Brauche Hilfe/Tipps für Goldfischrettung

Dieses Thema im Forum "Teichforum" wurde erstellt von Seekralle, 13. Juli 2017.

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  1. Seekralle
    Seekralle Neues Mitglied
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    Hallo allerseits,

    ich habe im Forum nichts gefunden, das meinem Problem ähnlich wäre, somit eröffne ich dieses Thema, da ich schon gar nicht mehr schlafen kann und wirklich ein paar Tipps gebrauchen könnte.

    Zur eigentlichen Problematik:
    Gestern habe ich dabei geholfen eine Wohnung auszuräumen (wurde verkauft und ich kenne weder Verkäufer noch Käufer, nur den Räumungsbeauftragten) die Wohnung und der Garten mit dem Pool und dem Teich soll komplett abgerissen und umgebaggert werden. Tja in dem Pool befinden sich noch etliche Goldfische, die durch starke Regenfälle vom Teich in das Pool geflutscht sind. Das Wasser, oder besser gesagt der Schlamm mit Laubzusatz im Pool ist ca 20 cm tief. Ich konnte einfach nicht anders, ich musste die kleinen da raus holen bevor sie weggebaggert werden. 4 Stunden habe ich mit hohen Gummistiefel im Matsch verbracht, bis mir der Rücken wehgetan hat. Nun habe ich 22 Goldfische und habe sie als absoluter Fischanfänger mal in eine Regentonne und 2 ca 50-80 Liter Planschbecken einquartiert, mit Futter, Sauerstofftabletten, Sand und Wasserreinigungsmittel für Fische, das ich nach Beschreibung benutzt habe.

    Die Frage der Fragen ist nun: was kann ich tun? Ich darf keinen Teich bauen, weil ich keinen Garten besitze (meine Eltern wollen keinen Teich und ich kann sie nicht überreden) ich kenne auch keine Teichbesitzer, die Goldfische übernehmen würden. Kann ich die in Tierhandlungen unterbringen? Kennt jemand von euch so etwas irres wie eine Goldfischaufnahmestelle? Ich will sie nicht heimlich in irgend einen Teich geben, da ich schon gelesen habe, dass dies das komplette Teich-Ökosystem zerstören würde. Was soll ich tun um ein Zuhause für die kleinen zu finden, bei dem sie nicht mehr im Schlamm zurückgelassen werden? Ich bin ein echter Trottel - rette Goldfische aus dem Schlamm und weiß nicht weiter haha naja, sie dort sterben lassen war keine Option für mich.

    Vielen lieben Dank für jeden Rat und jeden Tipp, auch Prädigten werde ich lesen und über mich selbst lachen, ich weiß ja wie bescheuert meine Aktion war.
     
    #1 13. Juli 2017
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  3. embela
    embela Bekanntes Mitglied
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    Hallo!

    Erstens einmal war Deine Tat nicht bescheuert, sondern sehr tierfreundlich und lobenswert. Vielleicht macht es keinen Unterschied, ob ich im Garten umgrabe und dabei ein paar Regenwürmer zerteile, oder ein Bagger ein paar kleine Fische einfach wegbaggert. Jedenfalls war es für die Fische und auch für Dich gut.

    Das ein Fisch ein Teich-Öko-System zerstört verstehe ich nicht. Auch ein Fisch ist Teil eines Öko-Systems. Wir hatten 20 Jahre einen Teich mit Goldfischen und Kois.

    Vielleicht solltest Du noch schreiben, wo in etwa Dein Wohnort ist. Dies wäre hilfreich, damit Dir jemand einen Tipp oder eine Adresse aus der Region raten kann. Oder jemand hat selber einen Teich und kann sie noch dazu nehmen.

    Drücke "Deinen" Goldfischen die Daumen, dass ihr einen guten Platz findet.
     
    #2 13. Juli 2017
  4. Uwi
    Uwi Bekanntes Mitglied
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    Hallo Seekralle, Herzlich Willkommen, ich finde deine Tat auch lobenswert und stimme Manfred zu, deinen Ort, geht auch privat hier im Forum unter Unterhaltung, Preis zugeben. Mein Bruder hat einen Fischteich, wohnt allerdings gute 550km von Bregenz weg. Eine Fahrt zu Ihn ist heuer nicht mehr geplant.
    Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche......LG . . .
     
