Gesundes Klima im Terrarium

Dieses Thema im Forum "Terraristik-Ecke" wurde erstellt von Gitti, 1. Mai 2003.

  1. Gitti
    Gitti Bekanntes Mitglied
    Registriert seit:
    26. Januar 2003
    Beiträge:
    1.076
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Innsbruck
    ABSICHTLICHES EINBRINGEN VON KÄFERN und KLEINSTLEBEWESEN IN DEN BODENGRUND


    Der Bodengrund in den Terrarien ist ein wichtiger Faktor zur artgerechten Haltung der jeweilig gepflegten Reptilienart.

    Der weitgehenden Meinung nach, auch in Büchern, ist es wichtig, Terrarium, Einrichtung und Bodengrund, nahezu steril zu halten.

    Um Krankheitserreger und Parasiten nicht einzuschleppen, wird empfohlen, alle Teile, die ins Terrarium eingebracht werden, ob gekauft oder im Wald gesammelt, zu sterilisieren.

    Entgegen dieser Meinung praktizieren viele "alte" Terrianer, die Methode, absichtlich Ihr Becken mit z.B. Walderde zu "impfen", um so Kleinstlebewesen in ihren Bodengrund zu bringen.
    So hat dann jedes Terrarium sein eigenes funktionierendes Mikroklima.

    Auch die Bepflanzung mit "echten" Pflanzen halte ich deshalb für sinnvoll. Es muss aber darauf geachtet werden... unbehandelte Erde( Humus) zu verwenden, um die Einbringung von Pestiziden zu vermeiden.

    In einem so "behandelten" Terarrium, werden unentdeckte Kotreste, tote Futtertiere, Häutungsreste ect. von den Bodenorganismen rasch abgebaut und damit mögliche Krankheitskeime vernichtet .

    Ausserdem ernähren sich viele Käfer und Insektenarten hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzenteilen, Aas und Kotresten und sind somit eine Art "Gesundheitspolizei" im Terrarium.

    Das zusätzliche Einbringen von z.B. einigen Zophobas Käfern, Mehlwurm Käfern, Regenwürmer, Kellerasseln u.s.w., ist aus diesen Gründen sinnvoll und empfehlenswert.
    Natürlich muss auch hier mit Sorgfalt gehandelt werden um keine echten Schädlinge ins Terrarium einzuschleppen.

    Ein anderer Aspekt ist auch, daß sich die Pflege des Terrariums vereinfacht, da ein Bodengrund mit Mikroklima selten gewechselt werden muss und eigentlich fast keine zu entfernenden "Abfälle" mehr vorhanden sind.

    Wie man es letztendlich in den eigenen Terrarien händelt, liegt in der Betrachtungsweise des Halters.
    Durchfürbar ist diese Praktik aber bei allen Terrarienböden, außer auf reinem Sand. Aber auch in Wüstenterrarien, kann man Zophobas Käfer setzen, die dann fleissig an der Kotbeseitigung arbeiten.

    Fact ist, daß in zu steriler Umgebung, die Tiere( Menschen auch) anfälliger werden gegenüber Krankheitserregern und Keimen.
    Das Immunsystem gesunder Lebewesen ist darauf ausgericht, Angriffe von Vieren und Bakterien auf den Körper abzuwehren. Manchmal ist es besser mit natürlichen Möglichkeiten, ein vernünftiges Mittelmaß zu finden, um ein gesundes Klima im Terrarium zu erreichen.


    Vielleicht eine Überlegung wert? :kratz:

    Mit freundlichen Grüßen

    Gitti :wink:
     
    #1 1. Mai 2003
  2. Anzeige