Zu wenig Oberflächenbewegung für Sauerstoff-Zufuhr?

Dieses Thema im Forum "Technikforum" wurde erstellt von Pete, 12. März 2004.

  1. Pete
    Pete Aktives Mitglied
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    Hallo!
    Da dies mein erster Eintrag in diesem Forum ist - erstmal ein herzliches Hallo an alle! :lol:

    Zu meiner Frage:
    Ich habe ein 240 Liter Becken mit 5 Black-Mollys, 3 Antennen-Welsen, 8 Bänder-Panzerwelsen und 3 Fiederbart-Welsen. Wassertemp. ca. 25-26°.

    Das Becken wird von einem Eheim-Außenfilter gefiltert. Immer wenn der Filter an Leistung verliert, und nicht mehr sehr viel Wasser-Oberflächenbewegung erzeugt, bekommen meine Fische wenig Sauerstoff.
    Dies ist vor allem in der Früh zu bemerken, da ja in der Nacht auch von den Pfalzen kein Sauerstoff produziert wird.
    Bepflanzt ist das Becken meines erachtens nach ausreichend.
    Was kann ich machen, um das Becken mit genügend Sauerstoff zu versorgen, wenn die Filterleistung nicht mehr stark genug ist?
    Ich will den Filter natürlich nicht zu oft reinigen und ob ein Ausströmstein das beste ist, glaube ich auch nicht unbedingt.

    Kann mir jemand Tipps geben :?:

    LG
    Peter
     
    #1 12. März 2004
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  3. Anonymous
    Anonymous Gast
    würd ev einen oxidator verwenden
     
    #2 12. März 2004
  4. Dominik
    Dominik Bekanntes Mitglied
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    hi!

    ein ausströmstein....naja sieht schön aus bringt luft und auch algen!

    probiers mit co²::

    falls ich mich irre so bessert mich aus, aber ich denk das ist das beste!

    best regards
     
    #3 12. März 2004
  5. shary
    shary Bekanntes Mitglied
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    ähm... co2 wenn zu wenig sauerstoff im becken ist???
    also ich würd sagen entweder ausströmstein... wobei da hast du recht mit den algen und es treibt auch das co2 für die pflanzen raus oder wie schon gesagt ein oxidator...

    wobei ich in allem meinem becken ohne beiden dingen auskomm... bist du sicher, dass es zuwenig sauerstoff aufgrund der schwächeren oberflächenbewegung drin ist? vielleicht passt auch ein anderer parameter nicht... nitrat zb...
     
    #4 13. März 2004
  6. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Sauerstoff

    Hallo Pete,

    Willkommen in unserem kleinen Forum :)

    In Deiner richtigen Beobachtung liegt auch schon die Antwort: die Pflanzen benötigen auch nachts Sauerstoff, und wenn die Filterleistung nachlässt, kommts zu einem Sauerstoff-Defizit bzw. zu einem CO2-Überschuss, der den Fischen die Abgabe des eigenen, bei den Stoffwechselvorgängen "anfallenden" Kohlendioxids, erschwert. Meistens ist dann noch genügend Sauerstoff im Wasser vorhanden, aber die Konzentrationen des im Wasser gelösten CO2 nehmen Werte an, die die Abgabe des "ausgeatmeten" CO2 der Fische erschweren oder gar unmöglich machen.
    Besonders in gut bepflanzten Aquarien wird das schnell einmal zum Problem.

    Zwei Möglichkeiten gibts, diese gefährliche Situation zu vermeiden:
    1. CO2-Zufuhr bei Kohlendioxid-Düngung per Magnetventil und separater Zeitschaltuhr so einstellen, dass die Düngung erst etwa 45 Minuten NACH dem Lichteinschalten erfolgt. Auch die Pflanzen benötigen etwas Zeit, um ihren Stoffwechsel "hochzufahren" (sozusagen "aufzuwachen"), damit sie gebotenes CO2 auch verarbeiten können.
    Dementsprechend macht es auch Sinn, die CO2-Zufuhr am Abend mindestens 45 min VOR dem Lichtausschalten einzustellen, damit die Pflanzen noch gelöste Kohlensäure verbrauchen können.
    2. Das Becken sollte nachts belüftet werden. Generell empfehle ich diese Vorgangsweise für ALLE gut bepflanzten Aquarien, wenn man nicht mittels CO2-Mess und - Regelgerät versucht, permanent einen bestimmten pH-Wert zu halten. Die eingebrachten Luftblasen sorgen dafür, dass sich das CO2 im Wasser nicht zu sehr anreichert. Du musst auch keine Sorge haben, dass sich dadurch die Pflanzen schlechter wachsen oder sich vermehrt Algen bilden.