    #3 13. Juli 2017
  5. Seekralle
    Seekralle Neues Mitglied
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    Danke für eure Antworten!
    Ich wohne in der nähe von Wien und wäre bereit die kleinen in Wien oder Wienumgebung auszuliefern, wenn es einen guten Platz für sie gibt. Habe gestern einfach überall angefragt und gesucht und gesucht und stelle glücklicherweise fest, dass sich schon 2 Möglichkeiten ergeben haben. Ich werde euch am laufenden halten, wenn das nichts wird, wäre ich für Tipps immer noch sehr dankbar.
     
    #4 13. Juli 2017
  6. eva15
    eva15 Bekanntes Mitglied
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    Hallo

    Super Tat. Erschreckend wie herzlos manche Menschen sein können. Haus räumen und an Tiere nicht denken???

    Unbedingt Wasser wechseln.

    Ideen meinerseits
    - Tierschutz informieren, vielleicht haben die eine Annahmestelle oder wissen Teiche, wo sie hin dürfen.

    - Ev. gibt es einen Verein, der sich für Fischrettung einsetzt (Haben wir, nützt dir nichts).

    - Gemeindeverwaltung anfragen, vielleicht hat es irgendwelche öffentlichen Parks / Teiche / Einrichtungen, wo Goldis hin dürfen.

    - TÄ fragen und Inserat aufhängen.

    - Zoogeschäfte, die keine Fische verkaufen, vielleicht darfst was aufhängen.

    - In der Nähe von "Nobelviertel" in Lebensmittelgeschäften (wie H°°°r etc. inserieren, wenn die ein schwarzes Brett haben. Gibt es mind. bei uns) die Fischlein inserieren.
    Die Chance, dass die einen grösseren Teich haben besteht und wenn der Preis stimmt, greifen die vielleicht danach.

    - Soziale Medien

    - Jeden informieren, den du kennst und dir über den Weg läuft.
    Telefon, SMS, WhatsApp, mündlich, Arbeitsstelle, Schule. Auftrag an alle Verwandten weiter geben.
    Kurz, so viele Menschen informieren, wie nur möglich.

    So, nun sind mir leider die Ideen aus.

    Embela

    "Das ein Fisch ein Teich-Öko-System zerstört verstehe ich nicht. Auch ein Fisch ist Teil eines Öko-Systems. Wir hatten 20 Jahre einen Teich mit Goldfischen und Kois."

    Es geht nicht um den gehätschelten Teich im Garten, sondern es gibt in der Tat sehr viele Leute deren Gehirn nicht auf voller Leistungsfähigkeit läuft aus lauter Faulheit und Tiere (Ratten, Hunde, Katzen, exotische Schnecken, Reptilien, Zierfische, Ziervögel,...) aussetzen anstatt einen Platz zu suchen und finden.
    Der Einfluss dieser ausgesetzten Tiere auf die Fauna und Flora mag unterschiedlich sein.

    Ein Wellensittich kann da schnell von einem Falken gefressen werden, eine Schnappschildkröte sich des Sommers in einem Baggersee pudelwohl fühlen und Badegäste beissen, eine Krebsart heimischen Krebsarten auslöschen, da deren Immunsystem nicht auf die eingeschleppte Krankheit entsprechend reagieren kann und Goldfische in einem Weiher im Wald mit ihrem riesigen Appetit die nächsten Generationen von Fröschen, Kröten und Molchen fressen und vernichten.
     
    #5 13. Juli 2017
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  7. Seekralle
    Seekralle Neues Mitglied
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    Super, vielen vielen Dank für die etlichen Tipps! Ich habe zwar nun schon jemanden gefunden, der vier Teiche hat und alle übernommen hat, aber durch deine Nachricht bin ich nun motiviert, noch einmal in die Schlammlake zu springen und weitere Goldis raus zu fischen. Aber nur, wenn ich davor schon eine Möglichkeit gefunden habe, wo sie ein schönes Leben fristen können.
    22 sind gerettet, aber in diesem Schlammloch das sich Pool schimpft, waren bestimmt nochmal so viele drinnen.
     
