Vergesellschaftung mit afr. Buntbarschen?

Dieses Thema im Forum "Zierfischforum" wurde erstellt von fender65, 5. Oktober 2004.

  1. fender65
    fender65 Bekanntes Mitglied
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    Guten Morgen Forum,

    wie schon in früheren Threads gepostet, habe ich seit kurzem ein 200l Becken plus Besatz übernommen.
    Der aktuelle Besatz ist ziemlich "zusammengewürfelt" und soll nun besser zusammengestellt werden. Zuerst mal die Eckdaten:
    Besatz: 2 Skalare m
    1 Fiederbartwels ca 15-18cm siehe http://www.zierfischforum.at/ftopic1650.html
    5 blaue Kongosalmler 4m/1w
    4 bl. Antennenwelse
    1(!) Zebrabärbling
    1(!) Bitterlingsbärbling
    1(!) Metallpanzerwels
    letzte WW: pH 7,2
    GH 20
    KH 15
    NO3 20
    NO2 nn
    Temp 26°
    Ich habe mich entschieden, die 2 Skalare besser anderswo gut unterzubringen, WW passen gar nicht und sind mir pers. auch zu groß...
    Den Cori würde ich gerne ins 54l zu den Guppies setzen und einige Kameraden dazuholen (PH 7,8 hartwasser 25°) Geht das?
    Mit den beiden anderen Einzelgängern weiß ich noch gar nichts anzufangen... :cry:
    Die Welse können denke ich bleiben und meine Favoriten sind mittlerweile die Kongos - die würde ich gerne um einige weibchen aufstocken? Ich habe gelesen, diese könne man gut mit afr. Buntbarschen vergesellschaften? Stimmt das und welche gibt es die nicht zu groß werden? Wie sollte das Biotop für solch ein Becken aussehen, wenig Pflanzen mehr steinig?
    Für Anregungungen und Hilfen wäre ich sehr dankbar!
     
    #1 5. Oktober 2004
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  3. Viktor
    Viktor Bekanntes Mitglied
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    Hallo!

    Um es einmal so auszudrücken: Aquariengröße, Wasserwerte und Fischbesatz passen überhaupt nicht zusammen.

    Für die Aquariengröße geeignet wären die Kongosalmler und Antennwelse. Leider brauchen die Kongosalmler weiches, saures Wasser (am besten GH 1-2, pH bei 6; aber GH <8 und pH <7 geht auch noch), um sich wohl zu fühlen. Der Ancistrus ist da weniger empfindlich, aber GH 20 ist auch für ihn schon recht viel.

    Die einzelnen Tiere würde ich versuchen, abzugeben. Ev. nimmt die ein Händler.

    Den Metallpanzerwels würde ich auch abgeben und nicht in Wasser mit GH 25 setzen, der will es eigentlich auch weich und sauer.

    Der Fiederbarwels ist für dieses Aquarium erheblich zu groß, auch wenn er gut zu den Kongosalmlern passt. Den würde ich ebenfalls abgeben.

    Wenn Du den pH-Wert erhöhst und eine großzügige Steindekoration machst, könnte das ein schönes Aquarium für kleinere Tanganjika-Cichliden werden. Dann müßten aber alle vorhandenen Fische weg.

    Auch passen würden bei den aktuellen Wasserwerten kleinere Regenbogenfische (bis 10 cm Körperlänge) oder Blauaugen.

    Wenn Du die Kongosalmler behalten willst, solltest Du das Waser erheblich weicher machen (Stichwort Osmose, Vollentsalzer, dest. Wasser). Dann passen auch gut die verschiedenen westafrikanischen Cichliden wie Pelvicachromis pulcher, Pelvicachromis taeniatus, div. Steatocranus oder Anomalochromis thomasi dazu.

    Nicht dazu passen Buntbarsche aus dem Malawisee.
     
