Beweglichkeit schwangerer Zwerggarnelen

Dieses Thema im Forum "Garnelen, Krebse, Krabben, Schnecken, Muscheln" wurde erstellt von masterperegrin, 22. Juni 2004.

  1. masterperegrin
    masterperegrin Bekanntes Mitglied
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    Hallo!

    Da es bei mir noch nie der Fall war und man es auch sonst kaum erfährt:

    Wie verhalten sich eigentlich eiertragende Weibchen? Sie halten so einen Eierballen, der nach Bildern fast ein Drittel so groß ist, wie sie selbst mit den kleinen Füßchen im Hinteren Teil des körpers (ich glaub, der heißt Rostrum). Damit werden sie wohl nicht mehr durch die Gegend schwirren, oder? Ziehen sie sich eher zurück, wenn sie Eier tragen? Oder bleiben sie halt einfach nur am Boden und marschieren da behäbig durch die Gegend? Könnte ja demnach sein, daß sich da in meinem Laub schon dauernd so zwei Weibchen verstecken und dann erst rauskommen, wenn die Kinder geschlüpft sind, oder?
     
    #1 22. Juni 2004
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  3. shary
    shary Bekanntes Mitglied
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    also meine rückenstrichs fetzen als schwangerer fast genauso wild herum wie sonst :shock:
     
    #2 22. Juni 2004
  4. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
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    Hi du!

    das Rostrum ist dien Nase der Garnele (also vorne)
    Die Eier werden von den Pleopoden getragen, die sich ventral (an der Unterseite) des Abdomen (Hinterleib) befinden

    Durch die Eier wurden meine Garnelen in keinster weise weniger Aktiv - die Eier kleben ziemlich fest an den Pleopoden.

    lg
    Philipp
     
    #3 22. Juni 2004
  5. masterperegrin
    masterperegrin Bekanntes Mitglied
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    Hello Philipp - danke für die vielen neuen Vokabeln!!

    Pleopoden, die hab ich gemeint. Mich wunderts halt nur, weil wenn meine Garnelen durch die Gegend schwimmen, dann machen sie kommt mir vor, mit diesen Pleopoden den Auftrieb und "schwirren ab". Wenn da Eier drauf sind, denk ich mir, würds dir ja wegfetzen... na is ja wurscht, werds hoffentlich eh noch sehen, wenn die Viecher endlich einmal *********** würden...
     
    #4 22. Juni 2004
  6. wklotz
    wklotz Moderator
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    Hallo Peregrin!
    Viel "Auftrieb" muss die Garnele nicht erzeugen, die Dichte des Garnelnkörpers liegt nur unwesentlich über der des Wassers. Mit den Schwimmbeinen (Pleopoden) erzeugt die Garnele den "Antrieb" für langsames Vorwärtsschwimmen. Schnelle Schwimmbewegungen (Flucht) funktionieren nur nach hinten, hier kommt dann der Schwanzfächer zum Einsatz.
    Die Eier sind an den Pleopoden durch klebrige Fäden angeheftet. So fest, daß sie nur mit Gewalt zu entfernen sind. Trächtige Weibchen werden sicher nicht die Maximalgeschwindigkeit "paarungsschwimmender" Männchen erreichen, aber zur Fortbewegung reicht es allemal.

    mfg Werner
     
    #5 23. Juni 2004
  7. masterperegrin
    masterperegrin Bekanntes Mitglied
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    Die sind dann aber wirklich schnell! Daß das der Schwanzfächer ausmacht, erklärt einiges. Bei meinem Ringelhänder war ich bei dessen ersten "Flucht" mehr als erstaunt, wie blitzartig der weg war. Er war grad im Vordergrund des Beckens unterwegs, ich wollt nur in seiner Nähe einen Fisch rausholen und kam mit dem Kescher in seine Nähe. Er war so schnell, daß ich nicht einmal eine Bewegung ausmachen konnte. Hab dann herumgeschaut und gesucht und ihn um die Ecke hinter einer Wurzel wieder entdeckt... Aber der Schwanzfächer schaut auch recht kräftig aus, hätte mir halt nicht gedacht, daß sie denn so ruckartig bewegen können. Höchstinteressante Tiere, ich denks mir immer wieder.
     
    #6 29. Juni 2004
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