    #6 13. Juli 2017
    Martin1a und Nivella gefällt das.
  8. eva15
    eva15 Bekanntes Mitglied
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    Das ist eine gute Nachricht.
    Drücke dir die Daumen, dass nicht ein Reiher schneller war.
    Ev. findest jemanden, der dich begleitet und mindestens moralische Unterstützung leistet.
    Hast Kescher? Ev. wüsste jemand im Anglerverein einen Trick, die Fische schnell und verletzungsfrei aus dem Schlamassel zu holen.

    Ach ja und ich denke nicht, dass es mit dem Tierschutz vereinbar ist, die Tiere einfach so zu verenden lassen, ohne sie vorher zu retten versuchen.
    Im Notfall würde ich die Polizei anrufen, wenn dir jemand quer kommt.

    Liebe Grüsse
    Eva
     
    #7 13. Juli 2017
    Martin1a gefällt das.
  9. embela
    embela Bekanntes Mitglied
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    Als wir den Teich aufgelassen haben, war es auch sehr mühsam, alle Fische heraus zu fangen. Das funktionierte auch nur dadurch, fast das ganze Wasser aus dem Teich zu Pumpen. Allerdings war es nicht einfach im, verbliebenen Schlammwassser die Fische zu finden. Also warten, bis sich der Schlamm setzt.. beobachten, usw. Die Aktion hat ein ganzes Wochenende gedauert, bis ich mir sicher war, dass keine Fische mehr im Teich sind.

    @ Eva: Ok, ich habe da sehr einseitig gedacht. Natürlich kann eine Population von ausgesetzten Tieren ein Öko-System aus dem Gleichgewicht bringen. Das erwähnte Beispiel mit der Schnapp-Schildkröte hatten wird grad bei uns... ;)
     
    #8 14. Juli 2017
  10. eva15
    eva15 Bekanntes Mitglied
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    @Embala

    Nein, dachte überhaupt nicht, dass du einseitig gedacht, hast, sondern bloss an die typischen, legalen Goldfischschwimmgelegenheiten
    Vor dem inneren Auge hattest sicher nur die regulären Garten- und Parkteiche und dich gewundert? Wieso schwimmen dann überhaupt Goldfische drin, wenn sie das Ökosystem gefährden?

    Finde es einfach schlimm, wenn Leute Tiere aussetzen. Egal, ob heimisch oder nicht.
    Eine Mutter eines Teenagers erzählte mir einmal, dass sie sich vor den Ratten der Tochter ekelte und als der Teenager in den Sommerferien war, sie diese in einem Kornfeld aussetze und der Tochter erzählte, die seien gestorben...

    Wenn ich mich vor Ratten/Schlangen/Mäuse/Reptilien als Elternteil ekeln täte, dann kämen die nicht ins Haus.
    Sich der Tiere nach der Anschaffung entledigen, auf eine solche Art und Weise...

    Eine Schnappschildkröte, wenn genügend gross, kann sie eine feingliedrige Kinderhand bös verletzen.
    Ist was anderes, wenn ein Schreiner und Papa die kleine Tochter in die Werkstatt mitnimmt und dann ein Finger verloren geht.

    Irgendwo kam mir einmal ein Artikel über Fischer (am Rhein?) in die Hände, was für exotische Fische schon ins Netz geriet und nie gedacht hätten, diese überhaupt zu fangen, geschweige denn lebend.
    Quasi sie würden es für Anglerlügen halten, hätten sie sie nicht mit eigenen Augen gesehen.
     
    #9 14. Juli 2017
    embela und Martin1a gefällt das.
  11. Seekralle
    Seekralle Neues Mitglied
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    Liebe Leute, ich danke euch, für eure Tipps! Heute habe ich nochmal 13 Goldfische aus dem Schlamm gefischt und in einem Tierschutzhaus unterbringen können, wo sie vorläufig in einem geräumigen Becken mit einer Schildkröte zusammen leben :)
     
    #10 20. Juli 2017 um 20:16 Uhr
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