RE:Panaques

Dieses Thema im Forum "Zierfischforum" wurde erstellt von Simon, 27. März 2004.

  1. Simon
    Simon Bekanntes Mitglied
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    Hallo Leute!
    Habe einmal ne Frage an euch !
    Weis jemand welche Grundvoraussetzungen für die erflogreiche Haltung von Panaques negro fasciatum erforderlich sind ?
    -Vergesellschaftung
    -Wasserchemie
    -Einrichtung
    -Fütterung
    -Sozialverhalten
    Würde mich auch für selbige punkte von ''Golden Nugget'' interressieren!
    Ist 30 Euro für Panaques (klein) und 50 Euro für Goldennugget (klein)
    zuviel ??

    Thx für eure Hilfe im Vorhinein Mfg Polypterus
     
    #1 27. März 2004
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  3. Philipp
    Philipp Bekanntes Mitglied
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    Hi Polypterus!

    Meinst du nicht eher Panaque nigrolineatus?
    Wenn du den meinst, dann braucht der ein relativ großes Becken, weil die Tiere richtig groß werden können (angeblich bis zu 50 cm - im Aquarium warscheinlich weniger)

    Wasserwerte wie andere Harnischwelse auch:
    neutraler pH, weich bis mittelhart

    Vergesellschaften kann man die Panaque in einem groß genugen Becken glaub ich mit so ziemlich allem (Salmler, andere Welse, Bärschchen....)

    Bei der Einrichtung des Aquariums sollte man eine Wurzel nicht vergessen (Versteckmöglichkeit und Abraspeln) auch Steinbauten mit Höhlen.

    Ich habe den Fisch nie selbst gehalten, deshalb kann ich leider auch nur zitieren was das Futter angeht - und das reicht von "alles, vor allem Vegetablien (Algen)" im Kosmos Atlas Aquarienfische, bis zu "frißt keine Pflanzen" im Mergus Bd1.

    hope that helps

    lg
    Philipp
     
    #2 27. März 2004
  4. Simon
    Simon Bekanntes Mitglied
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    Super THX

    THX für Antwort !
    WAs heist ziehmlich grosse Becken und hat jemand noch infos über Golden Nugget ???

    Mfg Polypterus
     
    #3 28. März 2004
  5. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Golden nugget

    Morgen!
    Du meinst wahrscheinlich L-177
     
    #4 28. März 2004
  6. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    L-177

    Hier mal ein Bild dazu:

    [​IMG]
    gefunden: hier

    Der L-177 Baryancistrus sp. "Iriri-Goldsaumwels" wird recht gross, in der Literatur werden bis 25 cm angegeben. Dementsprechend sollte die Beckengrösse angepasst sein. Im Handel sind meistens etwa 7-8 cm grosse Jungtiere erhältlich, die man einige Jahre ganz gut in einem Meterbecken halten kann. Die Art lässt sich gut mit Discusfischen vergesellschaften und ist recht "gefrässig". Wurzeln müssen mit im Becken sein, die werden für die Verdauung benötigt.
    Wasserwerte: Temperatur bis 29 °C, GH < 10, KH < 5
    Beim Kauf besonders auf die Bauchseite der Tiere achten: diese darf auf keinen Fall nach innen gewölbt oder gar stark eingefallen sein, derartige Tiere sind fast immer Todeskandidaten und weisen entweder einen Wurmbefall auf oder wurden schon wochenlang nicht mehr gefüttert.
    An die Wasserqualität stellen die Welse keine besonderen Ansprüche, dennoch immer regelmässige Tw-Wechsel durchführen und auf ausreichende Sauerstoffzufuhr achten.
    Die L-177 lassen sich auch tagsüber sehen und leben nicht so versteckt wie andere Saugwels-Arten. Im Unterschied von ähnlich aussehenden Arten (L-18) weisen die L-177 grössere gelbe Punkte (annähernd stecknadelkopfgross) und einen breiten gelb oder gelborangen Saum in der Schwanz- und Rückenflosse auf, weshalb er auch als "Magnum Orangesaumwels" bezeichnet wird.

    Der Preis von Euro 50,00 scheint mir ein wenig hoch zu sein. Er ist auch abhängig von der Grösse der Tiere, wenns grössere als 6 cm sind ist der Preis ok.

    Lg
    ziffo
     
    #5 28. März 2004
  7. Simon
    Simon Bekanntes Mitglied
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    Thx Ziffo

    Ziffo thx für deiner super Beschreibung !! :top:
    Habe ei neues 120*40*50 Becken das ich am Anfang auf Malawi trimmen wollte, jetzt hab ich mir allerdings 2 fette Schmöcker zu den Malawi`s und
    Tanganjika`s reingezogen und dehren Lebensraum ist mir einfach zu karg 8)).
    Mein 240 l AQ wir überd einen cristall profi 250 aussenfilter gefiltert
    ausserdem werde ich standard Kies einfüllen und es mit Extrem artenreicher Bepflanzung (Jürgen hat mich mit den nötigen Leuchten versorgt) einigen Wurzeln u. Lavasteinen sowie kleinen kieselsteinen dekorieren.

    Mein Wunschbesatz:

    Kleine Gruppe Maronibuntbarsche
    2-3 pärchen von diesen Streifenhechtlingen
    1-2 eher kleinbleibende Stachelaalarten
    10 -20 Rotaugen Moenkhausia
    Panaques (Anzahl nach soz. Verhalten)
    L177 (Anzahl nach soz. Verhalten)
    Eventuell 1-2 Pärchen Kobaldblaue Zwergfadenfische

    Bitte um Anregungen zu diesem Besatz der vorerst auf meinen
    Vorstellungen passiert und noch nicht abgestimmt ist im sinne von soz verhalten wasserchemie usw. Kritiken u anregungen sowie Änderungen werden dankbarst erwartet !!!!!!

