Zwergfadenfische begehen Selbstmordversuch hinter Gerdkasten

Dieses Thema im Forum "Zierfischforum" wurde erstellt von clarenceduchesse, 20. September 2011.

  1. clarenceduchesse
    clarenceduchesse Bekanntes Mitglied
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    :shock:

    Hi,

    bin noch ziemlich erschrocken.

    Ich habe mir ja zwei Pärchen Zwergfadenfische sky blue zugelegt und im Quarantänebecken ist das Männchen (das andere ist derzeit in einem anderen Becken) fest dabei, ein Schaumnest zu bauen.

    Gestern konnte ich ihn beim Laichvorgang mit einem Weibchen beobachten, ich konnte sogar die Eier sehen :wink:

    Dann habe ich mir überlegt, ob ich vielleicht versuchen könnte, ein paar Junge großzuziehen. Das Aufzuchtbecken ist derzeit vom zweiten Männchen belegt, also dachte ich, ich setze einfach einen Aufzuchtkasten (Gerdkasten) ein. Dieser ist mit Saugnäpfen an der Scheibe innen zu befestigen.

    Nach einer halben Stunde sehe ich nach: Da sind doch beide Weibchen in den engen Spalt zwischen Kasten und Außenscheibe geschwommen. Sie konnten nicht mehr heraus und eines konnte auch seine Kiemendeckel kaum noch bewegen. Wenn ich später nachgesehen hätte :shock: ... ich mag gar nicht dran denken. So hat sie sich nach ein paar Minuten wieder erholt, Gott sei Dank.

    Auf die Idee wäre ich nie gekommen.

    Wollte ich nur mal berichten.

    lg
    Ursula
     
    #1 20. September 2011
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  3. Pauli V.
    Pauli V. Bekanntes Mitglied
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    Hallo Ursula!

    Wenn du ein bisschen Information über die Aufzucht von Colisa haben möchtest, schreib mich per PN an! So hab ich gleich ne Beschäftigung :zufrieden: .

    Ich würde nicht glauben, dass die sich so gerne suizidieren! :shock:
    Denke nicht, dass es ein Selbstmordversuch war, nur Fadenfische sind neugierig. Deshalb habe ich ja einen "fadenfischsicheren" Filter beim Einrichten meines 45ers gewählt. Ich habe so etwas einmal bei einem Freund beobachtet. Der Zwergfadenfisch von ihm hat dauernd versucht, seine Schwanzflosse in die Filteröffnungen zu stecken. Ich dachte auch, der Fisch hat doch einen an der Waffel!
    Er hat dann ein weitmaschiges Gitter drübergespannt, dann gabs endlich Ruh :^^:
     
    #2 20. September 2011
  4. Oli64
    Oli64 Bekanntes Mitglied
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    Hallo!

    so ein Glück, dass du achtsam warst. Fadenfische sind hart in nehmen.
    Mir ist Sonntag einer aus dem Becken gesprungen, von 150 cm auf den harten Laminat.

    Habe Ihn nicht sofort aufheben können, da ich gerade beide Hände voll hatte.
    Habe Ihn zurück ins Becken.
    Dachte mir der geht mir jetzt ein so ist er herumgedaummelt. Die anderen Fadenfische haben ihn schon angeknappert.
    Ich habe ihn in einen Guppytank gesetzt, nach 5 Minuten hat er sich erholt.

    Versuch es mal sie aufzuziehen. Zwergfafis bekommst du sicher leicht weiter.
    Nur brauchen sie recht lang bis sie ausgewachsen sind.
     
    #3 20. September 2011
  5. clarenceduchesse
    clarenceduchesse Bekanntes Mitglied
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    Hallo,

    1,50 m, da hätte ich auch nicht mehr geglaubt, dass das ein Fisch überleben kann.

    Reizvoll wäre es schon zu versuchen, ein paar dieser schönen Tiere aufzuziehen.

    Abnehmer muss ich auch nicht suchen, meine Zoohandlung nimmt alle meine Nachzuchten, egal welche.