    Ein Nachtprogramm für die Belüftung könnte z.B. so aussehen:

    1. Mit Zeitschaltuhr die Luftpumpe 1 Stunde NACH dem Lichtausschalten einschalten.
    2. Die Luftpumpe zeitgleich mit dem Lichteinschalten ausschalten.
    Natürlich geht das auch zeitgleich mit der Beleuchtung, dann spart man sich eine Zeitschaltuhr, also: Licht-aus/Luftpumpe ein, Licht-ein/Luftpumpe aus.
    Normalerweise genügt eine schwache Belüftung, das kann aber individuell verschieden sein, je nach dem, welche Fischarten gepflegt werden oder wieviele Pflanzen im Becken sind.

    Ergänzend scheint es mir noch sinnvoll darauf hinzuweisen, dass der Fütterungszeitpunkt mindestens 2 Stunden VOR dem Ausschalten des Lichtes liegen sollte. Die Ausscheidungen der Fische regen die Bakterientätigkeit sehr an, dementsprechend wird von den Bakterien auch viel CO2 produziert und Sauerstoff verbraucht, der dann in den Nachtstunden fehlt.
    Das Einbringen von Sauerstoff ins Becken durch die Filterströmung ist nicht die Hauptaufgabe des Filters, höchstens eine willkommene Zusatzwirkung. Ich halte diese "Methode" in gut bepflanzten Aquarien für äusserst gefährlich!
    Um lange Standzeiten beim Filter zu erreichen würde ich als Alternative zu Aussen- oder Innenfilter einen Hamburger Mattenfilter vorschlagen, der eine lange Standzeit aufweist und wo die Gefahr, dass durch reduzierte Strömung infolge Verschmutzung des Filters (wenn man sich schon darauf verlassen möchte) die Fische an CO2-Vergiftung bzw. Sauerstoffmangel gefährdet werden, nicht auftritt.

    Lg
    Jürgen
     
    #5 13. März 2004
  7. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Hallo Pete,

    Eine weitere Lösung wäre, wenn Du einfach noch einen kleinen Innenfilter ins Becken tust. Der sorgt für Strömung, Sauerstoff und reinigen kannst ihn auch gut, weil Du ja immer noch den großen Außenfilter hast.

    Lg,
    Christian
     
    #6 13. März 2004
  8. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Wäre schon eine Möglichkeit, aber dann kann Pete gleich auch eine Luftpumpe installieren; das schadet dann weniger als die in Summe vermutlich viel zu hohe Filterleistung/Stunde, v.a. im Hinblick auf ein zufriedenstellendes Pflanzenwachstum (Oxidation der Pflanzennährstoffe).

    Lg
    Jürgen
     
    #7 13. März 2004
  9. Pete
    Pete Aktives Mitglied
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    Hallo!

    Danke für Eure tollen Antworten :!:

    Ich werde mir kommende Woche einen Ausströmstein zulegen, und wie von Jürgen beschrieben in der Nacht (und ev. auch in der 3 1/2stündigen Mittagspause?) über Zeitschaltuhr laufen lassen.

    Habe zwar auch einen Innenfilter zuhause, den ich nicht brauche, aber ich denke der Ausströmstein ist hier eher angebracht.

    Nochmals Danke!

    LG
    Peter
     
    #8 14. März 2004
  10. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Belüftung

    Hallo,

    Wär schon möglich, würde ich aber nicht machen. Zudem scheinen mir die 3 Stunden etwas zu lange Unterbrechung zu sein. 2 Stunden genügen zur Algenprophylaxe vollkommen, je nach Situation im Aquarium darfs auch etwas weniger sein.

    Lg
    Jürgen
     
    #9 14. März 2004
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