    #2 5. Oktober 2004
  4. fender65
    fender65 Bekanntes Mitglied
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    Hallo Victor,
    danke für deine Antworten.
    Laut meiner Literatur seien die Werte für die Kongos pH 6,5-7,0 Wasser etwas weicher als status quo. Lasse mich aber gerne belehren.
    Nun, das Becken steht jetzt etwa einen guten Monat, und ich bin dabei, die Werte langsam anzupassen. Filtere z.Z. über Torf, so das noch eine leichte pH Senkung zu erwarten ist. Habe eine CO2-Anlage dazubekommen, noch nicht eingebaut... Die Härte ist mM das eigentliche Problem. Habe noch keine der von dir empfohlenden Apparaturen. Wie bereits geschildert bin ich etwas überraschend an das Becken samt Bewohner gekommen, habe in der kurzen Zeit auch noch nicht das nötige Kleingeld für größere Investitionen loseisen können. Mir waren andere Dinge erstmal wichtiger, z.B. vernünftige Tests, Filtermedien, usw.
    Achso, falls jetzt noch die bösen (gutgemeinten) Empfehlungen kommen, wie ich denn bitteschön die Fischlis halte...Das Aq war bei Übernahme in einem katastropfahlen Zustand-total veralgt WW, die mich erstaunten, das dort überhaupt Leben möglich sei. Die o.a. Werte sind halt aktuelle und noch nicht die optimalen/Wunschwerte!!! Ich versuche, langsam dahin zu kommen (Umgewöhnung).
     
    #3 5. Oktober 2004
  5. fender65
    fender65 Bekanntes Mitglied
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    Hallo nochmal!
    Also, ich habe in der Zwischenzeit mal ein bisserl gegoogelt - die erwähnten Pelvicachromis pulcher klingen interesant...
    Davon sollte man 1 Paar pflegen?
    Habe auch bei den Stadtwerken nachgefragt. Leitungswasser bei uns mit folgenden Werten: 12,4°KH, 19°dGH NO3 28mg/l.
    Mit ca 50% Osmose, dest. oder vollentsalztes Wasser bekäme ich doch schon gutes ein Beckenklima für die o.g. und die Kongosalmler, oder?
     
    #4 5. Oktober 2004
  6. Viktor
    Viktor Bekanntes Mitglied
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    Hallo!

    Langsame Umgewöhnung, speziell von hart auf weich, ist immer besser als plötzliche, starke Wechsel.
    Das Problem bei falschen Härtegraden ist, dass man es den wenigstens Fischen sofort ansieht, ob sie sich wohlfühlen oder nicht. Und einen Vergleich mit optimal gehaltenen Fischen (hinsichtlich Größe, Alter, Körperform und Farbe) hat man auch eher selten.

    Ich kümmere mich recht wenig um irgendwelche Haltungsempfehlungen, egal von welcher Seite, sondern versuche immer, festzustellen, wie denn das Wasser im natürlichen Vorkommensgebiet dieser Art beschaffen ist. Davon ausgehend, kann man schon erkennen, welche Werte die Fische für eine gute Haltung brauchen. Wobei es Fische gibt, die ein sehr breites Spektrum bei den Wasserwerten vertragen (viele Regenbogenfische, viele Lebendgebärende, Cichliden aus Mittelamerika um ein paar Beispiele zu nennen) und wieder andere, die einen erheblich engeren Bereich haben (Schmetterlingsbuntbarsche oder Rote Neon zB).
    Sicher kannst Du Kongosalmler bei Deinen Wasserwerten halten, wird auch vielfach gemacht und die Fische überleben es auch eine Weile. Es fragt sich nur, wie alt sie werden, wie groß sie werden, welche Farben sie zeigen und wielange ihre Nieren die Überlastung mitmachen bis sie versagen und die Fische scheinbar plötzlich sterben.
     
    #5 5. Oktober 2004
  7. Viktor
    Viktor Bekanntes Mitglied
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    Hallo!

    Ja, das wäre schon eine gute Sache. Auch die Pflanzen werden es Dir danken, die meisten wollen es auch eher weich. Nur der relativ hohe Nitratwert im Leitungswasser ist etwas bedenklich, aber bei einem guten Pflanzenwuchs sollte der auch keine Schwierigkeiten machen.

    Der Pulcher ist einer meiner Lieblingsfische, im Prinzip kann ich ihn nur empfehlen, er hat aber einen Nachteil, der nicht verschwiegen werden darf: Er ist sehr fortpflanzungsfreudig und die Nachkommen sind schlecht loszubekommen. Allerdings bestehen gute Chancen mit Kongosalmlern im Becken, dass nicht sehr viele Junge groß werden. Viel mehr als 1 Paar passt in ein Aquarium mit einer Grundfäche von 100x40 cm nicht hinein, die bilden relativ große Reviere.
     
    #6 5. Oktober 2004
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