    Jetzt muss ich nur noch warten, ob die vier auch wirklich gesund sind, denn wenn die Erwachsenen diese Zwergfadenfischkrankheit haben, werden das - so vermute ich jedenfalls - auch die Jungen bekommen.

    Da muss ich mich noch ein wenig gedulden.

    lg
    Ursula
     
    #4 20. September 2011
  6. Pauli V.
    Pauli V. Bekanntes Mitglied
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    Mal schaun, ob ich auch einen Laminatsprung aus ca. 150 Metern schaffe... :mrgreen: warscheinlich nicht!

    Oli hat recht, alle Colisa-Arten (vor allem lalia) gehen wahnsinnig schnell weg. Der Züchter hat mir meine Babys ja glatt entrissen :eek: . meine Favoriten sind Colisa fasciata... selten aber wunderschön.
    Eben der Nachteil ist: Sie wachsen halt sehr langsam.
     
    #5 20. September 2011
  7. Janneline
    Janneline Mitglied
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    Also echt, irgendwie verstehe ich nicht, warum so viele Leute meinen, sie müssten Jungfische separat aufziehen. Okay, ein gewerblicher Züchter will maximale Ausbeute.
    Aber ein Hobby-Aquarianer?

    Wenn ich Nachzuchten will, setze ich die potentielen Elternfische in ein ausreichend großes Artenbecken und warte.
    Nach Wochen werden sich die Jungfische zeigen. Mir haben noch keine Elternfische ihre eigenen Babys weg gefressen.

    Voraussetzung: das Becken ist gut bepflanzt.

    Ich habe schon viele Nachzuchten verschiedenster Labyrinther in Elternbecken groß gzogen.
     
    #6 30. September 2011
  8. clarenceduchesse
    clarenceduchesse Bekanntes Mitglied
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    Hallo Janneline (übrigens grüßen gehört auch zum guten Ton),

    tut mir leid, ich fühle mich gerade persönlich etwas angegriffen.

    Wie schön für dich, dass du schon verschiedene Labyrinther im Elternbecken großgezogen hast. Ich gönne dir diesen Erfolg.

    Nebenbei: welche Labyrinther hast du großgezogen, da gibt es schließlich auch Schwierigkeitsstufen.

    Aber du weißt nicht, welche Fische in meinen Becken schwimmen, ob da eine solche Aufzucht möglich ist. Außerdem sind es meine ersten Versuche und da freut man sich natürlich, wenn etwas klappt. Und wenn man es unterstützen kann, warum nicht. Abgesehen davon, habe ich den Gerdkasten nicht aus dem Grund gekauft, die ZFF zu züchten. Ich hatte ihn eben schon, warum soll ich ihn nicht benutzen?

    Ich habe eben zwei - wie es aussieht - gesunde Paare Zwergfadenfische sky-blue und wollte mir diese durch Nachzuchten in meinem Becken erhalten. Für gute Tipps bin ich aber dankbar, denn derzeit klappt es nicht, aber es ist ja noch früh.

    Übrigens - diesen Bericht habe ich eingestellt, weil ich a) erschrocken bin und b) vielleicht damit auch andere Aquarianer auf diese Gefahr aufmerksam machen wollte.

    Gruß
    Ursula
     
    #7 30. September 2011
  9. pez80
    pez80 Bekanntes Mitglied
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    hallo janneline,

    ich kann deine logik echt nicht verstehen! du meinst nicht zu verstehen, warum so viele leute die jungtiere seperat aufziehen? sagst aber, daß du selber die elterntiere in ein ausreichend großes aquarium gibst. somit setzt du sie ja auch um - halt nur nicht in ein gitter oder netz, sonder in ein eigenes aufzuchtbecken.

    zum anderen weißt du nicht welche fische man noch in seinem becken hat. und soll ich jetzt extra zum händler gehen und dem mein geld in den rachen stecken weil mir die anderen fische jedesmal den nachwuchs weg fressen?

    außerdem ist es für viele das schönste, wenn man den nachwuchs groß werden sieht. und nicht - so wie du sagst - sich nach wochen mal die jungen zeigen, und wieder im pflanzendickicht verschwinden.

    außerdem: wenn man manieren hat, sollte man wissen, daß man sich begrüßt und auch verabschiedet.

    grüße, petra
     
    #8 30. September 2011
  10. Janneline
    Janneline Mitglied
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    Hallo Leute,

    ersteinmal möchte ich mich an dieser Stelle für mein schlechtes Benehmen entschuldigen, sorry, war keine Absicht. Die Antwort ist mir so rausgeplatzt.

