Reduktionsprozesse als Nitrat oder Phosphat in Lösung gegangen und im Optimalfall per Wasserwechsel aus dem Becken entfernt worden. Etwas Mulm darf ruhig im Becken sein, er stellt eine wichtige Ernährungsgrundlage für Mineralisierer dar (Bakterien und Einzeller), die für das biologische Gleichgewicht im Aquarium einen nicht unwesentlichen Beitrag leisten.
    Und noch mal: jeder wird dazu was anderes sagen können.
    Ich riskiers mal und mach eine kleine Zusammenstellung, die auf meinen Erfahrungen beruht.

    Kies 0,5-1 mm:
    Initialdünger 1 cm, Kieshöhe max. 5 cm, gesamt 6 cm: nur mit Heizkabel empfehlenswert
    Kein Initialdünger, Kieshöhe max. 4-5 cm, gesamt max. 5 cm: funktioniert ganz gut, wenn Turmdeckelschnecken im Becken sind.
    Kein Initialdünger, Kieshöhe über 6 cm: nur mit Heizkabel empfehlenswert. In Cichliden-Aquarien sieht das natürlich anders aus: wenn die Fische den Kies regelmässig umschichten, kann die Kiesschicht durchaus höher ausfallen.
    In allen Pflanzenaquarien mit Kiesen dieser Stärke ist das Einbringen von Turmdeckelschnecken (kurz: TDS) sehr empfehlenswert.

    Kies 2-3 mm:
    Initialdünger 2 cm, Kieshöhe 5 cm oder mehr, gesamt 7 cm oder höher: nur mit Heizkabel empfehlenswert. Mit 1 cm Initial und 4-5 cm Kies dagegen funktionierts auch ohne Kabel ganz gut. Den 2-3 mm Kies halte ich für die Pflege von Wasserpflanzen langfristig für sehr gut geeignet, er verdichtet nicht und ist noch nicht zu grob, dass er zu stark verschlammt. Auch Turmdeckelschnecken können noch gut darin wühlen. Für Corydoras-Arten ist der Kies auch geeignet, wenngleich dann eine Sandecke nicht fehlen sollte.
    Sand-Kies Mischungen vereinen nur bedingt die Vorteile von beiden Substratformen.

    Kies 3-4 mm:
    Ein recht brauchbarer Aquariumkies, den man auch mit Initialdünger verwendenkann. Schüttungen bis 8 cm sind (auch bei Verwendung von Initialdünger) ohne Heizkabel gut möglich, wenngleich ein Heizkabel auch hier positive Effekte erzielen kann, vor allem in Hinsicht der optimalen Ausnutzung der Kiesfläche als biologischen Langsamstfilter. Dieser Effekt ist auch bei allen anderen Kiessorten gegeben, neben der kontinuierlichen Nährstoffzufuhr zu den Pflanzenwurzeln und der Vermeidung von Faulzonen im Kies vermeidet man bei hohen Kiesschüttungen allerdings auch schon ein zu grobes Temperaturgefälle zwischen Aquariumwasser und Kiesboden ('Kalte Füsse' der Pflanzen).

    Kies 5-8 mm oder gröber:
    Bedingt geeignet für Pflanzenaquarien. Zwar können sich die Pflanzenwurzeln optimal im Kies ausbreiten, aber in den recht grossen Kieszwischenräumen lagern bald mal Futterreste ab, die dort unkontrolliert vergammeln könnten. Erfahrungsgemäss wachsen die Pflanzen auch nicht mehr gut, vor allem Schwertpflanzen und Wasserkelche mögen diese recht stark durchfluteten Kiese nicht. Trotzdem sind Kiese dieser Körnungen geeignet, um z.B. Bachläufe nachzubilden; für Stängelpflanzen macht dieses Substrat ohnedies kaum einen Unterschied im Wachstum aus, man muss dann nur darauf achten, dass sich das angebotene Fischfutter nicht irgendwo im Substrat verrollt.

    Lg
    Jürgen
     
    #5 2. Mai 2004
  7. Bernd
    Bernd Bekanntes Mitglied
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    Hy.

    Jetzt wird das Thema wieder aktuell, da ich mein Becken ja neu einrichte.

    Hab mir spezielle Ratgeber durchgelesen und was man gegen Algen machen kann (da im jetztigen Becken welche hab die mich sehr stören) und da ist ja auch immer der perfekte Pflanzenwuchs wichtig und da ist der Boden immer als erstes genannt. Bei Dennerle soll man ja mit Heizkabel, Bodendünger, Kies und CO2.

    Ich hab mal im Geschäft gefragt welche Heizkabel die so haben und sie hat mir erklärt das das heutzutage niemand mehr verwendet. Na gut.
    Ich denk mir aber das das System mit der Wasserzirkulation nicht dumm klingt. Hat jemand diesen "optimalen" Bodenaufbau und Erfahrungen damit?

    Jetzt hab ich auch noch eine Frage zum CO2.

    http://www.aqua-shop.com/catalog/product_info.php/cPath/751_923/products_id/7553

    Hat jemand dieses Gerät bzw. Erfahrungen damit? Ich finde das klingt nicht so schlecht. Aber wie ist das mit den 9Volt im Becken, schadet das weder den Fischen noch mir wenn ich ins Becken greife???

    MfG Bernd
     
    #6 10. November 2004
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