    Mfg Polypterus
     
    #6 28. März 2004
  8. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Welsbecken

    Hallo Poly,

    ich find's cool, dass Du ein Welsbecken machen möchtest. :lol: Zu den Panaques hab ich mich einmal schlau gemacht. Ich hab ein Buch zu Hause, dass für diesen Fisch ein 1800L (!!) Becken empfiehlt, weil der Fisch 60cm groß wird. Ich mein 1800L ist natürlich so das durchschnittliche Becken, dass man so zu Hause stehen hat. Wenn Du also Dein Zimmer nicht mit Wasser füllen möchtest, aber trotzdem einen Panaque halten möchtest, dann vertrau auf den Mergus Bd1. Da steht, dass das Tier so um 25cm lang wird und ein Becken mit 120cm das Minimum darstellt. Mir scheint das irgendwie plausibler.

    Lg,
    Christian
     
    #7 3. April 2004
  9. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Grössenangabe von Aquarien für Zierfischarten

    Hallo Chris,
    Nun, das kann man natürlich so und SO sehen. Während der Mergus-Atlas teilweise haarsträubende Beckenempfehlungen enthält, die auch nach der x-ten Auflage nicht editiert wurden, und sich allgemein an den Beckengrössen der 'Durchschnitts-Aquarianer' orientiert, empfehlen andere Bücher Becken, die ebenfalls jenseits von 'Gut und Böse' angesiedelt sind. Wenn ein Autor für einen 25 cm Wels ein 1.800 Liter Becken empfiehlt, dann scheint mir auch das ein wenig aus der Luft gegriffen. Ich würde dann eher einen Zusatz reintun wie: für ('normale') Aquarienhaltung ungeeignet, oder auf den Fisch im Index verzichten. Klar wärs optimal, nur: realistisch ist es einfach nicht.
    Als groben Anhaltspunkt scheint mir die Länge des ausgewachsenen Fisches als Wert für die (endgültige) Beckengrösse herhalten zu können: Körperlänge des Fisches x 5 = Beckenlänge (minimum); dieser Wert ist als Minimumgrösse eines 'Behälters' auch für Reptilien in Österreich gesetzlich vorgeschrieben (für Reptilien wohlgemerkt, für Fische gibts keine expliziten Bestimmungen). Für weitere (gleichgrosse) Fische im Becken müsste dann diese Beckenlänge pro Fisch um +25 % erhöht werden.

    Im übrigen scheint mir der Hinweis angebracht, dass die Beckenlänge der tatsächlichen (momentananen) Grösse des Fisches (und natürlich seinem Schwimm- und Sozialverhalten) angepasst sein muss. Eine Haltung von Panaque sp. in einem 120-er Becken ist also durchaus einige Zeit möglich, wenn man sich für Jungtiere entscheidet und das Becken später entsprechend dem Wachstum des Fisches anpasst. Aber auch darüber kann man natürlich recht emotional diskutieren und völlig anderer Meinung sein.

    Lg
    Jürgen
     
    #8 4. April 2004
  10. Christian
    Christian Bekanntes Mitglied
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    Hi Jürgen,

    Du sprichst einen richtigen Punkt an: das Sozial- und Schwimmverhalten. Ich würde z.B. nicht ganz verstehen meinen L114 in einem 1000L Becken halten zu müssen, wenn er die ganze Zeit nur unter seiner Wurzel liegt. (einmal provokant ausgedrückt). In meinem Welsatlas hab ich gelesen, dass die L114 so gefangen werden, dass ein Fischer eine Wurzel oder einen schönen Stein aus dem Wasser holt und ihn an der Luft einfach einmal kräftig schüttelt, damit die Tiere aus der Wurzel fallen. Also im Prinzip lebt mein L114 gleich wie seine Kollegen im Rio Demini.

    Ich hab immer gedacht, dass die Bücher aus der Mergus Reihe eine Art "Autorität" in der Auaristik darstellen. Ich mein ich bin schon vorsichtig, denn schreiben kann man ja viel, aber dass in den Büchern so viele Fehler sind hätt ich auch nicht gedacht.

    Lg,
    Christian
     
    #9 4. April 2004
  11. Jürgen Ha
    Jürgen Ha Moderator
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    Mergus & co

    Naja, Autorität... Die einzige gültige Autorität im Zusammenhang mit Tieren muss das Bestreben sein, den Tieren ähnliche Bedingungen zu bieten wie sie die auch in der Natur vorfinden. Nachdem dieser Anspruch bereits an der Beckengrösse scheitern muss, weil eine Nachbildung des Wasservolumens wie in der Natur nicht möglich ist, obliegt die Angabe der Beckengrösse im Prinzip der Kreativität des jeweiligen Autors bzw. den Erfahrungswerten aus der Aquariumhaltung. Im Tiroler Tierschutzgesetz (Landesgesetz) ist diesbezüglich nur ein Satz zu finden: Fische dürfen nicht in kugelförmigen Behältnissen (Anm.: Goldfischkugeln) gehalten werden. Fertig. :seltsam:

    Bezüglich der Fehler: wenn so viele Daten zur Verarbeitung kommen passiert immer der eine oder andere Fehler, Flüchtigkeitsfehler, technische Fehler, der 'Druckfehlerteufel' ist immer mit dabei, wenns um Geschriebenes oder Gedrucktes geht.

    Lg
    Jürgen
     
    #10 4. April 2004
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