    @ Ursula, ich wollte dich nicht angreifen, entschuldige.

    Ja, es ist toll, seine eigenen Aufzuchten zu beaobachten. Ich kann stundenlang vorm AQ sitzen und dabei zugucken.

    Aus deiner Beschreibung, Ursula, dass ein Männchen mit zwei Weibchen in einem Quarantänebecken schwimmen, habe ich geschlussfolgert, dass keine weiteren Fische dabei sind. Aber vielleicht habe ich das ja falsch verstanden.

    Üblicherweise pflegt das Männchen das Schaumnest mit den Eiern einige Tage. Auch dann noch, wenn die Larven geschlüpft sind, so lange, bis sie frei schwimmen können (anfangs behindert sie der Dottersack).
    Ich persönlich finde es immer wieder spannend, der Natur ihren freien Lauf zu lassen (soweit man bei Aquarienaltung überhaupt davon sprechen kann), und zu beobachten.

    Was das Einklemmen der Weibchen hinter dem Gerdkasten anbelangt, kann ich mir folgendes vorstellen:
    Es kann sein, dass die Weibchen Interesse an den Eiern bekommen haben und sie fressen wollten. Ist immerhin sehr gehaltvolle Nahrung. Wäre das Nest nicht in dem Kasten, hätte das Männchen die Weibchen wahrscheinlich vertrieben.
    Vielleicht waren die Weiber aber einfach nur neugierig und haben sich "verschwommen".

    @ Petra, nein, ich setze meine Tiere für gewöhnlich nicht zu Zuchtzwecken um, sondern ich siedle sie in Becken, in denen sie leben und laichen können. Natürlich ändern sich im Laufe der Zeit mal die Zusamenstellungen. Gerade wenn Nachwuchstiere älter werden bleibt das nicht aus, irgendwann muss dann neu arrangiet werden.

    Bitte nicht böse sein.

    LG Janne
     
    #9 1. Oktober 2011
  11. clarenceduchesse
    clarenceduchesse Bekanntes Mitglied
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    Hallo Jannine,

    o.k. vergessen wir den schlechten Anfang.

    Du hast schon recht, ein Pärchen schwimmt im Quarantäne-/Aufzuchtbecken. Ich habe zwei Pärchen bekommen und nach einiger Zeit eines ins Gesellschaftsbecken mit Bitterlingsbarben und Ancistren (126 Liter) gesetzt. Das zweite Pärchen habe ich im Quarantänebecken (60 Liter) belassen. Da ist zwar kein Bodengrund drinnen, aber eine Wurzel, Hornkraut, Wasserpest und Wasserlinsen, damit sich das Weibchen leicht verstecken kann.

    Außerdem wird dieses Becken nicht gefiltert, sondern es läuft nur ein Sprudler. Das Männchen hat auch fleissig Schaumnester gebaut, ich konnte die beiden auch beim Ablaichen beobachten, aber leider war am nächsten Tag das Nest immer verschwunden. Der Gerdkasten wäre nur für den Fall gewesen, dass sich da mal Larven entwickelt hätten, aber bis jetzt ist es nicht so weit gekommen.

    Das Pärchen im Gesellschaftsbecken zeigt diese Aktivitäten nicht, obwohl ich für eine strömungsarme Stelle gesorgt habe. Deshalb möchte ich das zweite Pärchen auch dort nicht dazusetzen.

    Wie gesagt, für Tipps bin ich immer dankbar.

    lg
    Ursula
     
    #10 1. Oktober 2011
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